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Das jüdische Literaturblatt · 1876-06-15 · Nr. 12. (15.6.1876) · p. Seite 48

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
5 (1876)
Issue
Nr. 12. (15.6.1876)
Date
1876-06-15
Page
Seite 48 (sequence 4)
Language
German
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dieses Landes mit Juden doch ziemlich jungen Datums ist. Die Erwähnung dieses Landes fanden wir nur in de» Response» 16 .§ חות יאיר, S. 26 und daraus excerpirt in לחג! הפנים• Zu I. Dea S. 62 und in פית לחם יחוחח zu I Dea 8.276 lit.י׳ angehend מטבעות שנטבעין במדינות שווידין בשם ■של ד אותיות ferner Resp. חינוך בית יהודא zu Ehosch. Mitseph. 8. 98, S. 46, Betreffs מחר" יחיאל ז״ל שברח בעת הזעם מלחמת שויד ושארנעצק מק״ק פוזנן לק״ק ווירמש und noch in Mendelsohns Einleitung zum Pentatenchcommentar; so heißt cs in der unpaginiite» Ausg. (Wien 1795) Blatt 9, a ׳בני אשכנז (שוכחים את לשונם את לשונם בזמן קצר) כאשר אלו להולאנדיא או לנווידן• Richtig ist allerdings, daß die schwedische Sprache der deutschen sehr nah verwandt ist, woraus Mendelsohn Gewicht legt, aber von einer Emigration der Juden nach Schweden, wie solche alterdings nach Holland stattfand, ist historisch nichts bekannt. Wir werden ein andres '))tot über die Ansiedelung der Juden in Schweden in d. Bl. spreche». — Wir werden denen dankbar sein, die weitere Erwähnungen Schwedens in rabb. Schriften hier mittheilen wollte». 9) Bekanntlich hält sich Jonathan b. Usiel nicht immer streng an die Halacha; zu 5. B. M. 22, 5 bezieht er das Verbot לא יהיה כלי גבו־ nur auf ציצית und ׳תפילין obwohl im Talmud Erubin 96 a schon eine Ausnahme erwähnt wird; auffallend ist, daß die Decisoren zu Or. Ehaj. 8. 17. 2 Jonathan nicht einmal der Erwähnung uöthig hielten. Wenn ich nicht irre, hat der sel. Rabbiner zu Worms. Herr K. Bamberger, 'זצ״ל ein Werk über die von der Halacha abweichenden Stellen im Jonathan versaßt, cs ist wohl im Manuscript vorhanden. 10) In Friedmann's םפרי im Auf. zu P. נצבים heißt es: הואיל ואני נפטר ביבסים גדול, was sicher ein Druckfehler ist, es heißt im Jalkut 8- 941, der Sisri citirt: בנםיויז גדול; I. erwähnt hiervon nichts in den Anmerkungen מאיר עין- 11) In der bekannten Streitschrist כונה צדק (Dessau 1818) heißt es S. 10: לבד ראח זח מצאתי לחרב פחד יצחק בערך אורג״אנו שכתב וז״ל: ואי שרי לנגן בו או אסור׳ עיין לחרב שתי •דות דף ק׳; der Vers, fügt hinzu, er kenne nur das von Men. di Lonsano, fand aber daselbst nichts über die Orgel und es mag vielleicht ein anderes Werk gleichen Namens geben, das er aber »ich! besitzt. — Die an eführte Stelle findet sich in dem vom Mekize -Nirdamim- Verein herausgegebencn Pachad Jizchak gar nicht, und werden wohl verschiedene Recensionen des ursprünglichen Textes vermuthet werden dürfen. 12) In Sal. Cohens תורת לשון עברית (Wien 1825) heißt es S. 85: קרא״ mit את lesen, nennen, und mit אל oder ל rufen, einladen." Natürlich ungenau, da קרא mit ל auch ״nennen" heißt, sieh des. 4. B. M. 32, 42. Raschi sucht hier die Erklärung für ה׳ רפח in י' ייקרא לה der Grund mag sein, daß hier עיר supplirt werden muß und עיר gen. com. ist; Lev. 25, 30 hat das Keri לך und andere Stellen, wo עיל gen. »1. ist, geben die Lexica an; es mag hier somit das zweifelhafte genus des zu supplirenden Wortes angedeutet sein*). *) Wir haben für dieses He rapha eine andere, wie uns scheint, plausiblere Erklärung. Es Hütte hier, wie im vorhergehenden!!terse 4 t, eigentlich der Plural (להן) stehen müsse», allein nach einer schon von S. D. Luzzatto (zu Aencs. c. 27, 46.) angedeuteten Lchreibregel pflegte man ost in Füllen, wo daS eine Wort mit demselben Buchstaben endete, mit welchem daS solgende anfing, den Schlußbuchstaben beim vorher« gebenden Worte fortzulasse», (spater wurde er klein dazwischen geschrieben — L. erklärt damit eine große Anzahl von ־־־ (',!