Das jüdische Literaturblatt
- Journal
- Das jüdische Literaturblatt
- Volume
- 3 (1874)
- Issue
- Nr. 9. (1874)
- Date
- 1874-01-01
- Page
- Seite 36 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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fw doch durch das h«br. Gewand neur« Nerz. Der von dcmselben mit Entrüstung geschriebene 3(rti(«I über jüd. Abgeordnete im dPttcn Hestc S. 17Z ist recht begründet. Der wichtige, gehaltvolle Inhalt dieser Monatsschrift ist ihre beste Eurpsehlung, wir wünschen ihr die kräsligste Unterstützung seitens der jüd. Literaturftcund«, damit ihr Bestand gesichert sei. Der Preis von 4 Lhlr. für den Jahrgang, 12 Hefte umsaffend, ist wenn man die hohen Truckpreise für hebräisch und die gute Ausstattung berücksichtigt, ein verhaltnißmäßtg niedriger. Man abonnirt entweder beim Nevacteur I. aohn- Z.dek in Frankfurt a. M. oder bei dessen Lohn und Mitredacteur David Äohn-Zedet in Lemberg (tÄalizten). St. srNL' '2212 Sammlung hebr. Aufsätze, literarhistorischen, philologischen, exegetischen und poetischen Inhalts, zur Fürderung des hebr. Sprachstudiums, heransgegeben v. Marcus Weißmann. (I. Heil neuer Folge, 37Ies der vormals unter demi. Tiiel von M, E. Stern s. 21. herausgegedenen Zeilschrist) Wien 1873 (Verlag M. Weißmann II Bez. gr. Schisfgasse Nr. 2. — 96 S. Preis 80 kr. ö. W.) Das neue Hest schließt sich nach Form und Inhalt der bekannten früheren Zeitschrift an und bringt einige vierzig Nummern verschiedenster Art. Der grötztc Theil besteht diesmal aus zumeist kleineren lSedichlcn, unter denen einige Epigramme ganz besonders hervorzuhrden.sind. Ebenso!östlich ist ein der ״Börse" gewidmetes Gedicht von 4 fünfteiligen Strophen, dessen Worte säinintlich mit 2 beginnen. Wir geben zwei Zeilen als Probe: 2?ל1ת2ם 2מ1ת 22!- 2?2ור 2צוע 2צע 2אתם 122ר 2רזל 2מ212ת 2ק?ת בור־זה Die einzelnen Beiträge, welche von etwa 25 verschiedenen Schriftstellern herrühren, sind an Werth sehr verschieden, und es kann hier natürlich aus eine Analyse nicht eingegangcn werden. Was die (noch fortzusehende) Erzählung der .stosackenversolgung, welche aus dem Nusstschcn übersetzt ist und in dem bisjctzl Vorliegenden nur Bekanntes enthält, nützen soll, ist nicht abzusrhen. Auch solche Dinge, wie die Ableitung des Wortes ״Chemie" vom Lande ״Ehain's" könMcn ungedruckt bleiben, zumal die Bluette schon einuial gedruckt worden ist. Auch die Erklärung von 5 Ros. 20, 2 t gleich Zoll, Eingangssteuer, ist nicht neu, ohne darum richtig zu sein. Indessen sieht man von solchen Kleinigkeiten gern ad, und so wünscheu wir dem neuen Unternehmen guten Fortgang, d. h. zunächst diesem Heft« guten Abgang. T. Schnsarz, Hottkiev. Die Zukuilst Israels gemäß der Prophezeihung des Ies.ijah c. 53, 12 bis Ende c. 53. Wien 1874. Jacob Schloßberg. Das vorliegende Büchlein enthält «ine von neuem Gesichtspunkte aus verfaßte deutsche Uebersetzung des vielgedcuteten 3. Capitel im Jesaja (incl. der dazu gehörigen 3 letzten Verse des 52. Cap.), nebst einem di« Uebersetzung begründenden ftirzen hebr. Coinmentar. Man hat unter de״r ״leidenden Knechte" entweder einen persönlichen Messias, oder einen bestimmten Propheten, oder das Prophetenthu.n im Allqeincinen, oder endlich das gesainmte Israel als das Messiasvolk verstanden. Herr Schwarz, der mir Siecht die christologischc Zd.e nicht nur von einem leidenden Stell- Vertreter sondern anch von jcdein stellvertretenden Leiden verwirft, erblickt in dem Ganzen ein großes Sünden!-elenntniß, das die Völker, welche Israel ob de,Jen Festhalten am Monotheismus gequält, gepeinigt, gefoitert, geuwrdet, dereinsl ablegen würden, nachd«,n sie zur Einsicht gekonlinen sein werden, daß die Wahrheit denn doch bei Israel geivesen. Die Sünden der Völker, durch (nicht um) welche Israel so "viel gelitten, waren: ihr Unverstand, ihre Grausamkeit und Bosheit, die sie die ausgesuchtesten Marterwerkzeuge gegen Israel in Anwendung bringen ließen. Wie dieser Gedanke in der Ncde d.« Propheten zum Durchbruch kommt, ist aus der Uebersetzung und dem Lo.mnentar zu entn.hmen. Im Vers 8 wäre das '2? besser für c1?2׳U nehmen, als — wie der Kommentar es will — jedem einzelnen Äon ge es in den Mund tu legen. Der vielfach mißverstandene Vers tl! lautet nach der Uebersetzung unseres Autors wie folgt: ״Hält' es dein Ewigen gefallen, ihn zu zermalmen, mit Siechthum ihn zu schlagen, hätte seine Seele auf Verschulden nur gesonnen — würde er Samen sehen? so lange leben? und würde des Ewigen Wille durch ihn gedeihen?" Der Vers, hat seinem Werkchen eine exegetische Aehrenlese (מלילית) beigegeben, in welcher etwa 40 schwierige Bibelstellen (rruces interpretum) ihre durch grammatische Analyse und gesund« Exegese gewonnene meist richtige Lösung finden. Wir heben einige Beispiele heraus. Genes. 