Das jüdische Literaturblatt
- Journal
- Das jüdische Literaturblatt
- Volume
- 4 (1875)
- Issue
- Nr. 7. (1.4.1875)
- Date
- 1875-04-01
- Page
- Seite 28 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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28 — S. 35 ist die Rede von dem Briefe des Maimonides, in , dem er seinen Sohn auffordert, sich ausschliehlich mit den! Erklärungen Jbn Esra's zur heiligen Schrift zu befassen, j während er die Werke deutscher und französischer Gclehr.en verwirft. Salomo Luria (ו״ש״ל) macht diese Aeußerung,Vorrede zum רמב״ם זת^יש״ש חולין zunt Vorwurf, er bedient sich der Worte: ואמת שבבר שקל הרב למטרפבה . Fast derselbe Wortlaut, welchen der Vers. S. 31 aus Luria ai.-־ Wendel. Telmedigo, dem die Acußerungen Luria's und gleichgesinnter Rabbiner, bezüglich der Schriften des Jbn Esra ׳ nicht unbekannt geblieben fein dürste, rügt solche in höchst unanständigem Tone, indem er von den Rabbinern spricht in Ausdrücken wie: ואלו חזירי יער oder: מלא חפנים ע!) שכורים) Weiler heißt es dort: ״Auch weiß ich, daß einer von den Groben iyn fanatisch angegriffen, aber ich niag seine Thorhci! nicht niederschreiben." Geiger beincrkt hierzu (S. 7t>. ): ״Es mag dieser fanatische ztriiiker I. E'S ein Zeitgenosse des Mai-׳ monides gewesen sein, der weiter unbekannt ist." Wie ich glaube, hat Delmedigo hier den ׳רע״ל seinen Zeitgenossen, im Auge, welcher in der bereits erwähnten Vorrede zum ׳י״ש״ש wo er Maimonides tadelt, daß er die Werke des Jbn Esra so angreiit. auch dieselben gleichzeitig von seinem strenggläubigen Standpunkte aus sehr ungünstig beurtheilt.') i) Uebrigcns soll der vorerwähnte Brief v.s Maimonides unecht sein. (Siche Note 72 das.) — S. 66. Die Ansicht, welche der Verfasser hier über den רש״ל ausjpricht ״אשר גם אותי ידעני לחפשי קצת בדעותיו״ stimmt wenig mit dem Bericht von dem nächtlichen Wltnder, das sich ihm ereignet (in verschiedenen Vorreden, besonders in der zum ד׳ש״ש גטין• (Schluß folgt.) La Conqu£te du Monde par les Jinis. Essai d'histoire et d’actualit6 par le Major Osman Bey. Bille, 1 chez Chr. Krüsi. 1 l Jahrtausende hindurch zerbrachen sich die Weltweisen l aller Völker neu Hopf über das Problem: ״Wie doch so j elend unser Leben sei", und über die Wurzeln desselben. Die wideriprechcnbsten Hypothesen wurden zu Tage gefördert, und wer nicht eben bescheiden genug war, die Offenbarung des ״Warum" erst vom Äuserstehnngstage der Tobten zu erwarten, mußte sich dem einen oder dem anderen der im Irrgarten der Sopbistik uniheriaumelden Welleinranker anschließen Das lebende Geschlecht hat dies nicht mehr nöthig, ihm ist Heil widersahre». Aller Ungewißheit ist ein Ende , gemacht. Das große Mysterium hat seine Deutung gesunden. Spielend hat Herr Major Osman Bey die?frage gelöst, au welche einst auch in einsamen Winternächlen die Phädra vergebens ihren Scharfsinn verschwendet. Rach ihm rührt alles Elend der Menschheit von den — Juden her, und nur seiner ganz besonderen Hnmanilät hat 1s die hebräische Diaspora zu danken, wen» sie uid>l auch sür ״Cholera" und ״Reblaus" verantwortlich gemacht wird. Dir Herr Major unterscheidet sich von der großen Reihe seiner schriftstellerischen Gesinuungsgenoffen weder in der Farbe »och in den Argumenten Notiz. George 21» i 1 h, der glückliche Entstffercr dcS