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Das jüdische Literaturblatt · 1881-08-17 · No. 33. (17.8.1881) · p. [Seite]

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
10 (1881)
Issue
No. 33. (17.8.1881)
Date
1881-08-17
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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No. 33• Da8 Jahrg. X. Jüdische Literaturblatt. Zar Beleuchtan* allar Judantbnm and Jaden betreffenden lltrrarUch. Erscheinungen an f dem Gebiete der Philosophie. Geschichte,Ethnographie,Theologle.Orlentalla, Exegese, Homiletlk, liltnrglk, Pädagogik. II e r a n s g e ״ e b e n \(1n liahhiner l>1\ Moritz Rahuier. 17• August ISStl. Bücher der einschlägigen LIteratnr, welche der Redactlon «gesandt werden, finden In diesemBlatte eingeh. Besprecbung. BelElnsendnng ▼on 1 Recensfonsexemplaren erfolgt ancb Erwähn. I. d.Wochenschr. Das ״Jüdineli« UteraturblMtt“ erscheint wöchentlich in einem halben Bogen; Preis bei allen Buchhandlungen (in Leipzig bei Robert Friese) pro Jali rg an g: 8 Mk. Abonnenten der ״Israelitischen Wochenschrift“ (die viertel.Uhrl. bei allen Postanstalten nnd Buchhandlungen 8 Mk. kostet) eritaiten .las ״Jüdische Li!er״t״rhlat1“ gratis. — I nur rate־ werden mit 2ö Pf. für die drei ge• spaltene Petiixeile berechnet und attsschliesslich entgegeugenommen durch die Central-Annoncen-Expedition vun G L, Ottubc dt Co., Frankfurt a. M., Magdeburg, Berlin, 11 ambnrg, Cöl n, M ii n che n, Z ii ri c h, Wien, Paris. Inlialt: Wissenschaftliche Aufsätze: Eine Familie von Aerzten. — Welche Schriften setzt Sirach in seinem 1*11.70; ratspiov voraus? Literat nrbericht: Recensionen: And ree, Richard. Nachdruck nur mit voller Quellenangabe gestalte! Eine Familie von Aerzten. Erblichkeit geistiger Anlagen und Wissenschaftliclier Beschäftigung (indet sicli nicht vereinzelt hei uuseren Vorfahren im Mittelalter. Wir erinnern nur an die Familie Kimchi. Es war eine noblesse de la rohe, insofern das Richteramt mit dem rabbinischen Wissen und der rabbinischen Stellung verbunden war. Ansehen nach Aussen aber gab die ärztliche Praxis — und wie Viel von jüdischen Aerzten (im השתדלות ״als Mittler11) getlmn worden ist, um das Elend ihrer Glaubensgenossen zu mildem, Vertreibungen zu hintertreiben, harte Uriheile zu vernichten, das würde nicht den Rahmen einer Monographie allein ausfiillen, soudem fast zur Darstellung der Gesammtgesrhichie der Juden im Mittelalter zwingen.*; Eine solche durch talmudische Gelehrsamkeit, ärztliche Praxis, Verwalten von Voistaudsämtem und Eintreten für die Gesammtheit ausgezeichnete Eamilie steht durch lange Zeit an der Spitze der Gemeinde Co b 1 e n z und damit des Niedererzstifts Tr ier. Die Reihenfolge der Geschlechter ist: R. Jizohak Rote; R. Mnachem aus Metz; R. Josei Srhlomoh Rofe, Krau בו־יינשה Breinche; R. David Tewle Rofe; R. Mnachem Manlin; R. Scliimeon Rofe. Frau Mumie; Tochter ט״כין Fiau des Gerson Coblenz. R. Mnachem Manlin Waiich Rofe; R. Scliimeon Rofe. "J Her erste im Coblenzer Memorbuch ausdrücklich als hier wirkend genannte Mann ist ein Arzt: הזקן וישיש חכם שקנה חיטה 0״ ■רופא מומחה האלוף הפרנס ומנהיג המדינה חסיד עניו טאדer achtbare Greis, der Weise, der tüchtige Arzt, der würdige Vor- Steher und Leiter der Provinz, der fromme und sehr demütliige Sani Benjamin bar Abraham (R. Wolf von Ooblens), der nicht allein 20 Königsthaler (ld1;, Dukaten) testamentai iseh den Armen auszutheiien befahl, sondern auch!