19, 2 ״Ihr müßt (nicht: ihr könnt) Morgens zeitlich aufstehen" u. s. w. (damit Ihr von Niemand bemerkt werdet). Exod. 4, 9 ״Das Waffer, welche» du nehmen wirst, soll aus dem Flusse sein, und es wird . . . ." ibidem 32,5. ״Aron ließ einen Altar vor sich bauen." Habakuk 3, 9 ״Dein (Negen-) Bogen wurde sichtbar, u. Deine Schwüre (siehe Genes. 9.) Huben das Verhängniß auf, daß die Erde in Strömen sich erbreche." Prooerb. 0, 30 heißt 1נמ2א nicht ״wird er ertappt," sondern ״ist aber etwas vorhanden," d. h. hat er nicht aus Noth gestohlen. Die Erklärung zu Hiob 3, 9 findet sich bereits im Ibn Esra. Wir haben das Büchlein mit vielem Interesse gelesen und wünschen ihm eine recht weite Verbreitung. *) Es ist durch den Vers, (in Kremsier) zu beziehen. N. *) Die ״Psalmenübersetzung" für Schulen ist uns nicht zugegangen. Red. Berichtigungen. In der Necens. ״De. Groß, R. Abr. b. D." (Nr. 8 des Literaturbl. S. 31) muß es heißen: Z. ü inuß st. müsse. — Z. 9 Heroen st. Herren. — Z. 22 Gründlichkeit st. Grundlosigkcit und Z. 29 anthrop. st. äthr. In meinem Verlage erschien soeben: מתק שפתים Hebräische Sprachlehre Mit praktischen Aufgabe« zum Gebrauch« »et« tletrrrichte in »er hebräische« Sprache. Von A. M. A.ph-1, Lehrer an der Unterrichisanstalt der isr. Neligionsgeselljchajt zu Frankfurt a. M. Erft« Avtheilung. -ritte verbesserte Auslage. Preis gebunden 13 Siibergroschen. Dieses Buch, weiches zugleich die Vorzüge einer Sprachlehre uui> eines Ucbungsbuchcs in sich vereinigl und von der Kritik mit dein größten Beisalle aufgenommen worden ist, hat in vielen Schulen Eingang gefunden und ist für viele Lehrer ein uueutbehrliches ilnd bewahrtes Hülfsmiltei für den Unlerricht iu der hebräische» Sprache geworden. Daß im Laute von 3 Jahren eine neue Auflage (die dritte) »ölhig geworden ist, maäil jede iveilere Empfehlung überflüssig. — Das Buch hat dadurch eine gewiß willkonlinene Erweiterung erfahren, daß auch oiese erste Ablheiiuug die Eonjugatioustabellen der unregelmäßigen Zeit Wörter, somit ein vollständiges ״Luacli H a p o a 1 i in“ enthält. Das dem Buche angehängte V o c a b u l >1 r i u m z u m ersten Buch Moses ist in dieser neuen Auflage zur Erleichterung des Unterrichts übersichtlich nach den Pericopen geordnet. Bei Einführung in Schilie», resp. Parthieabimhme bin gerne bereit, besondere Vergünstigungen zu gewähren, und wolle man sich zu diesem Behuse gefl. direct an mich wenden Frankfurt a./M. __I. Kauffman». 56] Soeben erschien »nd ist durch jede solide Buchhandlnng zu beziehen: Der Gottesdienst des Herzens. Israelitisches Gebetbuch für die öffentliche uild Privatandacdt von De. Levin, Rabbiner zu Nürnberg. 2 Bünde, 76 Bogen. Preis 5 Thir. 10 Sgr. Dieses Gebetbuch hat, unter Beobachtung der seit vielen Jahren aus dem Gebiete der jüdischen Liturgie gewonnenen Ncsultate, ein nach Inhat- und Form einheitliches Gepräge geichassen. Durch die Einführung der ewigen Psalmlieber in deutscher Sprache mit den nette:: Lewandowskischcn Compositionen erhält der Gottesdienst eine crhöbtc Feierlichkeit mtd durch die treffliche Anordnung das Gebet einen besonderen anregenden Charakter. Außerdem zeichnet sich das Buch vor allen bis jetzt erschienenen durch Vollständigkeit und schöne Ausstattung aus. ״Möge das Buch, so schließt sein Vorwort, religiösen Sinn und religiöse Thatkraft wecken und so das erreichen Helsen, wo;» es in der Mitte der Glaubensgenossen entsandt ivordctt." Nürnb erg, Fr-edr. Aorn'schr Berlagsbuchhaitdluug 106] Verlag ',on Oskar Leiner in Leipzig. Soeben erschien c 0 m p 1 e t der erste Band des bedeutenden historischen Werkes &rät2, kmMe Der Julei 33 Bogen Gr. 8°. Preis 2'/, Thlr. Alle Buchhandlungen nehmen Bestellungen darauf an. f 405] in meinem Verlage ist soeben erschienen: Dichterklänge ans Spaniens bessere» Gage«. Auswahl aus den Meisterwerken j(ld.-spanischer Dichter, metrisch übersetzt und mit Noten versehen von l>r. A. Sulzbach. Preis eieg. geheftet 20 Sgr. Frankfurt a. Main. Wilhelm Erras. Verantwortlicher Nedacteur: llr. M. Nahmer. Druck u. Verlag von 15. ScharnIe in Barby.