Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 14 (1885)
- Issue
- N° 11. (12.3.1885)
- Date
- 1885-03-12
- Page
- Seite 44 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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— 44 — Proben einiger ag&disoher and h&lachisoher Stellen bekunden, Treffliches leisten. Aber, ob die Mühe den Erfolg lohnt, das möchte der Referent' in aller Bescheidenheit bezweifeln. Es wäre ein Riesenwerk, um einigen nichtjüdischen Pygmäen das Umherklettern im Felsengebirge Juda’s zu ermöglichen! Goblenx. Lewin. Notizen. 1. Bezüglich der in No. ‘.י S. •Wb des Litteraturbl. entlialtenen Deutung des 1) יצועי עלה M. 49,4) sei bemerkt, dass auch P. von Bohlen (Die Genesis historisch-kritischerlkutert. Königsb. 1835) ,עלד auf Ruhen bezieht, die qu. zwei Textworte als effectvolle Wiederholung auflasst und übersetzt: ״Mein Lager bestieg er.“ (Nach Luzz. desshalb in 3. Pers., weil Jacob sich bei den Schlussworten mit Unwillen von ltuben abwemlete. Red.) 2. In völliger Uebereinstimmimg mit dem Collegen Caro (in der erwähnten No. Notiz lb) bezeichnen auch wir Zwehl’ als gut deutsch, um 80 mehr, da sogar in den ״Regeln und Wörterverzeichnis“ für die neue preussische Orthographie ״Zweifle (Quehle)“ aufgeführt ist; ferner halten auch wir Zwehl’ für verwandt mit Zwillich!Zwilch). Wenn aber Herr C. meint, ^Äaaa Zwehr auch in Shawl nach erscheine, so dürfte er fehlgehen Das englische Shawl stammt unbestritten aus dem Persischen: Zwehle aber kommt vom deutschen zwei: ebenso Zwillich ein aus zwei Fäden zusammen gesponnenes Zeug — mitteldeutsch Zwilich nach dem lat. bilix, zweifädig. Zwehle (Quehle) heisst Im weitem Sinn solches Gespiimst überhaupt, dann im engem Sinn Handtuch und Tischtuch. Unser ״Zwehle“ ist auch noch in anderer Hinsicht etvmologisch wichtig, denn es istjlas Stammwort des ital. tovaglia, des engl, towel, des franz. touaille und des span, toalla (tohalla). S. Sachs undVillatte, Encvclop. Wörterb. der franz. u. deutsch. Sprache unter touaille; Tliieme, Kritisches Wörterb. der engl, und deutsch. Sprache, wo Zwehle nur durch towel, und dieses durch Handtuch, Quehle, Handquehle übersetzt wird; Booch- Arkossy. Spanisch-deutsches Wörterbuch, das ioalla mit Handtuch, Tischtuch und Bettdecke überträgt,: Michaelis, Vollst. ital.-deutsches Wörterbuch, wo tovaglia Tischtuch und Handtuch heisst; schliesslich in Bezug auf den vorliegenden Wechsel des z mit t■ Bernhard Schmitz, Engl. Grammatik, woselbst in dem Abschnitt über die Grundzahlen bemerkt wird: ״Zu two (vgl. zwo) giebt es die veraltete Nebenform twaiu (Vgl. zween)“, sowie K. F. Becker, Organism der Sprache, § 17, wo gothisch t v a mit altdeutsch z u e i verglichen wird. 3. Auf die Anfrage■ des Herrn Cohen-Rees in No. 8 S. 32b (Notiz 1U) erwidern wir: Die qu. Stadt dürfte Hoym im Anhaltschen