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Der Jugendbund · 1929-12-15 · 12 (15.12.1929) · p. [Seite]

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Journal
Der Jugendbund
Volume
15 (1929)
Issue
12 (15.12.1929)
Date
1929-12-15
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Fortsetzung von Seil« -L Interesse. Das Referat über „W i r t s c h a f t s k a m p Lebensgestaltung des jungen Juden" des .♦ Dr. Philipp, Elberfeld, rief eine gute Aussprache her Tagung genehmigte die neu ausgearbeiteten Statuten. Cantor. Lübeck, wurde zum ersten Vorsitzenden gewählt. An die Stelle des zweiten Vorsitzenden tra aus beruflichen Gründen ausscheidenden Rosenschein Kiel. Die Einleitung der Tagung bildete eine Festli Vorabend, bei der sich die Junggruppe Harbteine Darbietungen hervortat. Vom 8. bis 10. November hatte der Nc deutsche Bezirks verband seine Tagung i i v e r. Den Auftakt bildete die erste Fre itagab des JJV. Hannover, an der sich 60 Freund« Dr. Schorsch erläuterte die Sidra in anreg Im Gottesdienst des Sabbat vormittags wi rabbiner Dr. Freund dem segensreichen Str> sehen Jugend anerkennende Worte. Am San d nahmen viele Delegierte und auswärtige Gäs >n Siegfried Bacharach geleiteten Arbt nschaft über „Unsere Arbeit für den Frieden" teil. i_>-- ro- 'gramm dieser Arbeit wurde von der innen- und außenpolitischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Seite betrachtet. Am Sonntag erschienen zur Tagung etwa 100 auswärtige Gäste, darunter 36 Delegierte der Vereine Bielefeld, Beckum. Bremerhaven, Emden, Bremen, Wilhelmshaven, Hannover. Hameln, Hildesheim Güttingen. Paderborn, Oeynhausen, Herford, VerdtftrvQsnabrü'cli, L i p p s t a d t. Alle Organisationen djrr Gemeinde und Gemeindehehürden waren erschienen//"aucn die evangelischen und katholischen Jugendblmdi^waren vertreten. Das Hauptreferat über ,.D er Katnpi jpwi u n | e n Juden um seine Leben sgeslaltung" er Verbandsvorsitzende Rabbinncr Dr. Hahn. Das tiefschürfende Referat übte starke Wirkung aus. Öie^Wahlen brachten, wie erwartet, Widerwahl des verdienstvollen Vorsitzenden Joe Israel, Hannover. Jack Raphael, Beckum, übte an der Leitung d;s Hauptverbandes scharfe, aber sachliche Kritik, der von Dr. Hahn ebenso entgegengetreten wurde. Gestellte Mißtrauens- und Verlraiiensanträge wurden nach Klärung der Sachlage zurückgezogen. Die Aussprache über das Referat war sehr ergiebig. Ein geselliges Beisammensein beendete die Tagung, die nach allgemeinem Urteil die beste seit Jahren war. Mitteldeutschland hielt seine außerordentlich stark besuchte Tagung am 17. November in Halle ab. Sie begann mit einer stimmungsvollen Morgenfeier, die von Gesängen und einem Sprechchor umrahmt war. Es sprachen der B.-V.-Vorsitzende Eugen Roth. Kothen, und Rabbiner Dr. Hahn, Essen. Bei der Tagung sprach Ref. Richard Cohn über die Arbeit der Vereine. Eine ausgedehnte Aussprache, die auf beachtlichem Niveau stand, berührte die Fragen: „Berufsprobleme", „Jewish Agency", „Jüdischer Friedensbund", „Heranziehung von Indifferenten zur Mitarbeit". Am 1. Dezember fand in Regensburg die Delegierte n t a g u n g des Landesverbandes Bayern statt. In der Begrüßungsansprache des Vorsitzenden, Herrn Dr. Leo Meyer, Regensburg, kam das tiefe Bedauern des bayerischen Landesverbandes zum Ausdruck über das Ausscheiden des bewährten Führers, Rabbiners Dr. Rülf. der