Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 2 (1911)
- Issue
- 3 (1.3.1911)
- Date
- 1911-03-01
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Miitkililllgkil des “ ' " des jüdischen Jugendvereins Hannover betreffend die Driegirrtrn-Nersammlnng am 10. März 1911: 1. Am Borabend der Delegiertenversammlung, Sonnabend, den 18. März 1911, Abends W« Uhr: Begrüßung der bereits anwesenden Delegierten im Kasino des jüdischen Jugendvereins Hannover, Josefstraße 17 pt. (Straßenbahn Nr. 1 vvn Cafe Kröpke ab, Haltestelle Josefstraße.) Zwangloses geselliges Beisammensein. 2. Am Sonntag finden sämtliche Veranstaltungen in den Räumen des Konzerthauses an der l^oethebrücke statt. (Straßenbahnen Nr. 4 und 6 von Cafe Kröpke ab, Haltestelle Clevertor.) Sonntag Abend um »7t Uhr veranstalten wir zu Ehren der Delegierten einen Purim-Wall. Zur Aufführung auf dieser Festlichkeit gelangt unter andi rem „Esther" von Grillparzer; ferner finden Turnerische Vorführungen der „Vereinigten Turnerschasten (Jüdische Turnerschaft Hannover — Turnvereinigung von 1904)" statt. Z. Am Montag, den 20. März 1911 findet eine Besichtigung der Israelitischen Erziehungsanstalt in Ahlem bei Hannover statt, zu der alle Delegierten von der Verwaltung der Anstalt in liebenswürdiger Weise eingeladen sind. Wir hoffen bestimmt, daß eine große Zahl von Delegierten sich an der Besichtigung beteiligen wird, und bitten im voraus, nach Möglichkeit uns eine Zusage hierfür baldigst schriftlich zukommen zu lassen. Selbstverständlich sind zu dieser Besichtigung die mitanwesenden Damen der Herren Delegierten herzlich willkommen. 4. Am Freitag, den 17. März, Abends von <»7a Uhr ab: Zusammenkunft der schon anwesenden Delegierten in Hoffmanns Hotel, Schillerstr. 1t» I (eventl. gemeinsames Abendessen). Sonnabend-Nachmittag, von 37a Uhr ab: Zusammenkunft im Cafe Kröpke (3 Minuten vom Bahnhof). Im eigenen Interesse der Delegierten bitten mir, wegeil Beschaffung von Wohnung in den Hotels an Herrn Moritz Salomvn, Herrschelstr. 32, baldmöglichst Wünsche gelangen zu lassen, insbesondere auch anzugeben, ob besonderer Wert auf Wohnung im jüdischen Hotel gelegt wird. Im letzteren Falle bitten wir um möglichst umgehende Benachrichtigung, da die verfügbaren Zimmer nicht sehr zahlreich sind. Alle übrigen Anfragen, soweit sie Hannover betreffen, bittet man an den Unterzeichneten zu richten. Rechtsanwalt A. Lichtenberg, Vorsitzender des jüdischen Jugendvereins Hannover, Georgstr. 12, I. Nus unseren Vereinen. Jeder Verbandsverein hat die Pflicht, die Namen derjenigen Mitglieder, die aus dem Orte seines Vcreinssitzes wegziehen, der Geschäftsstelle des Verbandes unter gleichzeitiger Angabe des neuen Wohnortes und der neuen Wohnung des Wegziehendeu mitzuteilen. Der Verbandsverein des neuen Wohnsitzes hat die Pflicht, den neu Hinzngezogcnen zum Eintritt zu bewegen und etwaige finanzielle Vorausleistungen in den Vereinen des früheren Wohnsitzes in angemessener Weise in Anrechnrmg zu bringen. Von der Mitteilung an die Geschäftsstelle ist jedoch dann abzusehen, wenn der Verein des bisherigen Wohnsitzes die Überzeugung gewonnen hat, daß das airsscheidende Mitglied wegen persönlicher Unehrenhaftigkeit dem Verbände nicht zur Zierde gereicht. Hamburg. Der jüdische Irr ge ndbund Ham - b rr r g hat in den vergangenen Monaten einen weiteren erfreulichen Aufschwung zu verzeichnen. Nicht nur die Tatsache, daß die Mitgliederzahl jetzt das dritte Hundert überschritten hat. sondern auch der überaus zahlreiche Besuch unserer Versammlungen, sowie die rege Teilnahme an den unseren Vorträgen und Referaten folgenden Diskussionen liefern den besten Beweis dafür. — Zum großen Teil verdanken wir dieses der rührigen Tätigkeit der Kommission für geistige Interessen, die sich' speziell durch die Einführung der alle drei Wochen stattfindenden gemütlichen Freitagabende ein besonderes Verdienst erworben hat. — Wir sind in der angenehmen Lage, durch die Opferfreudigkeit uns nahestehender Personen unseren Mitgliedern an diesen Abenden außer den geistigen Genüssen auch eine bescheidene unentgeltliche Bewirtung zukommen zu lassen. Naturgemäß haben wir den Hauptwert unserer Tätigkeit auf die Abhaltung von Vorträgen gelegt, die sich sowohl mit spezifisch jüdischen als auch allgemeinen Themen befassen. Die Errichtung einer Schach-Abteilung hat uns eine weitere Anzahl von Freunden zugesührt. Denselben Erfolg versprechen wir uns von der beabsichtigten Einrichtung einer Abteilung, die sich die Pflege der deutschen Literatur und Kunst angelegen sein lassen soll. Um unsere Mitglieder über die wichtigsten Ereignisse und die aktuellen Fragen des Judentums aus dem Laufenden zu halten, veranstalteten wir Zeitungsabende, in denen über uns interessierende Berichte der jüdischen Presse aller Parteirichtungen von vorher bestimmten Mitgliedern referiert wird. Die für den Monat März beabsichtigten st a a tswissenschaftlichen Kurse geben unseren Mitgliedern Gelegenheit, Einblick in die Verfassung Hamburgs und Deutschlands zu gewinnen und sich über die Rechte und Pflichten des Staatsbürgers zu orientieren. 4 02038713