Das jüdische Literaturblatt
- Journal
- Das jüdische Literaturblatt
- Volume
- 4 (1875)
- Issue
- Nr. 4. (15.2.1875)
- Date
- 1875-02-15
- Page
- Seite 16 (sequence 4)
- Language
- German
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16 genen Sinn erhalten. Vielmehr ist er als קנמי את zum Folgenben zu ziehen, was eine mit dem biblischen בריתי את ganz analoge Construrtion gibt. — Das schwierige מנם (Zeile 5ץ, wird durch das talmudische מנת erläutert. Zum Verständinß des Passus אל תשמע ברנם (Z. 61 eitirt .verr ,U. mit Glück des neuhebr. ו־נכר בל תעם und das talm. )א מרנני רבנ^ - Dabei weiß er es wenigstens wahrscheinlich zu machen, daß diese gejürchtete ״Nachrede" aus einen frühen Tod Eschmuuazar's hinweist, worauf ihn die Talmudsielle (Taarith >56) לימות שמואלאדזומר מרנני בתרית lehrte. Wie das bei ähnlichen Arbeiten meist der Fall ist, meibet der Versager auch solche Seitenblicke aus hebräisches und talmudisches Sprachgebiet nicht, die nicht unmittelbar seinem Gegenstände zur Aufhellung dienen. So S. 26 der seine Unterschied zwischen Gebrauch und Nichtgebrauch des Artikels bei dem mit dem Hauptwort verbundenen pron. demonstrativum; S. 27 über die Etymologie von אשר! S. 45, über מ׳ als unbestimmtes Fürwort; S. 62 die Erklärung des sagenhasten Namens der Mutter Abrahams (אמתלא' בת ברנבו — Amath-El Tochter Bar-Nebo's, also in beiden Wörtern Götternamen). Die citirten Beispiele erschöpfen natürlich nicht den interessanten Inhalt unserer Schrift, sie sollen nur darauf aufmerksam machen, daß auch, wer für phönicische Epigraphie weniger Sinn hat, hier vielfache anderweitige Belehrung und Anregung findet. Zur Erklärung der Grabschrist selbst trägt der Kämps'sche Commentar in manchen Punkten Wesentliches bei. Gegen Ewald entscheidet sich k. mit den meisten Erklärern für eine spätere Absafiungszeit zur persischen Zeit, ohne jedoch mit waghalsigen Conjecturen eine genauere Fixirung unternehmen zu wolle». Auch nimmt er, wie's scheint, mit Recht, אח מ( בם (Z. 18) nicht für den persischen Großköuig, sondern für den phönicischen Nationalgott. — Ueber die wichtige Streitfrage, ob das Suffix מו auch für den Singular vorkommt, gibt (S. 67 ff.) eine ablehnende Erörterung und euiträstet die biblischen Belege dafür. Doch hat er ויסגד?ימו (Jesaia 44, 15) übersehen. Bei dem durch die Lücken schwierig gewordenen 8לאש (Z- 17) ergänzt er ein ר und erklärt אשמר mit Asmodi, 'אשמרא. was aber kaum zu billigen ist, da die Apocopirung der Schlußsylbe durch nichts gerechtfertigt wird, und dann der zorvastrische Aöschma daiiva erst spät, im Buche Tobias, und in der talmudische» Salomosage austritt, und auch da nur als Dämon, von seiner Verehrung als Gott in Vorderasieu aber keine Spur sich sinbei. S. 70 ist der aus der Sifre-Steüe zu Num. 11, 15 für das Vorhandensein eines Suffixes 3. Pers. Sing. '.7 geschöpfte Beleg schwerlich ernst zu nehmen. - Schließlich sei noch der Einleitung gedacht, welche außer zwei kurzen Abschnitten über den 'Namen )בנע und ״die Zeit der Abfassung" einen größer» bringt ״über das Berhältniß des Phönizischen zum Hebräischen und des Letzter!! zuin Arabischen." Derselbe ist ein Auszug aus einer größer» noch ungedruckteu Abhandlung und gibt besonders über das Berhältniß des Hebräischen zum Arabischen beherzigungswerthe Winke. Ueber den sog. Zielstamin, die lll. Conj. der Araber ist Ewald § 126 zu vergleichen. Aus dem bisher Gesagten ist der reiche Inhalt der K.