Das jüdische Literaturblatt
- Journal
- Das jüdische Literaturblatt
- Volume
- 10 (1881)
- Issue
- No. 14. (6.4.1881)
- Date
- 1881-04-06
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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No. 14. Das Jahrs• X. Jüdische Literaturblatt. Znr nelenehtnng «Uri• .1 mini• tbam and Jaden betreffenden literarisch. Erscheinungen au f dem Gebiete der Philosophie. Geschichte,Ethnographle.Theologle.Orlentall«, Exegese, II׳•■ miletlk, Liturgik, Pädagogik. I! 1■ 1• II I| s ״ t! Z e 1■ >• 11 \ Oll Rabbinnr l>r. Moritz Knhincr. Mnjfili'liiii’^i O. April MSI• Bücher der einschlägigen Li• ter.tar, welche der Redactlon sageesndt werden, finden In dlesemBlntte eingeh. Bespreehnag. BelEinsendang ron ivel Recenslonsexeioplaren erfolgt aaeb Erwähn. L d.Woohenschr. Das ״Jüdlfielte Lltermturlilult“ erscheint wöchentlich in einem lialben Bogen; Preis bei allen Buohhandlungen (in Lei pzig bei Robert Friese) pro Jah rg an g: 8 Mk. 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Der erste, der in unserer Zeit eine meiste!’- und 11111steilmfle Biographie Raschi’s geliefert hat, ist bekannt* licli Z11 n 71*) Diese Biographie Raschi’s wurde iin Jahre.־ 1840 von Simon Bloch in’s Hebräische übertragen und mit zahlreichen belehrenden Anmerkungen vermehrt, heransgegeten. Ferner hat Geiger, sowol in seinen ״Beiträgen zur jüdischen Literaturgeschichte“ (Breslau 1847) als auch in seinem ״Parsclmndatha“**) über Raschi und dessen Schule eingehend gehandelt. Und — the last not least — hatGraetz in seiner ״Geschichte der Juden“ (1872 p. 70—74, ferner p. 104, 106), fussend auf den Arbeiten von Zun« und Bloch, Raschi’s Leben geschildert, indem er es nicht unterliess, neues, vor Zunz unbekanntes oder bis dahin nicht benutztes Material gebührend zu würdigen. Und wenn auch von Zunz Berichtigungen und Krgänzungen zu Raschi gegeben wurden,־!•) so hat er dennoch das hundschriflliehe Material zu wenig benutzt, als dass das von ihm Erforschte endgiltig sein sollte. Zudem hat in der letzten Zeit der bekannte und verdienstvolle Literat Salomon B u b er H־) in Lemberg die *) Zeitschrift für üie Wissenschaft des Judentiiuuia, herausgegeben von Dr. Zunz.. Berlin 1822. II. Heft p. 277-3S4 **) Purscbandatha. Die nordfranzösisrhe Exegetenschuie. Ein Beitrag zur Geschichte der Bibelexegese und der jüdischen Literatur von Dr Abralmm Geiger, Leipzig. Druck und Verlag von Leopold Schuaus, 1856. +) Zur.«, Gottesdienstliche Vorträge p. 398; ferner in seinem Buche; Zur Geschichte und Literatur p. c0 ff., neuerdings in verschiedenen Ergänzungen und Berichtigungen biographischen Inhalts er ,»Literaturgeschichte der synagogalen Poesie“ z. B. p. 252, 253, 205. (8iehe ferner über die anderen Schriftsteller, die Uber Raschi und dessen Schule schrieben, Dr. David Rosin’s abschliessende Monographie über R. Samuel ben Meir, p. 1 Anmerk. 