Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 2 (1911)
- Issue
- 1 (1.1.1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 1 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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s? V Monatsschrift Preis Pro Quartal 60 Pfennig. Einzelverkauf 20 Pfennig. Erscheint am >. jeden Monats. Vi- Mittkillmgen (<■— . Anzeigen die viergesp. Petitzeile 20 Pf. Reklamen 60 Pf. Pro Zeile. Geschäftsstelle: Berlin W„ Kleiststratze 12. ■ . des Ukklmndes der jiidisllik« Ittgeitbsrreitte DeuWlMds. Nummer 1. Berlin, den 1. Januar 1911. Jahrgang 2. für Redaktion und Expedition find an die Adresse: Verband der jüd. Jngendvereine Deutschlands z. H. d. Herrn Dr. E. Finket, Berlin W. 62, Kleiststr. 12, zu richten. Zur gefi. Kenntnisnahme! Da der Teil unseres Blattes, der sich mit den Verbandsangelcgenheiten beschäftigt, diesmal besonders stark ist, eine Einschränkung bei der Wichtigkeit gerade dieses Teiles und seines Stoffes für unsere Vereine aber nicht angängig erschien, mußten wir zu unserem lebhaftesten Bedauern eine ganze Anzahl allgemein interessanter Abhandlungen und sonstiges für diese Nummer bestimmtes Material für die nächste Ansgabe znriickftellen! Die Redaktion. Finanzielle Stärkung der Jugendbewegung. Von Referendar N. Regensburger, Braunschweig. In der Vorstandssitzung vom 4. Dezember 1910 ist eingehend darüber beraten worden, wie man die finanzielle Kräftigung der Jugendvereine, vor allem aber unseres Verbandes herbeiführen könne. Ich möchte in dieser Beziehung Folgendes anführen: Es handelt sich hier um eine in der Tat brennende Angelegenheit, in der unbedingt in absehbarer Zeit etwas geschehen muß, soll nicht unsere ganze mühevolle. zukunftsfrohe Arbeit ins Stocken geraten. Je idealistischer man über die Jugendbewegung denkt, desto mehr drängt sich andererseits auch die gebieterische Notwendigkeit auf, dafür zu sorgen, daß nicht, wie so oft in der Welt, begeistertes Streben an der Geldmittelfrage scheitert. Zunächst muß es da offen ausgesprochen werden, daß viele Vereine mit oft erheblichen Geldschwierigkeiten zu kämpfen haben, daß ganz besonders aber die Finanzlage unseres Verbandes eine äußerst schlechte ist. Wie soll da geholfen werden? Gewiß wäre es der beste Zustand, wenn wir aus eigenen Kräften, aus den Beiträgen die nötigen Mittel schafften. Das mag wohl für den einzelnen Verein immerhin noch gehen, für den Verband aber ist es bei der Mannigfaltigkeit seiner immer wachsenden Aufgaben einfach unmöglich, zumal die einzelnen Vereine in der Erfüllung ihrer Verpflichtungen gegenüber dem Verbände häufig noch recht säumig sind. Die Zuwendungen der großen Organisationen, die uns von Anfang an ihr Interesse entgegengebracht haben (Großloge U. O. B. B., Zentralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens nnd neuerdings auch Deutsch- Israelitischer Gemeindebund) sowie die Unterstützung einiger weniger hochherziger Gönner genügen bei weitem nicht, um dem Uebel abzuhelfen. Wir müssen daher werbend hinaustreten in die deutsche Judenheit, wo und wie es nur immer angängig ist. Wir müssen neue, besonders auch lokale Organisationen und wohlhabende Einzelpersönlichkeiten für uns zu gewinnen suchen. Zur Rechtfertigung unserer Werbebitten steht uns doch wahrhaftig ein Gedankengang zur Seite, den keiner aus der älteren Generation abweisen kann, dem noch ein jüdisches Herz im Busen schlägt, und der die Zukunft des Judentums sichern will. Denn wir selbst sind die Zukunft. Gibt es eine bessere — i □ Stttdtu. Univ. -aibl Frankfurt' M«ln J