Der Jugendbund
- Journal
- Der Jugendbund
- Volume
- 16 (1930)
- Issue
- 11/12 (11.1930)
- Date
- 1930-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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der deutschen Judenheit, der Gesamtverantwortfttr das Judentum und, die Judenheit, der Mischehen. j| _ i| cht speziell jüdischen, aber speziell dem Judentum erträglichen Kastengeistes, der jüdii-rhen Moral — im gotischen Sinne betrachtet — der parteilichen Zer- und darum der Machtlosigkeit, der Abwägung von pien und Taktik, des nlljüdischcn Fuhlens im besten .1«'- jüdischen Antisemitismus — den gibt es nämlich jawohl — der Kollo des Hebräischen in unserem Er i--«esen. der Jugenderziehung nicht zuletzt, alle diese gen Fragen finden Behandlung und eine einzige Antes kann für aha kein Hinweg vom Judentum geben, -ich selbst auslöschen unnatürlich wiire, sondern nur ii zur Jüdischkeit. Diese Jüdischkcit hat einer, weiten n und kennt mehrere Woge. Aber die Wege können r nur in „gesamt jüdischer Haltung" beschritten werden, i«r nur mit dem Blick auf das Ganze. In einer überaus n Sprache wird das vom Verfasser, demonstriert. Die tnj der Entstohungszoit der Aufsätze ist wichtig, weil tatsächlichen Verständnis, wie für das Begreifen lieber Ausdrucksweise notwendig; Man könnte manchmal;l-mbcn, das liueh sei für unsere besonderen Verbandszwecke i Aufsahen geschrieben. 'Wertvolles Material für jeden. Tatsache!) sucht! Ich habe Neues für unsere Heimabende _.•'iindeii. Issi Bayer, Bingen. i.....ph Roth, „Ilioh". Aus dem Lehen eines einfachen Mannes. Gustav Kiepenheuer. Berlin, 1930. Wenn wir uns die mit jüdischen Themen beschäftigenden ine der letzten drei Jahre ansehen, so messen wir die •'•Illing machen, daß das Buch, welches alle Juden auf Irüml ihrer blutsmaßigen Verbundenheit gleichermaßen iiteressiert und fesselt, fehlt. Das vorliegende Werk Joseph!;.11iifüllt diese jahrelange Lücke vollkommen ' aus. Ks ' uns in seiner an manchen Stellen an die Bibel erinnernden Sprache mitten in das pulsierende jüdische 1 eben ii. Ks behandelt die Geschichte eines einfachen, kleinen, assisehen Juden, welcher, nachdem ein Sohn bereits dem luden tum abtrünnig geworden ist, nach Amerika auswandert, rillen anderen Sohn und s.»ine Tochter vor dem gleichen 'schick zu bewahren. Aber er erreicht genau das Gegenteil, sein Sohn amerikanisiert sich vollkommen und seine Tochter, die .-chon in der alten Heimat als Triebmensch gelebt hat. wendet sich immer mehr von ihren Kltern und d l'r Tradition des Klternhauses ab. -Hier in Amerika wollte Mendel sich und den Seinen ein neues Leben aufbauen und muß nun tatenlos der vollständigen Auflösung seiner Familie züs'hcn. Seine Frau stirbt, der eine Sohn füllt im Kriege, der andere wird vermißt und seine Tochter kommt ins Irrenhaus. An all diesen Ereignissen scheitert schließlich sein Glaube an Gott und an das Judentum. In einer grandiosen Szene zieht er den entscheidender. Strich zwischen sich and der Religion seiner Väter. Achnlich wie im Buch Hieb der Bib.'l kommen seine Freunde zu ihm, um ihn umzustimmen, aber er bleibt hart. Jetzt, an dem tiefsten Funkte seines Niedergangs, kommt der Umschwung. Sein dritter Sohn, den er als Krüppel in seiner alten Heimat zurückgelassen hat. k.....tut als berühmter Geiger nach Amerika. Durch dieses [•;,. cignis wird sein Vater wieder mit dem I e-bon und seiner Religion versöhnt. In einer erschütternden Unterhaltung mit seinen Freunden, die, wie in der Bibel, wieder" zu ihm kommen, gibt uns der Verfasser