Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 2 (1911)
- Issue
- 3 (1.3.1911)
- Date
- 1911-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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I sommer- und fteiertng?uuntn!e jede Woche mit zwei Veranstaltungen belegt war. ' Die A-tihmtig der Geschäfte (Beschlüsse, Vorbereitungen ec.) lag beim Vorstand; die ihn unterstützenden Kommissionen iVertrags-, Geselligkeits-, Bibliotheks- und Werbekommission) funktionierten noch nicht mit notwendiger Präzision, so daß der organisatorische Ausbau noch nicht als vollendet angesehen werden kann; jedoch wird nach dieser Richtung seitens des Vorstandes mit größter Energie gearbeitet. Bei prinzipiellen Fragen und wichtigen Unternehmungen vereinigen sich Vorstand und Kommissionen zum sogen. Ausschuß, einer Einrichtung, die sich dadurch glänzend bewährt, daß sie die Vollversammlungen vom geschäftlichen Ballast befreit, eine sachgemäße Erledigung der Materie in kleinerem Kreise ermöglicht, gleichzeitig aber auch den Kreis der an den Sorgen und der Interna des Vereins beteiligten Mitglieder über den Vorstand hinaus erweitert. Die Tätigkeit des Jugendbundes im ersten Jahre seines Bestehens war umfangreich und mannigfaltig. Ob Erfolge erzielt worden sind, kann jetzt noch nicht festgestellt werden. Erreicht ist worden der Zusammenschluß fast der gesamten Jugend der Gemeinde: ein großer Teil sucht und findet schon jetzt die Befriedigung seiner gesellschaftlichen Bedürfnisse zum wesentlichen Teile im Jugendbunde. 8. R. Hagen. Aus Anregung und unter Mitwirkung der Herren Referendar Strauß und Bloch vom Jugcndverein Elberfeld- Barmen ist auch hier nach einer Versammlung am 3. d. M., in der die beiden genannten Herren unter großem Beifall Referate über die jüdische Jugendbewegung hielten, ein jüdischer Jugendverein begründet worden, der heute bereits über 70 aktive Mitglieder zählt. Erster Vorsitzender des neuen Vereins ist Herr Adolf Herzberg. «ottbus. Geschäftsbericht über die Zeit vom 26. September 1910 bis 8. Februar 1911. Es wurden in der Berichtszeit folgende Vorträge gehalten: Am 2. November 1910 von Herrn Nabb. Dr. Posner über: „Die Sendung Mosis". Kritik der Abhandlung von Friedr. von Schiller. — Am 9. November 1910: Herr Referendar Hammerschmidt über: „Was soll der Kaufmann von der Rechtswissenschaft kennen?" — Am 16. November 1010: Herr Bankbuchhalter A. Rotyenstein über: „Bankerotteure in, Bankgewerbe unter Berücksichtigung ihres Glaubens." — Am 28, November 1910: Herr Referendar Hammerschmidt über: „Das Recht der Haudlungsgehülfen und Handlungslehrlinge." — Am 18. Januar 1911: Herr Dr. Posner über: „Die Propheten Israels." I. Teil. -- Am 25. Januar 1911: Herr Referendar Hammerschmidt über: „Unlauterer Wettbewerb." — Am 8. Februar 1911: „Herr Dr. Posner über: „Die Propheten Israels." II. Teil. Nach den Borträgen finden stets Diskussionen statt. An geselligen Veranstaltungen sind zu verzeichnen: ein- bis zweimal im Monat finden Kegelabende statt. Ausflüge wurden viermal unternommen. Die Wanderungen sollen in Zukunft noch mehr als bisher gepflegt werden Alle zwei Monate ca. veranstalten wir einen geselligen Abend mit Tanz. In jeder Woche findet eine Versammlung statt. Kegelabende und Unterhaltungsabende, jedoch nicht Vorträge, finden außerdem noch statt. 'Nach jeder allgemeinen Versammlung ist „Gemütliches Beisammensein". Wir spielen Schach, Dame, es wird musiziert, Rezitationen ernsten und heiteren Inhalts werden vorgetragen usw. Die gegenwärtige Leitung des Vereins gibt sich die größte Mühe, das Leben im Verein recht belehrend, unterhaltend und interessant zu gestalten. Leider wird die Mühe nicht immer durch einen entsprechend starken Besuch der Vorträge und Abende gelohnt, wie es zu wünschen wäre. Das mag zum Teil an den eigenartigen Verhältnissen liegen, daß die Mitglieder, weibliche wie männliche, fast ausschließlich Fremde sind, da einheimische in Eottbus selbst zuständige junge Leute in den Altersklassen, wie wir sie brauchen, fast garnicht vorhanden sind. Die größte Mühe um den Verein und sein Gedeihen gibt sich Herr Rabb. Dr. Posner, dem dafür aller Dank gebührt. Wir hoffen, daß die Schwierigkeiten, mit denen wir jetzt zu kämpfen haben, mit der Zeit verschwinden werden und wir einer gedeihlicheren Zukunft entgegengehen. Viel Schuld an den Schwierigkeiten trägt übrigens auch der „Cottbuser Partikularismus". A. R o t h e n st e i n. i Das von unserem Verbände herausgdgebene Normalstatut gibt Aufschluss über Wesen und Tendenz der jüdischen Jugendvereine und über die Art ihrer Organisation. Es ist den neuzugründenden Vereinen ein zuverlässiger Ratgeber und Vervielfältigungen. Spezialität: Juristische und medizinische Examensarbeiten, korrekt! preiswert! schnell! für die Abfassung ihrer Statuten, den bereits bestehenden Vereinen ein sicherer Wegweiser für etwaige Abänderung ihrer Satzungen. Die den einzelnen Paragraphen beigefügten ausführlichen Begründungen machen das Normalstatut auch als Lektüre interessant und lesenswert. Das Normalstatut ist von unserem Buroau Berlin W., Kleiststr. 12, zu beziehen; der Preis desselben beträgt 20 Pf. Dora Kessler Berlin NW. 23, Flensburger Str. 19, Bhf. Bellevue. Telephon: II, 4924. Lisa Kessler Charlottenburg 2, Joachimstaler Str. 41, Bhf. Zoo. Telephon: Chlbg. 9163. Beste Referenzen, Soeben erschienen! Ueber die insMmig und indigig des Kaufmanns Alfred Behrens-Hamburg (Beisitzer im Kaufmannsgericht) Wichtig für jeden Kaufmann! Preis 75 Pf. — In allen Buchhandlungen zu haben. Verlag Otto Meissner-Hamburg. Stuttgart Streng "120 Neu eröffnet! Pension BLOGH Friedrichstraße 38, 1. St. am Bahnhof. Speisen zu jeder Tageszeit. Verantwortlich für die Redaktion: Alb. Jacoby-Schöneberg. Verlag: Verband der jüdischen Jugendvereine Deutschlands, Berlin W. 02, Kleiststraße 12. Druck: Bu chdrnckerei Wilhelma R. Saling A Co., Berlin SW. 68, Hollnmnnstraße 10. 4244^714^546