Der Jugendbund
- Journal
- Der Jugendbund
- Volume
- 16 (1930)
- Issue
- 3 (3.1930)
- Date
- 1930-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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irbeitet und sogar „Revolutionäres" erreicht wurde, ob- | eich — die Opposition nicht daran beteiligt war. Zum Ueberfluß stellt Holzer auch noch fest, daß in den letzten 2Jahren weder die religiöse, noch die wirtschaftliche Krisis Verbands wegen gelöst wurde. Es sei darüber nur, und das ist- ■s schlimmste, gut geredet worden. Er klagt über die vielen A orte, die verschwendet worden sind, er schreit nach dem erlösenden Wort" — und was kündet er uns, die wir nun ei Wort von ihm zu hören gern bereit sind: „Man erwarte -.icht, daß ich jetzt hier verkünden werde, welches dieser Weg, nlches dieses Wort sein werden, im einzelnen sein werden." \lles, was er sodann unserer, der Verbandsleitung, „Politik" entgegensetzt, sind Worte, zuweilen nicht einmal neue Worte: «■eil gar keine Gegensätze bestehen, weil Forderungen auffestelTi werden, die ganz die sind, die die Verbandsleitting nimer schon erhoben und durchgeführt hat. „An jedem Orte i:id zu jeder Zeit werden sie anders sein" (diese Wege und Jiese Worte). Damit hat Holzer alles bestätigt, was sich die Verbandsleitung als Richtschnur genommen hat, damit hat er -ich selbst totgeschlagen, und für jeden Einsichtigen ist das, was er schreibt, nur Rhetorik und nicht einmal eine gute. Wir. die wir den Verband und die jüd. Jugend lieben, wie fordern auch von der Opposition Klarheit und Wahrheit, nicht Leere, sondern Lehre! Berichtigung Die Fassung der Berichtigung von Waldemar" Strauß in der letzten Nummer war telefonisch zustande gekommen. Waldemar Strauß lial uns nachträglich mitgeteilt, ilaB er Rieh mit dem veröffentlichte]! Wortlaut nicht identifizieren könne und Uttel uns, um Wiedergab.- folgender Faaanng: „Waldemar ■»traut» teilt mit. daß etin seinen Ausfahrungen iilier ilen Antra« Hölzer in Wiesbaden niiSveratanden worden s(»j. Rj It-gi Wert auf die Feststellung daß wichtige Teile seiner Hede nielit veröffentlicht werden konnten, weil die entsprechenden Festafellungen aus dem vorliegenden Protokoll nicht mehr gemacht werden konnten." Rus dem Leben des Verbandes Die L-an des v eTtt ä nde haben ihre Tagungen sämtlich hinter sieh. Nur im^NordWestdeutschen B. - / irks»iprha ml trafen sich die; Vereine der rührigen Gruppe Weeft-Wentfalen einmal in I lpnst.ad.1 zu einem Vortrag Fritz Schwarzschild* über ..Neue Bltcher wollen neue Menschen", ein andermal in Ahlen, wo der katholische Junendfnhrer Heinz Kolvenbach, Düsseldorf, über .Jugend and Well friede" referierte. Im Anschluß an letztere Veranstaltung fand eine Schall über rriedensliteratur statt: Eine größere Anzahl von Vereinen berichtet iiher G e n o r a I v.o r s a m m I u n g r n . so Hamborn feihlelteml Vortrag von I>r. Schweizer. Essen, iilier „Soziale Fragen der •Gegenwart"). Hannover. 