Ücilinschriften-Berichts über dir Sintsluth, hat, wie das ״Athenäum" vom 13. ,\ctm1ar berichtct, auf einer der vielen taufend von ihm bei den Ausgrabungen der ״Biblioihelelaimncr 2ennachcribs" ausgesundenen assyrischen Tafeln auch die Legende vom babylonischen Tlmrmbau wiedergesunden. Auch daß die allen gabylon.er an eine Fortdauer ver Seel« nach dem Tode, an Himmel und Völle geglaubt, ergibt sich ihm mit Bestimmtheit aus diesen Tafeln. Tie :itegio» der 2eligen h.itzt daselbst 2״amu", für ״Völle" findet sich unter anderen die Bezeichnung ״^skalli." (Beide Namen erinncrn an die entsprechenden hebräischen: שמים׳ שאול Red) Briefkasten der Redaction. .vr. I. in N. Line ״Widerlegung" der Boi disant wissenschaftlichen Angriffe in dem bek. Mainzer Bl. auf des sel. Frankel Jeruschalmi- Commentar folgt in der nächsten Nr., unter theilweiscr Benutzung Ihrer treffenden Bemerkungen. LITERARISCHE ANZEIGEN. Zur gefälligen Beachtung! Iiu Selbstverläge des Unterzeichneten sind erschienen und zu beziehen: 1) Ein Tag in der Bretagne, Drama in 5 A. 1 Thlr. 5 Sgr. 2) Ich wünsche wohl gespeist zu haben, Lustsp. in 4 A. 20 Sgr. 3) Vergilbte Papiere, Sch in 5. A. (Aus der Preuss. Gesch.) 1 Thlr. 4) Ein Auferstandener, L. in 3 A. 2.־! Sgr. 5) Auch ein Opfer des Krieges, L. in 3 A. 20 Sgr. 6) Aus der Tante Voss, Dr. Sch. in 1 A. 15 Sgr. 1 7) Ehre verloren und wiedergewonnen! Scli. in 3 A. 1 Thlr. 8) Gold! Dr. Märchen in 3 Abth. m. Musik, Gesang u. Tanz. 20 Sgr. 9) Einsilbig! L in 1 A. 25 Sgr. 10) Tycho de Brahe's Jugendleben, Lieben u. Leiden, Sch. in 3 A. 20 Sgr. 11) Die neue Läslei schule, L. in 5 A. 1 Thlr. 12) Der Recenseut und das Thier, L. in 2 A. 131 Mit Amor ist nicht zu scherzen, L. in 2 A. 28 Sgr. 14) Ein Polterabend mit Hindernissen, Drain. Scherz in 1 A. 15 Sgr. 15) Friede und F-eude! L in 2 A. 20 Sgr. 16) Liebeswahnsinn, Sch. in 5 A. 17) So rächt mau sich! L. in A. 15 Sgr. 18) Die Rose von Albano, romant. L. in 4 A. 19) Eine Üiihterstube, Lebensbildchen in 1 A. 15 Sgr. 20) Alle und neue Zeit, Tragödie in 5 A. 21j Die Schmollenden, Dr. Polterabendscherz 5 Sgr 22) Künstlerleben, Singspiel in 2 A. 23) Ueber die Wirkung und Bedeutung der Tragödie für das geistige Leben des griechischen Volkes, mit specieller Rück- 1 sicht auf die Poetik des Aristoteles und I das Theater der Gegenwart. Philosoph.- I dramaturgische Abhandlung. Nebst ei- * nein Wörtchen über Humboldt s Kosmos und Aphorismen über Dramen und Dramatiker. l Thlr. 24) לישרים קהלה (Lajescharim Tehilla) von M. CI1. Luzatto, metrisch bearbeitet unter dem Titel: Des braven Mannes Lob und Preis! Allegor. Drama in 3 A. Mit Prolog und Erklärung sowie einem Blumcnsträusschen und Hochzeitslied. 2 Thlr. Gewidmet, meinem hochseligen Vetter Dr. Michael Sachs. 25) Aus meinen Tagebüchern, Erlebtes und Beobachtetes, Gelesenes und Selbsterdachles. 2 TI,eile. Prosa und Poesie. 3 Thlr. 26) De rantico Mosis. (Commentar. in Deut 32 v. 1—43). 1 Thlr. Dr. Simon Sachs,! Berlin, Universitätsstr. 5. Zn der Unterzeichneten Buchhandlung ist zu haben: De Elihui sermonum origine atque auctoie. Cüuimentatio philologica - critica Dr. Jmmauuel Deutsch. Preis: 2 Mark. ' Dirlrich’sche Buchhandlung in Göttingen. M. Poppelaaer’s BoiMaMliii n Berlin C., 61. 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