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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1911-05-01 · 5 (1.5.1911) · p. Seite 21

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
2 (1911)
Issue
5 (1.5.1911)
Date
1911-05-01
Page
Seite 21 (sequence 21)
Language
German
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(;um Judentum herrscht, der buch der gemeinsamen Sache zugute kommt. Und ich bin fest überzeugt, das; in Bälde die bedauerliche Spaltung einer segensreichen gemeinsamen Tätigkeit weichen wird- Auf jeden Fall aber, müssen sich die vielen hier anwesenden liberalen Juden auf das energischste verbitten, daß Herr GvSlar hier gegen ein liberales Judentum als solches anlampst. Die Frage der Berechtigung und des Wertes der einzelnen Richtungen gehört nicht hierher und steht auch nicht zur Diskussion. Genau dieselben Vorwürfe, wie gegen den Berliner liberalen Jugendberein erhebe ich mit gleicher Schärfe gegen die zionistische nnd oithodoxeJugendbewegung; daß wir bisher keinenAnlaß hatten, uns von Verbands wegen damit zu beschäftigen, lag nur an dem Unlstand, daß bislang keiner dieser Vereine gegen unsern Verband Stellung genommen hat. J»> übrigen möchte ich noch betonen daß ich heute aus Zeitmangel zu meinem Bedauern auf die Ausführungen des Herrn Rechtsanwalt Nothmann nicht antworten kann. Es sind Fragen, über die wir uns in den Jugendvercinen schon seit Jahren unterhalten. Ich möchte die übrigen Redner bitten, soweit es geht, auf die von Herrn Nothinann angeregten Fragen einzugehen. Jeder Mensch hat den Optimismus, mit dem ich nach Hannover gekommen bin, bewundert. Ich bin glücklich, daß nunmehr der Opitimismus, der mich fast als den einzigen aus der Reise nach Hannover beseelt hat, die ganze Versammlung ergriffen zu haben scheint. (Der Schluß des Berichtes folgt in der nächsten Nummer.) Aus unseren Vereinen, l Jeder Verbandsverein hat die Pflicht, die Namen derjenigen Mitglieder, die aus dem Orte seines Vereinssitzes wegziehen, der Geschäftsstelle des Verbandes unter gleichzeitiger Angabe des neuen Wohnortes und der neuen Wohnung des Wegziehenden milzuteilen. Der Verbandsverein des neuen Wohnsitzes hat die Pflicht, den neu Hinzugezvgencn zum Eintritt zu bewegen und etwaige finanzielle Vorausleistungen in den Vereinen des früheren Wohnsitzes in angemessener Weise in Anrechnung zu bringen. Von der Mitteilung an die Geschäftsstelle ist jedoch dann abzusehen, wenn der Verein des bisherigen Wohnsitzes die Überzeugung gewonnen hat, daß das ausscheidende Mitglied ivegen persönlicher Unehrenhastigkeit dem Verbände nicht zur Zierde gereicht. (Borstandsveschluß von 4. Dezember 1910.) Solingen. Nachdem von einigen Vorstandsmitgliedern des Elberfelder Jugendvereins in den letzten Wochen die Vorarbeiten eingeleitet waren, konnte am 24. April in einer zahlreich besuchten Versammlung zur Gründung eines Jugendvereins in Solingen geschritten werden. Herr Dr. Wetzstein auS Elberfeld sprach rn begeisternden Worten über „Die Notwendigkeit der jüdischen Jugendbewegung". In der sich daran anschließenden Diskussion zeigte sich volle Einmütigkeit und Zustimmung für die Zwecke und Ziele der Bewegung, und es wurde besonders freudig begrüßt, daß durch die Jugend voraussichtlich jüdisches Leben, das bisher hier gänzlich gefehlt hat, in die Gemeinde hineingebracht werden wird. Dem neuen Vereine hat sich bereits eine stattliche Anzahl von Mitgliedern angeschloffen; ein provisorischer Vorstand ist mit der Ausarbeitung der Statuten nnd eines Programms für die Sommertätigkeit beschäftigt, so daß die praktische Arbeit bald wird ausgenommen werden können. Möge der Jüdische Jugendverein für Solingen und Umgegend eine recht gedeihliche Entwicklung nehmen. Nordhausen. Ani 27. März wurde hier auf Anregung des Herrn Rabbiner Dr. Levy ein Verein der weiblichen jüdischen Jugend gegründet. Der Abend wurde durch ein Refernt des Herrn Dr. Levy eingeleitet, das die „Organisation der Juden" behandelte, und in dein der Redner die Notwendigkeit der Gründung von Jugendvereinen schilderte. Da aus lokalen Gründen der Beitritt zu dem hier bereits bestehenden Verein der männlichen Jugend „Moses Mendelssohn" nicht möglich war, schritt man zur Gründung einer selbständigen Vereinigung der weiblichen Jugend. Derselben traten 34 'Damen bei. Der erste Vortragsabend, an dem Herr Goldstein über „jüdische Sprichwörter" sprach, gestaltete sich sehr anregend. Wir hoffen, auf dem eingeschlagenen Wege recht bald auch weitere Kreise für uns zu interessieren. L. P. * * '»-»'♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ » , ♦ ♦ ♦ BW" Schlusstermine der Redaktion. ‘•I a) für den Allgemeinen Teil 81. jeden Monats b) für den VerbandSteil 83. „ „ c) für den Inseratenteil 85. „ „ Zusendnngen, die uns nach den angegebenen Daten zugehen können für die nächste Nummer nicht mehr Berücksichtigung sinden. Die Redaktion. ♦ ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ ♦'♦♦♦♦♦♦ Atwnrrerrierits-Krdiiigungeri. I. Diese Zeitschrift kostet für Mitglieder der Berbandsvereine 30 Pfennig pro Quartal. II. Die Uerdandsmitgiieder müssen dns Ktntt durch ihren Uereinsnorstnnd desteUen; dieser tritt dem Verbände gegenüber als Abonnent auf. III. Für Nichtmitglieder betrügt der Abonnementspreis 60 Pfennig pro Hnartal. IV. Nichtmitglieder beziehen das Blatt unmittelbar von der Geschäftsstelle, Berlins., Kleiststr. 12, oder durch die Post.

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