3tu.ttg.9Tt; Hg I ge r 1 o e h Köln (1. Vorsitzender Dr. R Saluiion: der Verein dokumentiert seine erfreuliche Entwickrang durch Herausgabe eineinonattichen Mittellungsblattes), K ons.t ri n / (Vorsitzender: i ehrer Brav mann). Forst (Geschäftsführer Willy Jastrow). Von besonderen Veranstaltungen erwähnen wir vor allem «Ins 30 jährige .1 u b i 1 ä u in de- Rerend- I ohniann-Voreins in II a 1 b e r s t n d t. Der Vorabend brachte eine Aufführung de- „Ahasver" von Hovjcriiianns. Rei der akademischen Feier waren Vertreter der Gemeinde, des Reichsaassehussefl der jüdischen Jugend verbünde, des Mitteldeutschen Bezlrksrerbandes. des Jugendamtes und der I oge zugegen. Die Festrede hielt Rabbiner Dr. Auerbach. — Die Wi pd c r b c g r II n d u n g des Leipziger Vereins, der -ich nun Jugendbnnd „Franz Rosenzwei«: nennt, wurde mit einer Prona'gandarersammlung eingeleitet, bei der Fritz ». hwarzschild. Rabbiner Dr. Goldmann und Max Schweisheimer, Chemnitz sprachen. Die Arbeit hat intensiv eingesetzt. _ Rei der ersten Mitgliederversammlung sprach der Vorsitzende des früheren Vereins. .Tafte. - Reckum hat ein Jugendheim eingeweiht. Die Festrede lii. lt Fritz s.hwarz- -< hihi—In Kiel fand ein AVerbeabend statt. Nach einleitenden Worten von Edith Karlsberg hielt Rabbiner Dr. Posner eine „Psalmenstunde'' ab. — Ein.' eindrucksvolle Veranstaltung in Sc h i e v e I he i n sei zur Nachahmung enip loblcn. Es wurden hebräische Melodien aiiT Schallplatten zu Gehör gebracht. Die einfahrenden und verbindenden Worte sprach Prodiger .lankelowitz. Die Platten waren dankenwerterweise von der Firma Bernstein zur Verfügung gestellt. — Höchst wird am 22. März -ein n» jährige* Be ->..l. oi. nls Piirimfest feiern \lle Verbands' rcimde sind I lieraueb eiogvuulew — Auw den Berichten aber Arneits-geinei ritoebaffen sind von Interesse: ..Zur Geschichte und rechtlichen Stellung der Juden in Hessen" in Kassel: „Hosen". ..Das Judentum and seine Umwelt" in M fl neben; „Staatspat Wot ismus" in Hamborn; »Flog, W arum i. Ii Jude hin" in Bernburg; ..Jüdische Geschichte der Neuzeit" in Stettin; „Jüdische Miarakteiköpfo" .-'Im Güttingen: ..l.ebeii.sge-t.iitung" in Rielereld: „Ruit Ei-i.er". Mn-n Luxemburg", ..Kill I i. bkiiecht" in Oey nha usen; „Die rechtliche Stellung der Fron in Judentum"] ..Kunst und Religion", ..Was bedeutet im- Moses" in Köln; ..|)r. Selma Stern, .lud Süß". „Biblische* Strarrecl.t" in S .» ujt' t.g a rt; ...Ribelkursn- (..|-t .Ii«- Bibel aktuell". „Bernfuug zur Prophetie") in Aachen: Bibelgruppc: „Wu.steiiWiindcrung" in R e r.l in -No rde n: „Der israelitische Pruphctismus", „Krzicbungsl ragen" in Bogt in- Osten; „Interkonfessionelle Jügcmlifrbcit*' in Berlin»' S oh ."> n eh e r g und R er 1 in- W i t t <> u h e r g p I a t /.; „Jüd. Leben" in Ber 1 l|n>Zo6; „Soziologie des Judentum-", „Grundfragen des V'crfassungsrcclits" in Chemnitz: „Jüdische und allgemeine Geistesfragen" in Lg ne u b ü r g; „Die Entwicklung'• 4er gottesdienstlichen Gebräuche", ..Wirt- -chaftskanipr" in Dresden; „Warimi ich Jude bin" in K ol bor g; „Randjiden", „Ribelzyklus". „WirtscbaJlskampf". „Dar Knman der jüdischen Familie" in D ii ss eldo rf: „Unser Weg zum Frieden", „Philo" in Röhlenz; „Artti- ScndtiSlhns", „Rcruf und Leben" in Karlsruhe: „Lu.Rvig Krank". „Hugo Preiili", ..Walter Rathenau" in Höchst: „Probleme der Jugend von heute". „Juden und Araber" in Emmendingen; „Uebertfitte von Ni. Im imlen zum Judent..... in geschichtlicher Darstellung". „Die Stellung der titdiscben Frau in geschichtlicher Wandlung".in Mainz. Vortrüge wurden gehalten: in Osnabrück iilier ..