Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 14 (1885)
- Issue
- N° 14-15 (3.4.1885)
- Date
- 1885-04-03
- Page
- Seite 59 (sequence 7)
- Language
- German
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kehmng doch auch dem Monotheismus Bekenner und der Ethik des Judenthnms Theilnehmcr zugefübrt hat“. Dieser Satz ist beachtenswerth. Er wird den Behauptungen des Veri ’s zum Verhängnisse. Es war >1nd ist sehr schwer zu sagen, wer als jüdischer und wer als judenchristlicher Proselyt zu betrachten war. Wo es sich um Namen handelt, gelingt es auch G. nicht, ausser Flavius Clemens jüdische Proselyten aus römischen Patricierkreisen in grösserer Zahl vorzufuhren. Sehr lichtvoll und orienlirend ist der Theil der Arbeit, der die legislatorische Seite des jüdischen Synhedrin den Prnselyten gegenüber betont. Die hist irisch-genetische Entwickelung des נר und נרו/דצב ist ebenso treffend wie überzeugend. Mit grosser Sorgfalt sind die auf die Proselyten sich beziehenden religiösen Resti inmn ngen ermittelt und zusaniraeugesteHt. Die historische Cnmbination macht, die Conjectnr des Vert.’s in Keiitot^a und in den Parallelstcllen Rosch haschana :!I b und Massechet Gerim II sehr wahrscheinlich, wonach zu leseti wäre statt: ,כבר נדנד, עלי* ר das durchaus situationsgeinässe: =2־־ נרד ללי־‘:ל ר והנן בז זבא־ •ברלד־.• Cf.!■g. 11 u. 1׳.•׳, Amn. 1,1 S. 11 Z. 1 der Anmerkung stellt irrthnmlich Taanit ■säe statt 1>.V Das Citat aus der Apostelgeschichte •pg II Amn. vorletzte Z. v unteni findet, sich nicht XVI, 1 •'«, sondern XVII, 17 Das 1. c. angeführte Wort -iyj;1ivv.: übersetzt, auch l.uther mit ״gottesfürchtig“, ergänzt also gleichfalls!►söv. Selbst ein peinlicher Kritiker wird die Arbeit nicht durchlesen und studiren können, ohne dem genialen Verfasser ebenso interessaute wie ertragreiche geistige Anregung zu verdanken, auch wenn er nicht in der Lage ist, allen seinen Argumenten unbedingt zuzustiuimen. Das ist die beste Empfehlung, welche die bedeutsame Arbeit sich selbst giebt. Möge sie in Korsoherkreisen nach Gebühr gewürdigt werden! Dr. Immanuel Deutsch. Vor mir liegt ein Aushängebogen eines Werkes betitelt ״T o Idol h Aböl h . Auszug aus dem ersten Huche Moses, hgg. vom mährisch-schlesischen Lehrerverein ־_*. Anilage. Pressburg lss.'i.j“ . Nun glaube man ja nicht, dass ich Pedant genug bin, um an dem talscheu Titel, wo der Artikel vor Aboth fehlt oder an der falschen Transcription ״Tohloth“ tür״T0rdöth“ so gewall ig Atistoss zu nehmen Glauben sie endlich auch nicht, dass ich es aus religiösem Fanatismus per!hoiesciiv, liir Nchulzwocke ein 11 Auszug aus dem Pentateuch zu gestatten Gerade im Gegeilt In ile wäre ich datür, dass man eine bildische Anthologie zus.unmen'telle, die Alles mnhn-st. was aus praktisch religiösen, au.» sittlichen und aus pädagogisebeii Gründen dem Kinde zuerst zugänglich gemacht äcideu solle, iiiu den R**>i. d**r Ched**r-\V irillscliaft, der noch!lern hebräischen Unterrichte auhaftet, aus der Welt, zu schallen Wenn dieses aber auf diese Art geschehen soll, wie es der Mandatar des mährischen Lehrervereins gemacht hat , dann ist mir das ״Ohummesch mit Kasclii“ des Glieder viel lieber; denn es hat wenigstens religiöse Gründe für .-ich, es ist eine Principien-Pädagogik, aber dieser Versuch lies Lehiyrvereins ist das Kind aus der Ehe von Irreligiosität mit der Unwissenheit 1. Von einem Schulbuche verlangt man eine verständige Auswahl Es soll jede Anthologie den Text des Originals getreu mittheilen und darf sich Kürzungen nur erlauben: 1. wo Wiederholungen vorkommen, -. wo das sittliche Gefühl unserer Zeit es verlangt, und •'!. wo das Verständnis nicht vorausge- ■etzt werdeu kann. Man könnte aho etwa Exod. C. 