Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 2 (1911)
- Issue
- 10 (1.10.1911)
- Date
- 1911-10-01
- Page
- Seite 13 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Mitteilungen der Geschäftsstelle. Auf Grund des Beschlusses der Redaktionskommission werden hierdurch die Vereine ersucht, im Interesse der Erhaltung und Ausgestaltung unseres Verbandsorgans, die A n n o n c e n a t q u i s i t i o n eifrig zu betreiben; den Akquisiteuren, auch wenn sie Vereinsmitglieder sind, soll auf Wunsch ein Honorar gewährt werden. Wir bitten die Verbandsmitglieder, die sich durch Annoncenakquisition einen Nebenverdienst erwerben wollen, um Angabe ihrer Adresse an die Geschäftsstelle. Diese wird sich mit den Herren unmittelbar in diskreter Weise in Verbindung setzen. Unser in der vorigen Nummer abgedrucktes VercinSverzeichnis ist wie folgt zu berichtigen bezw. zu ergänzen: Elberfeld. Briefadreffe: Ernst Zivi, -Hofaue 49. Frankfurt a. M. Briefadresse: Montestore-Berein, Seilerstraße 22. Freiburg i. Br. Vorsitzender: Heinrich Mayer, Herrenstraße 53. Gee st emünde'Bremer haben. Briefadresse: S. Hopp' Bremerhat en, Schifferstr. 44. Hannover. Tag und Ort der Veranstaltungen: Kasino- Bahnhofstr. 9 (Handelshof), Zwischenstock. Vortragsabend: Donnerstag 9 Uhr. (Lesesaal stets geöffnet von 12—10 Uhr.) Hannover. Name des Vereins: „Jüdischer Frauen- und Mädchenklub". Oppeln. Briefadresse: Adolf Proskauer, Nikolaistraße. Die Verbandsvereine werden daran erinnert, daß am I. Oktober der Beitrag für das Jahr 1911/12 — Mk. 0.20 pro Kopf eines jeden ordentlichen und außerordentlichen Mitgliedes nach dem Mitgliederbestand am 1. Oktober — fällig ist. Wir bitten höflichsl um Ileberweijung der Beträge auf das Postscheckkonto Berlin 10871 unseres Kassierers, Herrn Max Schönenberg, Berlin-Wilmersdorf. Desgleichen bitten wir um baldige Ueberweisung der noch ausstehenden Abonnementsbeträge für unsere „Mitteilungen". Bei Wiederaufnahme der Winterarbeit erinnern wir unsere Vereine an die Veranstaltung der Freitagabende und Errichtung der hebräischen Sprachkurse. Durch die Bemühungen unseres verehrten Mitarbeiters, des Herrn Karl Schwarz, stnd wir in der Lage, unseren geschätzten Lesern mit dieser Nummer eine Kunstbeilage: „Der Sohn des alten Volkes" von Israels zu übermitteln. Rednerliste. In der Vorstandssitzung vom 12. Juni 1910 wurden zu offiizellenV erbandsrednern nachstehende Herren ernannt: 1. R.-A. Dr. Apfel, Berlin W. 8, Friedlichste. 59/00; 2. Ref. Dr. Ist Kahn. Köln a. R., Königsplatz 32; 3. R.-A. Lichienberg. Hannover, Georgftr. 12; 4. Ref. Dr. Oscar Nathan, Hamburg, Grindelberg 74 a; 5. Ref. Dr. Regensburger, Braunschweig, Dörnbergstr. 5. Diese Herren haben sich bereit erklärt, auch im Winter 1911/12 in unseren Verbandsvereinen Vorträge zu halten, vornehmlich über Themata, die in der Diskussion ein Eingehen auf die Jugendbewegung und die Tätigkeit unseres Verbandes ermöglichen. Die Verbandsredner erhalten außer einer Fahrkarte II. Klasse 12 M. Tagesspesen, wobei jeder angefangene Tag als voll berechnet wird. Die Reisespesen und die Diäten tragen die Vereine. — Finanziell sehr schwachen Vereinen können die Kosten für die Redner ganz oder teilweise aus der Brünnschen Stiftung ersetzt werden. Außer unseren Verbandsrednern haben sich nachstehende Damen und Herren erboten, gegen Ersatz von Reise- und Tagesspesen oder nach Uebereinkunft Vorträge aus den verschiedensten Gebieten zu halten. Referendar Leo Adler, Wipperfürth, Gaulstr. 41. Themata: 1. Das Lcebesleben der Menschen in der Bibel. 2. Jüdische Märtyrer. 3. Deutsche Rechtsätze in Bibel und Talmud. 4. WaS verdankt die heutige Kultur dem jüdischen Kaufmann? Lehrer S. Andorn, Crefeld, St. Antonstr. 87. Dr. S. Aschner, Eharlottenburg, Sydelstr. 39. Themata: 1. Die Bibel im Mittelalter. 2. Spinoza. 3. Ilriel Akosta. 4. Jüdische Elemente bei Heine 5. Jüdische Motive Börnes. 6. Ludwigs „Makkabäer". Rabb. Dr. Beermann, Insterburg. Themata: 1. Parteien im modernen Judentum. 2. Judentum und Kapitalismus. 3. Die Ausgrabungen in Palästina. 4. Nietzsche und die jüdische Moral. 5. Ibsen als Ethiker. 6. Moses und tue Hammurabbi. 7. lieber die Kraft. 8. „Johannes" von Sudermann. 9. Religio» und der moderne Mensch. 10. Die Propheten als Sozialethiker. Rabb. Dr. Behrens, Göttingen, Bunsenstr. 12. Themata: > Probleme jüdischer Geschichte. 2. Talmud und talmudische Weisheit. 3. Entstehung des Christentums. 4. Soziale Aufgaben der jüdischen Frau. 5. Geschichte der deutschen Juden im XIX. Jahrhundert. Rabb. Dr. Berger, Krvloschin cand. phil. 3theol. Emil Berger, Berlin. Krausnickstr. 14. Rabb. Dr. Braunschweiger, Kattowitz O.-Schl. Themata: 1, Jehuda Halevi als Dichter der Welt und der Religion. 2. Salomon Gabirol als Dichter und Denker. 8. M. E. Kuh, ein jüdischer Satiriker aus der Zeit Mendelssohns. 4. Aus den Anfängen der Geschichte der Juden in Deutschland. 5. Aus dem Werktags- und Festtagsleben unserer östlichen Glaubensgenossen (nach eigenen Beobachtungen). 6. Arthur Schopenhauers Menschentrutz und Tierschutz. 7. Jüdische Frauencharaktere in modernen Dramen. 8. Die Juden zur Zeit des Minnesangs ■V i — 13 > — . | t t