sein. Das א hinter ה1י0א (Hoym) bedeutet Anhalt, das Mem finale schliesst das nomen proprium Hoym; das erwähnte א als getrennt zu markiren wurde wohl nicht: für erforderlich erachtet, oder das Abbreviaturzeichen ist bereits verschossen. Was sodann ״die räthselhafte Parenthese“ betriät, so ist daran zu erinnern, dass es bei Dorumenten oft zulässig ist, zu corrigiren und Ausgelassenes nachträglich zu ergänzen. Dies muss vor Q'pl הכל* שריר vermerkt werden, u. z. durch die Notiz בי!, חיטי ( zwischen den Zeilen steht) bezw. ע?ל הנרד (—auf einer Rasur verbessert). Es ist ״die räthselhafte Parenthese“ demgemäss zu erklären: ־-־ ביני חיטיzwischen den ---v..,-״ ״״ו, *.ן״*. — 1 y .. . ».1./JOUVU Ot/VUV UM jiyy y ..... .n “ *עד — aui der Rasur befindet sich ,ynH, Vide Nachlatli Schib’ah ni, 15 ff. nnd 18 ff. Krön er-Brandenburg. 4. Herr Lehrer Abr. Wollt in Laugweiler macht mich auf Folgendes aufmerksam: In den religiösen Vorträgen für die Trauerwoche findet sich in dem Abschnitte, welcher beginnt כתיב ואשמה הנפש ההוא in den meisten Ausgaben des ספר החיים die steile: בל העושה עבירה ומתחרט בה מוחלץ לו על כל עונותיו, שנאמר כי לא יראני, הא אם יראנו מוחלין לו, Nun ist aber der Hinweis auf die Bibelstelle כי לא יראני Ex. 33,20 ,,denn er kann mich nicht sehen“ in gar keinem Zufcammenhang mit dem Ausspruch des ר' חנינא בר פפא zu bringen. Rehfuss bemüht sich, bei der Uebersetzung dieser Stelle durch einen erklärende!! Zusatz die Schwierigkeit zu heben, jedoch vergebens. Der Irrthum ist aber auf einen Druckfehler zurückzuführen. Es muss heissen ״ ולא יראוניund sie fürchten mich nicht“. Quelle ist Chsg. 5 a mit Bezug auf Mal. 3,5. Blogg ist ohne Weiteres über diese Stelle hin weg-I gegangen. Nur תוצאות חיים Rödelheim scheint sie nicht ent-l gangen zu sein, uns ist hier für die'citirte Stelle eine andere! Ber. 12 mit Bezug auf Ez 16,63 substituirt. Cohen-Rees a. Rhein. 5. Was die von Herrn Dr. Caro ln No. 6 d. Bl. gebrachte Notiz über die irrthünfliche Angabe in Fürst’s hebr. Handwörterbuch 8. v. דבלה betrifft, dass es nämlich da heisst: ״mit תאנים verbunden I Sam. 25, 18; 30, 12:“, während dieses dort nicht vorkömmt, so haben wir zu bemerken, dass die betreffende Stelle daselbst bloss verdruckt ist Die Worte ״mit תאנים verbunden“, sollen nämlich nach dem 2. Strichpunkt kommen, und stehen mit dem folgenden Satze ,.auch zur Heilung verwendet“, in Verbindung. Die Citate 1״ Sam. 25, 18; 30. 12;“ hingegen beziehen sich auf die anfangs erwähnten Worte דבלת דבלים• Die Verbindung דבלת תאנים kommt aber nioht nur II Reg 20, 7 vor, sondern auch Jes. 32, 21, welch letzterer Passus jedoch merkwürdigerweise in allen Concordanzen fehlt, und in Folge dessen auch sowohl in dem hebräischen Wörterbuch des Gesenius als des Fürst übergangen wurde. __ Hock-Prag.!1 •1 \ 6. Angeregt durch die Bemerkungen des Herrn Rabbiner Dr. Deutsch (No. 8 d. Littrbl.) betreffs des Nomen אהבה und des Adject. ארבה. wonach der Pur. אד3ים heissen muss, erlaube ich, mir die Präge, ob nicht im ברבת החולש di® Stelle חיים ארוכים unrichtig und dafür חיים ארכים zu lesen wäre.