'J~1—JH wegiasseu, weil diese Stelle den Iietehl zur Errichtung des Stiftszeltes enthält, deren Ausführung spater von C. :17 an in fast denselben Worten berichtet wird. Man hat das Recht und die Pflicht Stellen, wie die Erzählung von Loth’s Töchtern wegzulassen, die metaphysischen Schwierigkeiten, wie die Schöpfungsgeschichte, das Lied Moses u. dgl. einem spätem Alter vorznbehalten. Was hat der mährische Lehrerverein getlian? Er nimmt die Schöpfungsgeschichte auf, und wo ihm der Verstand stehen geblieben ist, — und das ist bald der Fall gewesen — er sich also der Verinuthung zuneigt, das Gleiche winl bei seinen Schülern der Fall sein, lässt er einzelne Worte weg. Statt also beim ׳_'. Scliöptungstage von einer Ausdehnung zu sprechen, die zwischen dem Wasser oben und dem Wasser unten ist, wünscht der L״hrerverein, dass Gott gesprochen habe, es sei eine Ausdehnung und das andere!1er Astronomie überlasse uud Gott 11111t ihnen den Gefallen, wenigstens wird es das Kind meinen, welches nio eine andere Bibel gesehen hat. Dass die biblische Schöpfungsgeschichte bei den PlUnzen unterscheidet zwischen den Gräsern, die keinen dem oberflächlichen Beobachter sichtbaren Sam•■״ haben, zwischen Kräutern, die Samen tragen und Bäume, welche Früchte tragen, die einen Samen enthalten, wird man aus dem angezeigten Buche nie erfahren; denn 0. 1 V. 11 heisst dort.: ״Die Erde liess spricssen Sprossen, Kraut (Sauerkraut V! Fruchtbanm, welcher Frucht trägt“. Debet■ das reizend!• Deutsch wollen wir uns mit den Herren später unterhalten Dass man es wagen sollte, als officielles Werk von Pädagogen, die Religion unterrichten wollen, einen Satz zu produciren, wo es heisst: Gen. VI, 1 Vers statt: ״Es wurden ihnen Töchter geboren, >ie timten was Böse war in den Augen des Herrn1‘, der prägnante Ausdruck tür Götzendienst, in den gesehichtlichen Propheten, hatte ich, ich gestehe so naiv zn sein, nicht, für möglich gehalten. Ich glaube nun da' Anthologische genugsam elmrakterisirt zu haben. (S. lila—!<•1:1. Notizen. I. Ilt-nn K.1I-I-. hi. K » «•n•• r* lit.tii 1• nhui:׳ hir!«־hmmi Aul• k 1.11־u1*kX Nו»י!1ו 11 .״• li«• “",p“ I’aivhth••׳■־•• in No.* In־r/lirl1 <1111^11-1־. i*־h V1Manla^11n4. •I *..»•11 hin/uw-i-HMi. win nothw .•h-Iiu, In-iiit ('וו י־וויןיי almivr M;< int ן!*:’•י•!•• •li•* 4:•יי• -• ־• A krihiu i-st. hntvh •li«■ |..11,1 •ויןחיt m« h 11;!• 11*1.!4111יי•• יי14 11־ -t.m ־י•"!• .•וייח’1־י1 .על ד,;״־ך יי׳ על ד.;ד־» <ji*• /w»*i hutikt«• \-׳r •lif'fii \\-׳rtru!•in א I1 •״• nt. t! ןן :!■in Punkt vor ן•!!«•(«!!•י י״^יקי״א*!•• m< h in *. will! in י au■•}» im M.11111-11׳1־|>t uin•!־ -I. r l. i.if hii;!,.uvhilt.-• laut.-t.- .!!סי ‘OM.an: א' דנליע־א ׳u׳r על ד-גדד \ לדד״א ב־נ־. K!י• lakiamnu m 411וו־״ו״״ >int:•• w.ir m;r :111••״ iVuli. r hro-lli«•!! ’.״•׳ Il«-mt < »1**•!Tahhin»■(’ I>». il-.iowit/ io hl. 1-1•! /u44־׳a״••;.״ — l’dr ח־יייי•1!׳ . ד\*בא M111׳t׳!i-it!14ח toii I I ״1 \ « ׳** i.’li , -•111.1^1 lli-rr Jh. K1--U! r 11,־1׳!j!r.1^li»*11 v-1׳\ /m!♦•11.. :״*יי u i!1 י יr* an. 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Nr. 1-1 S. 51h, 1!m-- •la> .Worf:u •l••!■ vt»rl«*tv.ton /. a m K n •1 1׳ »• r •I r i ז:• 11 ז zt n /, -t• h♦־!!: au» h!»•hlt am Ku-Ic •l'־r h־t/t«-n Z. *15• > Au'r'itum;״1 ׳!■«./«־••!: Da» -Iriitu \V׳׳rt •l«־r •lritth1־/.ton Z. *0!l• ,.In״ ra h v h»*n־• h» i־•^.•^ יי■, wa Mt••