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Das jüdische Literaturblatt · 1875-03-18 · Nr. 6. (18.3.1875) · p. Seite 24

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
4 (1875)
Issue
Nr. 6. (18.3.1875)
Date
1875-03-18
Page
Seite 24 (sequence 4)
Language
German
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34 ׳!י In der Thal bekundet der Verfasser fast auf jeder Seite feine Liebe und Verchrung für die von ihm beschriebenen Rabinnen. Wenn er von Einem etwas 'Nachtheiliges zu berichten ten hat, so weiß er durch Emschuldigungsgründe ihn wieder zu rehabilitiren. So wußte er (Anm. S. 34) de» S. 30 von Mahram Lubiin sehr heradgewürdigten1(ז. Joseph Aschkenasi durch «ine ausgefundene Handschrift.noch zu Ehren zu bringen. Was das sehr interessante Werk selbst betrifft, so hat der Verfasser alle seine Angaben von Facten, Jahreszahlen und Noten so sorgfältig verglichen und geprüft, daß er nur selten etwas dazu zu bemerken übrig läßt. Auf einige solcker Punkte sei im Folgenden ergänzend und berichtigend hingewiesen. Der in der Vorrede S. 4 erwähnte R. Moses Landau wird in Grätz (Gesch. d. I. IX. S. 473) mit dem Vornamen ״Samuel" angeführt. Der R. Salomon Runkel, dessen Grabstein S. 172 verzeichnet, ist mit Bestimmtheit nicht derselbe, welcher im "ש״ל״ה und מהר״יל erwähnt wird In den Anwerk. S. 11, 4 wird im Namen des Sifthe Jeschenim angeführt, daß der jüngere Runkel der Verf. der beiden Werke ליקוטי ר״ז רונר׳,על und חתן דמים ist, wogegen in den Nachbemerkungen von Halber׳ stamm S. 66,4 aus Zunz: ״Zur Geschichte 2c." 105 und 283 angeführt wird, daß der ältere Runkel der Vers, des חתן דמים fei. Für die erste Behauptung sprechen aber die Umstärche, daß erstens (worauf Zunz ibid. aufmerksam macht) im חתן דמים Joseph Karo citirt wird. Dieser Karo kann aber kein anderer als der Verfasser des Schulch. ar. gewesen sei», da der ältere Joseph Karo, wie Geiger Parschandatha S. 33 (Anmermerkung) richtig bemerkt, mit ממדיות)! uno דמדם nichts zu thun, der spätere Karo aber zur Zeit des ersten Runkel noch nicht gelebt hatte. Ferner spricht auch der Umstand, daß der Schwiegersohn des Mahral aus Prag, ein Zeitgenosse des Verfaffers, nach dessen Tode das unvollendete Werk ergänzt hat, dafür, daß der spätere Runkel der Verfasser des erwähnten Werkes ist. DaS Todesjahr des früher» Runkel ist hier und Zunz 105 und 283 unrichtig angegeben. Mahri>. der Schüler des Runkel, welcher nicht, wie hier, S. 7. ק׳פ׳ו, sondern wie in dessen Werk Anfangs ה׳פסח und Ende ה׳ר׳ה zu lesen ist und wie auch Gans im Zemach David und Grätz Bd. 8. S. 146 richtig angibt ק׳פיז gestorben ist, nimmt in einer Deraschah, welche er in seinem Sterbejahr gehalten דשות von seinem Lehrer Runkel, folglich muß R. noch קפז am Leden gewesen sei». (Siehe Mahril Hilch. Peßach.) UebrigenS ist hier auch S. V das Sterbejahr des später» Runkel 'ש׳כ׳ג falsch angegeben, da er auf seinem Grabstein S. 172 ש׳כ׳ב lautet. Betreffs der Verwechselung des Namens ״Krakau" mit anderen ähnlich klingenden Orten, worüber der Verf. im Vorwort S. IX redet, bemerke ich, daß Krakau aus dem erwähnten Grunde wohl an ein Jahrhundert für den Geburtsort des karäischen Versaffers des ״Chisuk Emunah" gehalten wurde. Dieser schrieb sich nämlich aus ״Troki", welches man mit ״Krakau" verwechselte — und selbstredend den Verfasser dann auch für einen Rabbaniten hielt. Erst im vorigen Jahrhundert haben christliche Gelehrte (Wolf rc.) durch Lollation die Verwechselung aufgeklärt. Noch beiuerke ich zu der angeführten Stelle, daß der Versaffer trotz seiner Auseinandersctzultg die beiden Wörter קראקא קדמונה unaufgeklärt gelaffen. (Schluß folgt.) Kotit■ Von Rabbiner Dr. I. Levy, dem Verf. des ״Chald. Wörterb. über die Targumun", erscheint demnächst im Verlage von F. A. Brockhaus in Leipzig: ״Reuhebräisches und c h aldäisches Wörterbuch über die Talmudim und Midraschim"; ebenfalls mit Beiträgen von Prof. vr. Fleischer, die besonders das Persische und Arabisch« näher behandeln sollen. Das gaeze Werk wird ungefähr 200 Bogen in Quart umfassen, u. in 12—IS Lieserungm von je 14 Bogen zum Subskriptionspreis« von je k Mark erscheinen. Briefkasten der Skedaction. Hr. Oberrabb. vr. Kl», in F. Ihre ״Proben aus der beabsichtig» ten Acuchedition" in nächster Nr. — Hr. vr. W. B. Ihre beiden intereffanlen Mitrheilungen sind nicht weggelegt, sondern kommen sobald Ra»1» — Eine Besprechung der ״Hellenistischen Studien" von vr. Freudenthal bringt ebenfalls di« nächste Nr. LITERARISCHE ANZEIGEN. K«*MMfch«O PVHhW-W«8«Hr». DaS soeben erschienene Doppelheft, das auch die an der Bahre Frankel's gehaltene Trailerrede von Rabb. Dr Ad. Schwarz eulhält, wird gegen Einfendung voil 1 Mark 25 Pf. — auch in Post.narken — unter Streifband versandt. Die erschienenen 5 Hefte, die über 20 Predigten enthalte», sind für 1 Thlr. baar zu beziehen durch die Expedition der isr. Wochenschrift in Magdeburg. DaS halbjährliche Abounenlent (aus 6 Hefte) kostet bei allen Postanstalten 1 Thlr 5 Sgr. _ In meinem Verlage ist soeben erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Zum erstenmale in hebräischer Quadratschrift, nebst einem Anhange textkritischen Inhaltes, herausgegeben von Dr. Adolf Brüll. 5 Theile für 8 Mark. 404]_Wilhelm Erras, Frankfurt a. M., Buchgasse Nr. 3. m Rur noch i» wenige» Krempfareu vorräthig. Durch die Buchhandlung Emil EhlerS in Rendsburg zu beziehen: ״Ursprung und GntstehungSzeit de- Buche- Kohelet * Von I. S. Bloch, Rabbiner an der isr. Gemeinde u. Oberlehrer an der isr. Elementarschule zu Rendsburg. Vret» 2 ».■TO. H. Magert BactaJlij tu Berlin 0., 6l. 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