Der Jugendbund
- Journal
- Der Jugendbund
- Volume
- 16 (1930)
- Issue
- 7/8 (7.1930)
- Date
- 1930-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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München 1930 Die Tagung ...Iiiiri-ii<l hilft der Jugend** — die- Am M"iin unserer Mün- , Ii. n i l'»gung. Kerfüllte uns;»11 * - mit großer Spannung. \\ :iwird man boren von den Freunden aus allen Ecken l>. ui-i hlandüber dieses Thema, über <l.iwir nllfiberall in .L i, langen V\ im.-riuxunieifrig diskutiert hatten, was winl in- »II den N'>l>ilircnti und Oppo-t ion-rufen werden, von denen wir jr. lii.it. gelesen hatten, wer wi.nl die Geschicke de- Verbindein den nächsten zwei Jahren leiten. Das war .- wnman hörte, was man dacl-te, sprach, in den Zügen. «Ii-* liie Derogierten gen München rührten, Dawar e-. was die Freunde trotz Si liiiMii.- Miteinander besprachen, als sie sich nach langer Ze it zu.....r-i. n Mal wiedersahcii. Deshalb war der Freitagabend. den imdie Münchener in so schöner Weis." '.. i. it.t hatten, nicht getragen vpn einel milden Sehabbosruiic. «uidfru von der WüHbTschehsfreude «Irr Menschen, ili.. nach dem \Viedetsehen selion —• ■ it langem verlangten. Man hatte Vieles. Ernstes, von Sorge um ilen Verband Bestimmtes um einander zu bereden. So war dieser Abend ein lebhaftes tie-präch der Hunderte, die schon /.um Sehnbbos in Münch ui waren. I inl dennoch unterschiebt -ich dieser Abend von den (»deren, da er rottende Pole hatte — den Kiddusch und das Tischgebet. Hier stockte die f'uruhc. hier zog etwas von dem Geist di- Schabbos in uns ein. Dieser Oeist wurde ver- H..|t durch den -ilicinen Festgnttesdi.'iist. der uns oereilet wurde, durch die Gedanken Uber den Einzelnen und die Gcmein-. ii.iii. die Rabbiner Dr. Härwald.uns in -einer Festpredigt nahebrachte. I »er heitere Abend, den undie Mün- . h. ii. i am Sabbatausgang bescherten, -tand trotz -aller Fröhlichkeit der Stunde unter dem Zefi heii der Tagung. Feberall -ah man <Ii>- Freunde in < t'11 [>|>• -11 und Grüppchcn bei eilliml. r -t.■hen. hörte man, daß schon eifrig Taglingspolitik ge- ■ trieben wind.'. Her er-te Tai:. So waren denn alle, die sich am Sonntag, dem S. Juni, in .h r Tonhalle zu München zusaiiimcnfaiiileii, die mehr als :ü*> I ii h ^ierien. di.- uher iühi Gäste. \oltor Spannung und voller l'.eieil-i haft. Aufruf au alle i-l der Auftakt, die Schöpfftug delliiiimel- und ihr Knie, die der I Misseldorf er S|n, i hrlii»r in der Buber4{oscnzWergschen Verdeutschung, mii -i hlh hier Ki »dringt k-hkeit zu Gehör bringt. Al-daun eröffnet Dr. Hugo Hahn die s. ordentliche Deleglcrlentagiing de- \'erbamies. Das erste ist ein Wort do- IbMikean alle, die dun h Bereitstellung von Mitteln und mit il au Kin-.it/. ihrer Kraft die Tagung überhaupt ermöglichten, vor allem an die Israel. Kultusgcmeindc München, an ilen Verband der i-r. kultu-genn-inden Bayerns, an die Mnoi'iiener Freunde. Hin Wort de- Dankeauch an die /ah1 i. i. In n Verbände, die ihre Vertreter entsandt oder Begrüßung—hreihen geschickt, vor allem die bayrische Regio inng. ih n Vertreter eh r Stadt Mini. hen. den Landesverband ii.di-. ii. t Gemeinden in Preuße» und einigen anderen deut- -«■bcri Ländern, den < entralvrein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, die jüdische Volkspartei usf. usf. 1; -gi iil>iiiig-an-prachen hielten: (>brrstlaudcsgerichtsrat hi. \ > ii m e y e r. Müncketi für die Kultusgemeinde München und'dcn hai c-i i-i hen Landesverband, Rabbiner Dr. 15 ä r w a 1 d. Man. hen für-das Münchener Itabbinat und die bayerische Uabbiiierkotiferenz, R.-A. Dr. Benno Walter. Berlin Hl» di.