* : Hier 8011 es offenbar bedeuten ״langes Leben“, denn ״gesundes Leben“ wird in dem spätem של חלרן עצמות U angedeutet. Neustadt O.-S. Bass. E :1• el t üi 0 7. Seltsam klingt eine dem ״Jew. Chron.“ zugegangene Kiunle aus Rom, dass in der Bibliothek in Rom ein sehr altes Hiobmanuscript gefunden worden sei, welches 400 Verse enthalte, die im recipirten Texte fehlen!? *> Darauf hat der sel.Rabb. Jak. Zewi Mecklenburg in seinem Commentar zum Siddur schon aufmerksam gemacht. (Red.) IS &agaaba(j für ®«fearf» mit Ueberfcftung, bciitfebem (Kommentar unb mufifalifebrr n »eilagc »0n 3• ijapbet (Scrlaa v. 3. .(tauffmanr! in ftranFfurt 0. SW.) 5Brei«( geb. 7*0 JP1, in 5Orachtbanb mf ״ ©olbfdjnift SM. 11; ־ Verlag von G. 0. Baedeker in Essen. Tuvct) alle S3ud)l)a11b!. ift ju besiehe»: Uaesters-Richter, $eutfd)e$ gefe&ttdi für bl« j®iffefRfaffen b ^•ftsfdfufe. SWit miitift. Wciidim, 11.30. @pt. 1884. ttubgabt für iätatl• ®djulen bearbeitet non SW. '-ölumettfelb,!pnuptlebrcr. ®reib: tob 74 fl(., gebuubeu I 'Ulf. Haesters-Rlchter, Sefetmd) für bir Merftfaffm ber ^efSsfdjttte. Silit mimft. (ücnetfm. 0.30. Sept. 1884. Mubgäbe füt Uttel. ule» bearbeitet 00» SW. '•Bluntenfclb, ipauptleßrcr. ®vei« r. 1 «01.40 ®f., geh. 1 SW. 80 ®f. ^itrju rin ^Cnfjang, ent()altenb ®eufwürbigfeitrn au* ber ö)efd)id)tc ber Qöracliten th ber »achbibl. Beit. SfJrei« geh. 40 ®f. «früher erftbien: jßnefters' «fi&ef ober ber <§djmb־£cfe־Untentd)t fiir bic Rnterftaffen ber «01!Sf<$ule. ®eenboitet oon Dr. dL. $e$t. 16. Auflage. (1727 ®rcie: roß 60 SJif-, geb. 80 ®f. C r זמירות ושירים ללילי שמורים! 18 31 Icidjt ausführbare Oiefänge fiir bic 2 *■nO-^benbe, nad) Crbmmg B m fciiöner החד! הגדה של פסח ber Slubftattung für beit ®rci* 00» 3 j)l. 50 ®f. franco ,pt bejiehen non (1717 1נ 17>6I 3t. gd)Önfelb, tSotttor in ®oien.rii ®ei Stbolf (Sehn ®erlag unble?(ntiquariat, Berlin W., ®ot* re bamerflr. 14, crfe^ieit: . Webeffa ©elf, geb. .j)einemann,p $0(bbu^ für isr. fraurn.״; Sichte fefjt ocrmrfjrtc nnb 1!er־p befferte Auflage. ^ret« eleg. gebuttben fl», a.ao '§ 5BraFfifd), öf onomifdb n. feht i empfehletidmerth. (io5,׳ 129 Jf מצבות gabrtf iiegriinbet 1847. (größte* ©efd)äft unb Säger oon Cenf« malern in ®canit, &9tnit, י SWarmor unb 3anbftein. Tic נ Wuäfübrung oon (?rbbegräbiiiffen unb größeren ®auteit iberben ju bifliaften ®reifen beftend auögeiiihrt. HL Zachart, Berlin, 91. Ifönigitr. 8. r Elberfeld. 1 כשר Bet*» בשר '■ israel. Hötel I. Ranges, nahe L' dem Bahnhof und d. Pferdebahn 1 nach Barmen. 7 Hausburschen am Bahnhot. 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