ירוה)• So ging es auch hier: das Hun des solgenden נבה ist auch zu לה hinauszuziehen, daruin mußte, wie die Massora richtig anmerki, das ח' רפה sein. Aucy der Baal ha-Xaauiim scheint mit dem Me re ha Kephula darauf ׳ haben aufmerksam machen wollen. (Anmerk, der Red.) * ,1.0 >crn y t Aeaacieur: Dr. M. Aahiner. i)cucf von!5 13) Wie Perles (in Frankels Monatsschrift X. Jahrg S. 349) die Worte des Jeruschalmi ותהא אח־ני נקובה בארק mit ״senket meinen Sarg tief in die Gruft" übersetzt oder paraphrasirt, ist mir unerklärlich; s. Levy's Nenh. u. Chat. Wörterb. 8. v. ארון! die Worte haben ja die einfachste Bedeutung: Durchlöcherung des Bodens ain Sarge. Zur Anm. 6 ibid. S. 348 erlaube ich mir zu bemerken, daß sowohl Jona 83, b wie Jebamoth 86, b nicht ׳בי קברא sondern ׳ב קיברי steht und zu Anm. 58 ibid. S. 387 möchte ich hinzufügen, daß Grab auch schlechthin מקום heißt, s. Raschi zu Ketuboth 103, b zu Ende. — DasRabba Koheleth I, 7 (nicht 8) vorkommende קבריאל wird von Matnot Kehuna zu Bereichit cap. 13 als Flußnainen erklärt; die Wörterbücher erwähnen freilich das Wort nicht. (Forts, folgt.) Literaturbericht. Recenfioncn. Aatonek, Joseph, Rabbiner. Wissenschaft und Religion, eine pro: und oovtra-Beleuchtung des Materialismus, Darwin, Häckel, Brückner. Budapest 1876. (1 fl. 20 Kr.) Der durch einige schätzenswerthe Schriften auf dem Gebiete der biblischen Lexicographie bekannte Herr Berf. will in dieser Schrift gegen die Schöpfungs- und Descendenz-Thesrie Darwin's u. A ankämpsen, und den bibl. Bericht mit der Wissenschaft in Einklang bringen. Das Unternehmen an und für sich ist sehr löblich. Der Verf. kämpft für die Thora gegen den Materialismus, er ist mit anerkennenswerthem Eifer bestrebt, die alten traditionellen Anschauungen über Weltschöpfung u. Men(chMabstammung zur Geltung zu bringen. Wir bezweifeln dennochswb es ihm einerseits gelungen, den Darwinismus mit lelicographischen Bemerkungen zu widerlegen, und andrerseits überall ganz im Sinne der strenggläubigen Israeliten zu argumentiren. Die ganze Darstellung der Schöpfungs- oder, wie der Verfasser sie nennt, ״Entstehungsgeschichte" ist viel zu gesucht und dient wenig mehr zur Aufklärung, als die gewöhnliche Uebersetzung des Bibelwortes. -ie Uebersetzung (S. 28) ״ בראשיתals Vorzügliches" ist nicht stichhaltig; ברא übersetzt der Verf. mit ״gefiel" ״beliebte". Alle S. 56 angeführten Stellen, in denen dieses Verbum vorkonnnt, sind nach dieser Erklärung schwer zu verstehen. Schließlich soll man hiitter ברא das Wort לעשוה fich als Ellipse hinzudenken. Das heißt doch wirklich יעקר חסר מן ד,םפר denn gerade dieses Wort dürste als das eigentliche Verbuin hier nicht fehlen. Nach der Erklärung des Verfassers hätte die Bibel kein Wort für ״Schöpfung" ja nicht einmal für ein modificirtes ״Entstehen." Wie soll man endlich die Ausführnngen des Verf.'s in der Anm. S- 58 mit den von ihm selbst S. 12 n. 13 acceptirten Citaien von Häckel und Bruckner vereinbaren? Wie wir bereits bemerk! haben, ist trotz der weitläufigen und genauen Erörterungen des Verfassers über die Schöpfungs- Geschichte manches unklar. So soll auch das Wort ״ אדםGrundwesen, Nepräsentaut, Vorgestellter" bedeuten (S. 35), was nicht recht verständlich, und dieselbe Bedeutung wird S. 38 auch auf שת übertragen, ohne dadurch verständlicher zu sein. — זאת הפעם übersetzt der Verf.: ״Dieses (das Weib) ist eine ״Spur", ein ״Abdruck" von inir. Doch genug der Proben. Trotz mancher Euriositäten enthält das Schriftchen doch auch manche recht schöne Erklärungen und anregende Gedanken, wie z. B. S. 70 das über ״ מאורLichtvermittler" Gesagte. Darum wird der nachsichtige Beurtheiler dem Verfasser für sein redliches Bemühen Achtung und Anerkennung nicht versagen. Magdeburg. Nathanson. Scharnke in Barby. Verlag: Robert Friese in Leipzig.

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