- Groftloge l'OKB.. Prediger Ii ii I i. Detmold Tür den Keii-h-\ .1 band der jüdischen Lehrervereine. Oberlehrer Dr. Kepler. München für die Münehcncr \ erhand-freunde, Dr. Alfred H i rsc hbe-rg, Berlin für den Reichsansscbuß der i idi-i In n .1 ugendvelbände. Martin Buber und von der Versammlung mit stürmischem Beifall begrüßt. Sein Referat, dauns alle in -einen Bann schlug, ist an anderer stelle dieser Summet im Wertlau! wiedergegeben. Der begeisterte Beifall de- Dankeam Schluß de- Referates wird durch eine besondere Ehrung Bubers gekrönt. Die v. sammelte Menge erbebt sich von ihren Plätzen. Damit h. die Vormittagssitzung ihr End« erreicht. I>er Nachmittag beginnt unter Acndcrung des Programminit einer Arbeitsgemeinschaft über (las Bubersche Refeni im Beisein Bubers, in Verbindung mit den Arbeitegemeiu -(•haften über ladividuetle und kollektive Leben-Gestalt in: Wenn auch die Verquickung dieser verschiedenen Gebiet eine nicht so fruchtbare Ausspruche brachte, wie manch' sie erhofft, so brachte sie ein Zusai.....ensein mit Buber, daalfes wettmachte, denn sein Schlußwort ' übertraf viell;>icit noefa sein Referat, da es so ganz vom Eindruck der Stund getragen war. Die Arbeit-geineiuschaften ..Beruf und Leben" schloss,,. sich an. konnten wegen der Kürze der Zeit nicht zu End. gefühlt werden, wurden am anderen Morgen fortgesetzt. Di Wahl der Au-schüsse beschloß den ersten Tag. Her zweite Tag. Als die liffent liehe Sitzung des zweiten Tages begann, war die Arbeit schon läng-t im Gange gewesen. Schon sein früh fanden -ich die Arbeitsgemeinschaften des Vortages, uic Junggruppen, der Wahlausschuß, die M.indatsprüfungkommis-ion. die Finaiizkoininissioii zu-aminen. Aber sie all waren nicht die frühesten. Ks gab eine Reihe Freunde, die Überhaupt keim- Nachtruhe gehabt liatten. I'nter dem Vor ■ itz.e uii-res Verbandst reundel)r. .luliullerzfeld, Essen hatte der IIaiiptau.—( büß von nachts um 12 L'lir bis zur früheii Morgenstunde um 7 getagt und ganze Arbeit gemacht. Kw ar ihm gelungen, die widerst reitendsten Meinungen unter, einen Hut zu bringen und dem Plenum nur je eine Forin all der vielen Antrüge vorzulegen. Hierfür auch an dieser Stelle dem Hauptaii-schuß und vor alUm seinem uuermüd .liehen Vorsitzenden herzlichsten Dank. Die öffentlich.- Sitzung beginnt mit den Berichten der Arbeitsgemeinschaften durch Dr. S a I o in o n, Köln und Dr. L ö f f I e r, Fnuikfuit a. M. Sie schildern imin aller Deutlichkeit die Nöte unser -i Zeit, unserer Men-clteu und weisen Wege zu ihrer Lösune. Woge, v on denen in Zukunft noch vieles ju diesen Blattei n zu sagen sein wird. Im Mittelpunkt der Sitzung steht der Arbeitsbericht des W-rbaiMlsvorsitzonden, der in seinen Grandziigen in der Verbandstagsnuauner des Jngendbund - verdffentliebl worden i-t. Herzlicher Beifall dankt Dr. Halm für die von ihm und seinen Mitarbeitern geleistete Arbeit Die Yerband-Ieitiing hat geredet. Die Opposition hat da- W'ort. (ie-pannt erwartet man ihren Redner, sein Programm. All.» liatten mehr erwartet als diese sehr schönen, aber inhaltleeren W*>rto. Man war allgemein enttäuscht VÖil dieser Opposition. Das demnächst erscheinende Tagungprotokoll mag einem iedei zeigen, was dieser und die hei nahe zwei Dutzend anderer Diskussionsredner uns zu sage; hatten. Es i-t viel, -ehr viel geredet, sehr wenig gesag' worden. Alle-, was in den 2 Jahren von Dresden bis München gegeben, vom Pazifi'-miiübi-r die .lewish Agency, die Er klarer, die Verbandsthctncn, die Rundbriefe uimI was sonst noch alles im Verbandsleben geschah, ist dieser Generalaus-prai he be.-procheu Worden. En war im wahrsten Sinne eine Generalaussprai he. Die \ erbandskrise war da- S, hlagwort dieser Aus-prachr. Die Satzungsänderung und die Anträge (die an anderer Stelle dieser Nummer abgednn I. sind) wurden in inoglic h-t kurzer Zeit erledigt Die Span innig der Tagung wurde immer größer, je näher die Vor -tandswalil rückte. Der Wahlausschuß stand vor großen Schwierigkeit.-ii. Kr mußte immer und immer wieder W neuen Sitzungen in kleiner..... und größerem Kreise tusatn mentreteii. bis endlich in der neunten Abendstunde die Lösung da war. Herbert IVI-ontlml. Mageldorf wurde per Akklamation zum ersten Vorsitzenden gewähl'. In gleichem Modus wurden gewählt: Erich A 1 t m a n n, Hain born und Referendar Erwin Sx-egalF, Stettin zu SteHver