eines der schönsten Ute rarisclen Erlebnisse dorletzten Jahre. Das Werk ist sowohl inhaltlich als auch sprachlich eines der bemerkenswertesten Bücher der letzten Zeit, und es wäre sehr wünschenswert, wenn es in weitesten jüdischen Kreisen Eingang finden würde. (". F. Das Tier und seine Wertung im alten Judentum. Von Josef Wohlgeinuth, Kauffmann-Verlag. Frankfurt a. M. In einer Zeit, wo in einem deutschen Land das Sehaihtverbot Gesetz geworden ist, ist ein derartiges Ruch so recht am Platze, Es zeigt uns, wie sich das Judentum zum Tier einstellt, daß. es das Tier als Lebewesen betrachtet, in dem Gottes 1 eheiisodcm innewohnt, daß es aus derselben Materie geschaffen ist, wie wir Menschen. Ks verdammt das Quälen der Tiere. Aus dieser Empfindung ist die Tjetfreundtichkeit zu verstehen, die dem Juden durch die Gesetze der Thorah eingepflanzt ist. Zum Schluß wird die Stellung des »Tieres im alten jüdischen Schrifttum behandelt und es folgen eine Reihe geistreicher Sentenzen und Sinnsprüche. —t Adressenänderungen und Neugründungen idrn: Vors. und Anschrift: Bruno Danziger, Froiburg i. Br.. rten8tra.Be 17. i\ern: 21. Regjnsburg: Selma Lindo, Hintor der Gricb 2. "i-n: '■'•'<. Frankfurt a. Main: Philipp Falkenstein. Friedberger '-traPe 11. ■ '•>>. Frankfurt a. Main-Höchst: Tnido Mayer. Konradl.itt-Straße 3 IL Wiesbaden: Walter Berneys, Kaiser-Friedrich-Ring 53. iifcldrutschland: 110. Nordhausen a. Harz: Heinz Gut mann, Bahnhofstr. 7. >rd Westdeutschland: 1*1, Bremen: Dr. Walter Reifenberg. Blumenthalstraßo 12. TT. Salzkotten: Hilde Herz, Asternstraße 337. A Tl. I ippstadt: Dorn Levi, L ungestrafte 35. iiland-Wrstfalen: 103. Herne 1. W.: Edith Jelin. Neumarkt 11. ichoea: 150. Zwickau: ■ Kurt Hofbauer, bei Hertel. Aeußere tische Straße 21. Schlesien: 117. Breslau: Kurt Metzger. Wallstraße 5. Westdeutschland: 132/ Köln: Stud. med. Alfred Kssor. Köln-Kalk. Rolshöver Straße 15. 137: Wittlich: Lehrer Hartinann, Wlilhelmstraße Ii. Württemberg: Vors. u. Anschrift: Oborsokrotär Julius Wissmanu. Stuttgart, Königstraße 82. 146. Rottweil a. St: Carla Friedemann. Dursch-traße 3 Gildenj-Obleate: Westdeutsche Gilde: Manfred- Vöhl. Düsseldorf. Freytag straße fi. Süilwestdeutsche (Wide: Ilse Löffler. Frankfurt a. M.. Obermainanlage IS. Mittehleut-ehe (ülde: Erich Loew. Leipzig. Lange Straße 6.H. / Ostdeutsche Gilde: Dr. Kurt Herz, Berlin-Neukölln. Kai.ser-Frie.lrich-Straße 9S I, bei Stein. NordwestdeutscheGilde: Jetta Mamlok. Wesermünde-1 che, Hafen-straße 197. Junggnippen: Hans Abraham. Freiburg i. Br.. Friedrichstraße 29. Mitteilungen der Verbandsleitung l. W ir machen nochmals darauf aufmerksam, daß das Vorhand.hürn eine große Anzahl wertvoller Bücher jüdischen Inhaltes tu ermäßigten Preisen abzugeben hat. Diese Nummer erscheint als Doppelnummer Novetnber/De- ••mbor. Die nächste Zeitung erscheint Anfang Januar. Fahrpreisermäßigung für 1931. Je nach den Tarifbestimmungen der Deutschen Reichsiesellschaft für Jugendpflegefahrten ausgestellten Be-! Hungen auf hellblauen Karten über die behördliche linung (Gruppen- oder Vercinsausweise) verlieren mit des Jahres 1930 ihro Gültigkeit. Für dia zwei folgenden Jahre 1931/32 wird bei Gewährung der' Fahrpreisermäßigung die Bescheinigung auf weißer Karte verlangt. Wir machen alle Zur Inanspruchnahme der Fahrpreisermäßigung berechtigten Jugendvereinigungeii darauf aufmerksam, sich umgehend um die neue Bescheinigung zu bemühen. Die Fiihrerausweise behalten nach wie vor ohne Zeithesebränkung Gültigkeit. ' RedaktionsschluB am 20. Dezember 1930 15