2. Breslau 1880. Köbner.) V +i) Lekach-Tob (Pesikta sutarta). Ein agadischer Couimentar zum ersteu nnd zweiten Buche Mosis von Rabbi Tobta ben Elieser (XI. Jlirhdt.) von 8. Buber. Wilna 1880. Druck 1 nd Verlag von Wittwe und Gebrüder Roram; a. u. d. hebräischen Titel: מדרש לקח טוב המכונה פסוקתא ווטרתא יסדו רבינו טוביה בר אליעזר ז״לי jüdische Literatur durch Herausgabe des Lekach*Tob bereichert, welches Buch wesentlich die Fixirung der Stellung des Raschi'schen Commentars erleichtert und auch über Raschi’s Zeitgenossen viel neues Licht verbreitet. ln gleicher Weise hat das Französische Raschi’s, so.vie das Mass seiner profanen Kenntnisse bisher noch keinen Bearbeiter gefunden, und ist es doch von unleugbarer und nicht zu unterschätzender Wichtigkeit zur Würdigung einer so bedeutenden historischen Per* sönlichkeit, wie Raschi, all dies in eingehende wissenschaftliche Erwägung zu ziehen. Zunz’ Meisterhand hat uns allerdings die hebräische Bibliothek Raschi's gegeben, aber Raschi hat auch, und dies werden wir im Verlaufe dieser Arbeit reichlich zu zeigen Gelegenheit haben, ״ (*ספרים חצוניםnichthebräisclie Werke“ gelesen und studirt und sie zu seinen Commentaren benutzt. (Auch in manchen minder gelesenen Zeitschriften, so in der in hebräischer Sprache erscheinenden Wochenschrift ״Hajehudi‘• (Pressburg, Fischer) sind wichtige Beiträge von M. D. Hofmann, Rabbiner in Ung. Brod in Mähren, der auch in seiner jüngsten Schrift ״Elischa ben Abujah genannt Acher“ (Wien 1880) eine umfassende Kenntniss des hebräischen Schriftthums bekundet. Desgleichen bieten die in hebräischen Sprachen erscheinenden Monats- Schriften ״Nogali Hajareach“ **) und ״Both-Talmud;cf) so manches, das das Verständnis Raschi’s fördert) In gleicher Weise hat bereits Ewald der Vermuthung Ausdruck gegeben, dass die grammatische Kenntniss der Talrnudisten eine viel genauere war, als man vor ihm in der gelehrten Welt anzunehmen geneigt war. Den ersten wissenschaftlichen Anlauf zum Nachweise dieser Vermuthung nahm Dr. A. Berliner in seiner Arbeit: Beiträge zur hebräischen Grammatik im Tal- •) Ueber ספרים חצונים siehe meine Arbeit: Das Unterrichtswesen zur Zeit Kurls des Grossen p. 12 Anmerk. 2, ferner meine Besprechung von Dr. M. Joel’s: Blicke in die Religionsgeschichte im ״Jüdischen Literaturblatl.“ Nr. 31 p. 135 ff., in A. Stern's in Neupest erscheinender ״Zeit“ vom 18. August 1880, und in meiner Arbeit: Zur Geschichte der Massora in Hilgenfeld’s Zeitschrift tür wissenschaftliche Theologie XXIV p. 86—98. Leipzig 1880. *•) Noguli Hajoreach, Organ für Wissenschaft und Religion, Bibelexegese, herausgegeben von Berisch Goldenberg. Tarnopol, Podolische Druckerei. 1880. IV. Jahrgang. Von dem Herausgeber dieser Zeitschrift erschienen 2 beachtenswerthe Schriften in deutscher Sprache u. z. 1) Der Einüuss der semitischen Sprachen auf die indoeuropäischen Sprachen. 1880 und 2) Die religiösen Ideen der Alten und ihr Einfluss auf die Sprache vom hebräischen Standpunkte aus beleuchtet, mit steter Bezugnahme auf andere Sprachen. Ein Beitrag zur allgemeinen Sprachwissenschaft. Selbstverlag des Verfassers. 1880. f) Beth Talmud. Monatsschrift für rabbinische Literatur uud Geschichte, herausgegeben von J. H. Weiss und M Friedmann, Lectoren am Wiener Beth-hamidrasch. Im Selbstverlag der Herausgeber. Wien 1880. I. Jahrgang. Erscheint seit Mai 1880.