הרביץ והעמיד תלמידים הרבה והיה עוסק בהשתדלות בל ימיו ובצרכי ציבור — ובטל הסכם בטו״ילם ״ (בטי״יל בקאבלענץ בחייוViele Schüler herunbildete, als Mittler und Verwalter der Gemeindeaugelegenheiteu sein Lehenlang sich bemühete und während seines Lebens den Zoll in Mülheim;am Rhein) im Thal (Ehrenbreitstein) in Coblenz wegschaffte. Er ward im Dorfe ארצ״ום (Arzheim auf der rechten Rheinseite — damals war der Friedhof hier alzo noch nicht den Juden wiedergegeben —, am 29. Teweth 1609) שלם oder 1610) beerdigt. Von dem Ahn der Familie, dem R. Jizchak Rofe, wird uns nichts Näheres berichtet. Da sein talmudisch sehr gelehrter Enkelsohn Mnachem Manlin (!Dri) 1687 im besten Mannesalter starb, dürfte der Grossvater um 1600 geboren sein. Talmudisch hervorragend war er nicht, da ihm nur der ^n-Titel beigelegt wird. Um so voller ertönt das seinem Sohne. Josef Schlomoh ertheilte Lob. Er war Schwiegersohn eines R. Mnachem aus Metz, der als Lamdan und schöner Baal Tefillah gerühmt wird und am 20. Adar 1642) תב) starb. Der Arzt R Josef Schlomoh hat die Morenuwürde, ist wohlthätig gegen Arme und Fremde, (spinnt doclt seine Frau Zizis und macht die Lichter für die Synagoge). Er ernährt viele Waisenkinder. ״Auch ist er ein treuer Hirt der Gemeinden Coblenz, Trier und Zubehör. Viele Jahre leitet er sie in Milde und sieht für sie in krilisehen Momenten ein. (ועמד להם בכמה פרצות) denn der Mann war sehr gross am Hofe der Fürsten und sein Wort fand Gehör bei ihnen, ihren Beamten und Rätlien, so dass er Manche vom Tode errettet hat.“ (1 .(ער שהציל כמה יחידים אשר היו משפטיהם חרוץ למות ת״ו >abei lernt er lleissig und regelmässig Thora und hesucht regelmässig den Gottesdienst. So lautet sein Nachruf, da er am Sahbath Schekalim stirbt und am Sonntage, Rosch-chodesch Adar 1680 תכט liier beerdigt wird. Seine Frau Breinche überlebt ihn bis zum 5. E!!!11 1600 (8iri). Ein Sohn ist als Gelehrter hochgeachtet bei Lebzeiten der Eltern gestorben. Au des Vaters Stelle tritt R. Schimcon Rol'e, dessen Frau Mamle ebenfalls Tochter eines Arztes ist. Er wird als קצין bezeichnet, ist er doch mit einem Vermögen von 5000 Gulden im Jahre (17״/0נ) der Zweithöchstbesteuerte im Niedererzstifte. Er ist natürlich Vorstellet-, giebt den Armen, die er ohne Entgelt behandelt, auch die Arzeneien umsonst. 40 Jahre hindurch leitet er die Provinz zu seiner Ehre nnd zum Heile der Gemeinden. Er ist Ehrenmitglied der Cltewra Kadischa (״ (אהד מן הסנוים המ*וחדml der Erste der מתעסקים. Er hat den Hauptuntiieil daran, dass liier eine Syuagoge gebaut wurde (ca. 1700). Nach langer Krankheit starb er am 5. Teweth (PJÖ) 1730. Seiner inilden, frommen, wohlthätigen Frau Mamle, wird gute Kindererziehung nachgerühmt. Die Tochter mit dem

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