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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1910-12-01 · 3 (1.12.1910) · p. Seite 15

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
1 (1910)
Issue
3 (1.12.1910)
Date
1910-12-01
Page
Seite 15 (sequence 15)
Language
German
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So steht der I. I. B. heute unter den jüd. Institutionen Freiburgs angesehen da. Materiell wird er auf Grund seiner Erfolge von einer Anzahl Gemeindeangehöriger, die ihm als außerordentliche Mitglieder angeschloffen sind, durch die jüdische Gemeinde und vor allem auch durch die unentbehrliche finanzielle und geistige Mitarbeit der Breisgauloge U. O. B- B. gefördert. Rechisanwalt Deutsch. Duisburg. linserem „Verein der jüdischen Jugend" ist es gelungen, in den fünf Jahren seit seiner Gründung durch Vorträge, Diskusstonsabende, Anschaffung einer Bibliothek und gesellschaftliche Veranstaltungen seinen Zielen gerecht zu werden. Zurzeit ist der größte Teil der jüdischen Jugend Duisburgs — Damen und Herren — Mitglied des Verein« Der Verein verdankt seinen Erfolg der gemeinsamen Arbeit der Mitglieder, welcher Richtung innerhalb der Judenbeit sie auch angehören. Nachdem der Verein jetzt innerlich gefestigt ist, geht er mit dem Gedanken um, sich ein Heim zu schaffen, da» den Mitgliedern allabendlich zur Verfügung sieht und in 'dem sie sich im Kreise gleichgesinnter Freunde nach geschehener Arbeit zusammenfinden köi.nen In einem Rundschreiben ist der Vorstand an die Firmen, die jüdische Angestellte haben, mit der Bitte um Unterstützung unserer Absicht her.ingetreten. Sobald aenügende Mittel ausgebiacht sind, soll zunächst ein paffender Raum gemietet werden. Der Vorstand hofft, daß der Verein, wenn sich die Einrichtung bewähren sollte, unter hauptsächlicher Mithilfe der Gemeinde, an den Erwerb eines eigenen Heims wird denken können -Zuschriften sind zu richten an einen der Vorsitzenden: Herrn Referendar Dr. Rosenthal oder Herrn Eugen Kaufmann, beide in Duisburg, Pulver weg. Bcrthold Auerbach-Verein Stuttgart. Der Verein hat am 1 Roveiuder d. I. die Wmtersaiion 1910/11 eröffnet und inzwischen zwei stark besuchte Vortrags-Abende veranstaltet. Am 8. November spiach ein Vereinsmitglied, Dr. med Emil Levi, über „Schopenhauer" und am 22. November der zweite Voisitzende, Lehrer Leo Adler, über die „Bibel in der Musik" mii gesanglichen und pinnisiischen Erläu'erunqen. Für den 29 November ist Piosessor Dr. Hugo Kauffmann von der Kgl. Technischen Hochschule in Stuttgart gewoiinen der für seinen Boriiag das Thema „Anschaiinngen der Naiurwissenschafl" gewählt hat. In, Laufe des Monats Dezember wird u. a. Dr. med. Einstein (Vereinsmilglied) einen Vortrag über das „Wesen der Infektionskrankheiten, Immunität und neuere Heilbestrebungen" halte». Der Bertholb Auerbach-Verein, der ca. 200 Mitglieder zähl«, ist bekannllich einer der ältesten jüdischen Jugendvereine Deutschlands; er wurde im Jahre 1891 gegründet. Kricfkasten. C. ft', in D. Der Verbandsbeitrag beträgt jährlich 20 Pig pro Kops eines jeden ordentlichen und außerordentlichen Mitgliedes und ist nebst den etwaigen Beträgen für Kataloge und N o r m a l st a t u 1 e n an unser Vorstandsmitglied Herrn Felix Meyer, Frankfurt a. M, Thüringerstraße 7, zu senden. F. L. in B. Wir bringen gern Ihre Mitteilung wörtlich zur Kenntnis unserer Leser: „Mit Rücksicht darauf, daß gerade in jüdischen Familien eine Bibel hausiq nichl zu finden ist, hat die I a c o b P l a u t - L o g e in Nordhausen be chlossen, allen Kindern der dortigen Gemeinde bei ihrer Entlaffung aus der Religionsschule oder bei den KonsirmationSfeiern eine Bibel nut der Widmung der Loge zu überreichen." — Dieser Beschluß ist nachahmenswert üud beweist, daß der Verfaffer des Artikels: „Unsere hebr. Sprachkurse" in voriger Nr. mit seinen Ausführung.