< 'nassidisnntt" (Dr. Krakauer). „Der Untergang der deutseben Juden"; in (1 ö 11 i n g e n über „Franz Rosenzweig" (Dr. Finkelschereri; in Hannover Upert „Bedeutung und Grenzen der Psychoanalyse" (Prof. Dr. Th Lessihg), „Der Wirtschaftskampf des jutigen Angestellten" (II. I lof fiiianu. (■eschfifuftthrer des (.;. d. A.): in Pforzheiui Uber „Mittelalterliche Synagogen" (Architekt li'einheiiner): „Fragen jüdischer Berufsberatung" iS. Neuburger); in Plauen Uber „Wirtschaftskampf und Lehensgestaltung des jungen .luden" (Dr. Goldberg), „Martin Ruber" (Dr. Sophie Cassel). ...luden in der Tschechoslowakei" (Ludwig Langer): in Heidelberg über „Synagogale Siiigwci-cn im Mittelalter" (Kantor Krasier). „Jüd. Theater"...(Frau Dr. Hirsch). „Beruf und Leben" (Frl. I ihniann) : in E mjn e n di ngeh über ..La--.ill als Mensch und Politiker" ( Rriino I lanziger)! „Was lernen wir von Aime PalllereS Ruch „Da< Onbekannte Heiligtum" (Dr. Ziemels); in Höchst über ..Wirtschaftskampf und Lebensgestaltung des jungen Juden" (Jakob Jacobs)-; in Karlsruhe über „Von neuer Politik"- (Ernst Hölzer): in Ilagen über „l>er jüdische Kaufmann" (I>r. Philipp), „Der kleine Prophet". „Völkerfriede und Judentum". „Die Ethik des alten und neuen Testaments". „Die Idee des eWlgen Inden". „Rrüucho und Zeremonien bei West- und Ostjuden". ..Das Ilabima-Thcater" (Prediger Abt); in Koblenz über ..Wirtschaftskampfl und LebensgestaJtung" (Fr Schwarsschjild); in München über ..Wie denkt sich die Jugend die Vrreinsarbeit" (Erich Liebermann); in Kol borg ..Der liigeiidbund in und neben der Gemeinde!. (Pr.-digor .lankelowitz): in Aachen über „Verbandsideen und Vcrband- .infgaben" (Hans Capell): in Stuttgart über „Modernes französisches Judentum" (Konsul Max Strauß): in Rre....._o über „Juli 14" (Allfr. Ronin); in Wilhelmshaven Uber ..Gegensatz von Religion und Wissenschaft", „Die Idee des i'lii istcntiims" (Le)irer Ilartog): in W e s c r.m ü u .1 e über „Tliomas Mann" (Rudi Meiberger)r „Moses" (Lehrer Bachenheimer): in E m d e u "über „Geschichte und Aufgaben de- C. V." (Thea Sehonberg); in Bielefeld über Lehensgestaltung des jüdischen Angestellten" (Eritz Reinhardt); in Lippstadt über „AVirtsc haftsrrageii" (Karl Heine). „Die Schönheiten der Bibel" (Dr. Krakauer). ..Die Juden und Araber in Palistfna" (Jnck Raphael): in Hamm über „Fragen der Jugendbewegung", „Verbandsideologie" ..Ha--. n rorschung" (Heimabend Joe Israel): in Salzkotten über ..(Irunilaufgabeii jüdischer Jugendarbeit" (Joe Israel): in Stralsund über „Erziehungsfragerl des jüd. Menschen" (Prediger .lankelowitz); in Kassel über „Lyrische Dientkiin-l" (Lehrer Go.llewsky). „Talmud" (Landrabhiner Dr. Walter), „has Tragische im Leben Max Hegers" (lehrer Moses); in Duisburg über „Schule und I.ebensgestnltung" (Dr. Philipp); in Stettin über „Gab .- in Alt-Israel eine