- scheu Schrift ersichtlich; *) die lebendige, klare, dabei aber durchaus wiffenschastliche Darstellungsweise verleiht ihr noch besonderen Reiz. Druck und Ausstattung sind vorzüglich. W. B. *) Friedrich u. Hellwald, Herausgeber des ״Ausland", acceptirt in seinem ״or U. geogr. Gesellsch. zu München am 11. Dec. v. I. gehallenen Vortrag: ״Die Fahrten der Phönizier" die in obiger Schrift niedergelegtrn Resultate. Red. LITERARISCHE ANZEIGEN. 234] Im Verlag vonOskarLeiner in Leipzig erschien soeben: Geschichte der Lndeu in Mecklenburg von den ältesten Zeiten (1266) bis auf die Gegenwart (1874); auch ein Beittag zur Kulturgeschichte Mecklenburgs. Nach gedruckten und ungedruckteu Duellen von Dr. L. Zlouath. Gr. 8°, Preis 7 Reichsmark Israelit. Predigt-Magazin. Das Januar- und Februarheft wird als Doppelheit Ende Februar zur Ausgäbe gelangen. 318] Im Verlage der Unterzeichneten erschien soeben: Back, Dr. 8., Rabbiner an der Syuagogen-Gemeinde zu Liffa. Die Erzählungen nnv Religionssätze der heiligen Schrift, bearbeitet für die israelitische Jugend. I. Theil. Preis drosch. 12 Sgr., geb 14 Sgr 284] Im Verlage von Alfred Hölder (Beck'sche Universitäts-Buchhandlung) Roiheuthurmstraße 15in Wien, erschien soeben und ist durch alle Buchhandluugen zu bezieh!»: Biblische Geschichte für die O b e r k l a s s e n der israelitischen Volksschule von vr. E. Hoff. Rabbiner und öffentlich,r Neligionolehrer in proffnitz. H. Tbeil 8 Bogen. Preis 50 Kr. Oe.-W. Dieses Buch, deffeu I. Theil für die Mittelklasse n der isr. Volksschule bestimmt, bereilS in zweite r Auflage erschienen ist und von den gediegensten Fachblätlern zur Einführung in die Volksschule w ä r »1 st e u s empfohlen wurde, ist mit diesem II. Theile abgeschlossen und bildet ein vollständiges Ganzes. Wir sind demnach überzeugt, daß dieses Buch immer größere Anerkennung und Verbreitung finden wird. vertag von F. A. -rockhau, in Keipzig. Die im Jahre 1874 erschienenen 4 Hefte der liebr .Monatsschrift Or Thora Das Merkchen ist durch sämmtliche! sind für 4 Mark --- 2 fl. baar durch Buchhandlungen zu beziehe», sowie auch : den Mitredacteur derselben Hrn. Dadirect von der Verlagshandlung unter s vid Kohn-Zedek in Janow (bei Einsendung d׳S Betrages. Lenibeig) zu beziehen. Lissa (Posen), im Oct. 1874. , Man abonnirt bei demselben auch PH. Scheibkl'sche Buchhandlung. auf den Jahrgang 1875 mit 4 Th Ir. ' Verantwortlicher Redacteur Soeben erschien: Kleine Sclnl- M Hans-Bikl. Geschichten und erbauliche Lesestücke ans den heiligen Schriften der Israeliten von Dr. Jakob Auerbach. Erste Abtheil. Biblische Geschichte. 4. Auflage. Zweite Abtheilung. Lesestücke. 2. Auflage, tt. Jede Abtheilung geheftet 2 Mark. Beide Abtyeitungen in einen Band geb. 5 Mark. Von diesem als vorzüglich bekannten Lehr- und Lesebuche, das ebensowohl zum praklischen Unterrichtsmittel in Schule» dient, wie zum Vorlesen im Familienkreise geeignet ist, liegt die erste Abtheilung bereits in vierter Auflage die zweite in zweiter Auflage vor, Trotz der sehr wesentlichen Venuehrung des Umfangs wurde der anfängliche billige Preis beibehalten, damit das Buch immer weiter in Schulen Eingang finde. Für das. Haus und die Familie sowie zu Geschenken empfiehlt sich vorzugsweise die gebundene Ausgabe. (24. 373] Soeben ist im Selbstverläge erschienen: Commentar zu שירת האזינו von D■*« Simon 8mH>. Preis 1 Thlr. Wird gegen Einsendung des Betrages au den Vers. (Berlin, UniversitätSstraße 5) franco zugesandl. Dr. M> Aay 1»er. Druck u. Verlag von E. Scharnk e in Barby.