Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 2 (1911)
- Issue
- 2 (1.2.1911)
- Date
- 1911-02-01
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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die durch ein treffliches, von Herrn Salo Fische! dem Verein gewidmetes Tafellied und durch ausgezeichnete gesangliche und deklamatorische Vorträge unseres Mitgliedes Frl. Rose Stern eine angenehme Würze erhielt. Wir haben uns entschlossen, diese Veranstaltungen alle 4 Wochen stattfinden zu lassen. Emden. Am 1. Januar hielt unser Montefiore-Verein seine Chanukkafeier ab. Dieselbe war von etwa 850 Personen besucht und nahm einen recht guten Verlauf. Die Feier wurde durch eine Ansprache unseres ersten Vorsitzenden Herrn Edgar Meyer eröffnet, der uns hierbei in zündenden Worten die Makkabäergeschichte vor Augen führte und darauf hinwies, daß auch wir heutigewJuden Makkabäer sein müßten, um, wenn auch mit den Waffen des Geistes unser Judentum zu verteidigen. Wir sollten nicht jüdisch oder modern, sondern jüdischmodern sein. Hierauf zündete der älteste Knabe aus dem hiesigen Waisenhause die Chanukkalichter an, worauf die ganze Gemeinde das Moaus-Zur anstimmte. Zu den nun folgenden mit großem Beifall aufgenommencn Aufführungen hatte uns u. a. Herr vr. Mannheimer-Oldenburg |in liebenswürdigster Weise zwei seiner Stücke („Chanukka und Silvester" und die „Pilgerinnen") zur Versügung gestellt, die den Glanzpunkt des Abends bildeten, ebenso fand das „Chanukkafestjpiel" von S. W a ch s n e r großen Beifall. Den Aufführungen folgte ein Ball, der die Anwesenden noch bis in die Morgenstunden in großer Fröhlichkeit zusammenhielt. I. A.: Mar v. d. Walde. Briefkasten. Jüd. Jugendbund in D. Wir erinnern Sie daran, daß die Herausgabe eines Verbandsorgans dein Vcrbandsborstande bald nach der Gründung des Verbandes mit auf den Weg gegeben worden ist, und daß diese Frage die Verbandsleitung und die literarische Kommission eine längere Zeit beschäftigt hat. Nur dem Wunsche der Mehrzahl unserer Vereine folgend, ist die Verbandsleitnng an die Herausgabe des Organs geschritten und nachdem die überwiegende Mehrheit der Vereine die bekannte Abonnementsverpflichtung cingegangen ist. Das Verbandsorgan hat sich bei Propagandnzwecken sehr bewährt und ist für uns von unschätzbarem Werte. Es nützt aber auch jedem Vereine und jedem einzelnen Mitgliede, da wir erst jetzt von den Protokollen, Zuschriften der Geschäftsstelle, der Ausdehnung der Bewegang u. a. m. zu erfahren in der Lage sind. Das Verbandsorgan hat aber auch bereits Freunde und Gönner gefunden, die größere Beträge als Jahresabonnement bewilligt haben, um dadurch nicht blos die Existenz des Blattes zu sichern, sondern auch die Jugendbewegung zu fördern. — Wenn die Herren Vercinsvorstände ihre Mitglieder daraus ausmerksam machten, daß eS sich hier um eine große Sache, dagegen um ein kleines Opfer handle, nämlich um 10 Ps. — d. h. um einen Schnitt Bier oder 2 Zigarretten weniger im Monat — dann dürfte jedes Mitglied mit Freuden ans unser Blatt abonnieren. Wir hoffen zuversichtlich, daß die Vereinsvorstände in diesem Sinne für das Organ tätig sein werden, so daß dasselbe bis zur Delegiertenversammlung mit die meist gelescnste jüdische Zeitung sein wird. A»l die Einsender von Vereindberichten. Die Zusendung von Vereinsberichten ist uns stets willkommen: für den möglichst baldigen Abdruck solcher Berichte werden wir natürlich besorgt sein. Es ist aber selbstverständlich, daß Umstände, wie Stoffülle, ältere Verpflichtungen etc. die Drucklegung bereits in der nächsten Nummer verhindern. Der Zeitpunkt des Abdrucks muß also der Redaktion Vorbehalten bleiben. Nach Liegniü. Wir bitten, in Z.ukunft darauf frcundl. Rücksicht zu nehmen, daß Manuskripte immer nur auf einer Seite beschrieben werden dürfen, die Rückseite frei bleiben muß. P. Frankfurt und Andere. Sie frage» an. welches Stück sich zur Aufführung für die Hundertjahrfeier der Emanzipation die, wie hier berichtigend mitgeteilt sei, erst 1912 statlfindel, nicht 1911, ivie es infolge Druckfehlers in voriger Nummer heißt, — wohl eignet. Etwas Bestimmtes, gewissermaßen als Norm läßt sich nicht nenne». Vielleicht sind „Die Inden" von Lessing besonders geeignet. Wir wären jedoch dankbar, wenn ans dem Kreis unserer Leser vielleicht noch andere Stücke vorgeschlagen werden. Rach Nordhausen. Eine Schrift, die die Geschichte der jüdischen Jugendvereinsbewegung behandelt, existiert bisher nicht. 1 '"Jf l J; -.1 V .4 — 15 —