-» das Richtige getroffen hat. Nur geht Dr. F. weiter und wünsch«, daß jeder Jude so viel hebräisches Wiffen sich aneigue, um die Bibel im Original lesen zu können. Ist erst die Liebe zur hebräischen Sprache bei uns allgemein geworden, so dürfte sicher jeder Jude s e l b st für sich und die Seinen die Bibel anschassen. Wenn die Herren Vereinsvorstände ihre Mitglieder darauf aufmerksam machten, daß es sich hier um eine große Sache dagegen um ein kleines Opser handle, nämlich um 10 Pf. — d h. um einen Schnitt Bier oder 2 Zigaretten weniger im Monat — dann dürfte jedes Mitglied mit Freuden auf unser Blatt abonnieren. Wir hoffen zuversichtlich, daß die Vereinsvorstände in diesem Sinne für das Organ tätig sein werde», so daß dasselbe bis zur Delegiertenversammlung mit die meist gelesensre jüdische Zeitung sein wird. Bereinigung jüdischer junger Leute in Cassel und andere Vereine. Die früheren P.vlokolle und Rundlchreiben können wir Ihnen nur leihweise überlassen; nach hergestellten Abschriften bitten wir um Rücksendung des Materials für unser Archiv. Reflektanten der KC-Blätter. Wie aus unserer geschäftlichen Milteilunq junter Nr 6 in der ersten Nummer der „Mitteilungen") klar ersichtlich ist, hat die Redaktion der KC-Blätier sich in entgegenkommender Weise bereit erklärt, ihr Blatt unleren Vereinen auf Wunsch zuzusenden aber nicht etwa auch den einzelnen Mitgliedern der Vereine. Alle, auf Grund unserer doch kaum mißziiverstehende» Notiz von einzelnen Mitgliedern au die KC-Blätter gerichteten Bitten um Zusendung von Grariseremplaren haben demnach keine Berücksichtigung zu erwarten. Jüd. Jugendbund in D. Wir erinnern Sie daran, daß die He,nusgabe eines B.rbandrvrgans dem Beibandsvorstande bald nach der Gründung des Verbandes mit auf den Weg gegeben worben ist, und daß bieseFrage die Veibandsleituna und die literarische Kommission eine längere Zeit beschäftigt hat. Nur dent Wunsche der Mehrzahl unserer Vereine folgend, ist die Verbände leitung an die Herausgabe des Organ« geschritten und nachdem die überwiegende Mehrheit der Vereine die bekannte Abonneinenlsveipstichlung eingegangen ist. Das Verbandsorgan hat sich bei P,opagandazwecken sehr bewährt und ist für uns von unschätzba>em Werte. Es nützt aber auch jedem Vereine und jebem einzelnen Mitglieds, da wir eist jetzt . von den Protokollen, Zuschrijien der Geschäftsstelle, der Ausdehnung -er Bewegung u. >,. m. zu ersah, en in der Lage sind. Das Verbandsorgan bat aber bereits F>euude und Gönner gefunden, die größere Belräge als Jahresabonnement bewilligt haben, um dadmch nicht blo» die Existenz des Blattes zu sichern, sondern auch die Jugendbewegung zu fördern. — ft. v. ft. Nähere Mitteilung über die dortige» Verhältnisse und ob sie so liegen, daß für einen Jugendverein ein günstiger Boden gegeien ist, wäre unS erwünscht. Besten Dank für Ihre Mühe im Voraus. M. Cohn. Gewiß, ist uns jede Mitarbeit erwünscht. Nur muß jivec Beitrag selbnverstänatich einer Beziehung zu unserem Verband in he». Für selbständige Aitikel hisioritchen, allgemeinen Inhaltes, die jüdische Fiagen beleuchten, haben wir gliichfills Veiwen ung, vorausgeletzt, baß Form und Inhalt billigen Anforderungen enilprechen. Es blelvt Ihnen also überlassen, uns das Eine oder Andere zur Prüfung einzujenden. 15

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