berufshalber seinen Wirkungskreis Bayern verlassen mußte. Im Mittelpunkt der Tagung stand das Referat von Dr. Keßler, München: „Jüdischer Aktiv i s m u s". Der Referent l(4gte die Arbeitsmethoden und Arbeitsmüglichkeiten im Verband und damit auch für den einzelnen Bund dar. Ida D i t t m a n n erstattete den Geschäftsbericht ' des Landesverbandes. Zum Vorsitzenden wiirde Dr. Keßler, München, gewählt. Die Untergruppe West im Rheinisch-Westfälischen Bezirksverband hatte am 2 1. November eine Sitzung in Oberhausen, zu der Vertreter aus Duisburg, MüHteim, Hamborn und Oberhausen erschienen. Es wurde beschlossen, im Januar ein Gruppenfest in Duisburg stattfinden zu lassen. Es soll darauf hingewiesen werden, daß überall regelmäßig Heimabende abgehalten werden. Ein Referentenaustausch soll diese Arbeit erleichtern. Eine gemeinsame Holzfeier wurde beschlossen. Daß Simchas Tora von sehr vielen Vereinen festlich begangen wurde, ist selbstverständlich. Von besonderen Ereignissen heben wir hervor^. Die Werbetage des JJV. Hannover vom 20. November bis 1. Dezember 6 beabend unter Mitwirkung von Rabb. Dr. Schorsch, Lore jschmidt, Jüd. Männergesangverein; Gesellschaftsabend: Stellung kunstgewerblicher Arbeiten der Mitglieder): edenskundgebung in Forst (Ref. Willy Jastrow); Jungjppen-Werbeabend in Neunkirchen an der Saar (Dar- ».-tungen der Junggruppier); das 10jährige Stiftungsfest in mmendingen (Festakt mit Rede von Kantor Bändel, heateraufführung); das 25jährige Stiftungsfest in Trier (Heimibend mit Referat Dr. Bernheimers über „Die geschichtliche Entwicklung des JJV. Trier", Jubiläumsfeier mit Festvortrag von Dr. Paul Lazarus, Wiesbaden, „Jüdische Jugend — ihr Sinn und ihr Schicksal". Freitagabendfeier (Leitung Oberrabbiner Dr. Altmann, Festball mit Aufführungen); Kundgebung in Bernburg „Zur Angestelltenfrage" (Appell an die Arbeitgeber). Bayreuth hatte am 17. November einen sehr erfolgreichen Werbeabend, bei dem ein von der Verbandsfreudin Hilde Marx verfaßter Sprechchor „Sang der Jungen" viel Beifall fand. Das Referat über „Die jüdische Jugend und der Frieden" hielt Prediger Hirsch, Koburg. Der Montefiore, Frankfurt a. M., hatte eine „öffentliche Versammlung über „Erklärungen deutscher Jude n". bei der Dr. Hugo Hofmann und Jakob Jacobs referierten. Besuch zirka 250 Personen. Lebhafte Aussprache. — Bei der Generalversammlung in Dortmund wurde Hans Hirschberg zum ersten Vorsitzenden gewählt. Das Friedensthema wurde eifrig weiter bearbeitet. In Essen sprach Martin Buber vor 750 Personen über ..Jugend und Frieden". Im Anschluß an den Vortrag sprachen iür die evangelische Jugend Pfarrer Lutze, für die katholische Jugend Nikolaus Ehlen, für die Friedensgesellschaft Studienrat Freund. In Osnabrück fand ein stark besuchter, gut verlaufener Ausspracheabend über dasselbe Thema statt. In Halberstadt sprach EugenRoth, Kothen, über „Pancuropa". Rastatt hatte eine Reihe von Abenden über den Friedensgedanken, bei denen Erna Kuppenheimer und Jakob Roos referierten, Hamborn 2 Abende über „Paneuropa" mit Referaten von Qtetrich Lublinski. Nürnberg ließ einen protestantischen und einen katholischen Pfarrer über ihre Religionen sprechen, zur Förderung des Friedens und V erständnisses der Religionen. Zum Verbandsthema „Wirtschaftskampf und Lebensgestaltung des jungen Juden" werden viele Heimabende und Vorträge stattfinden. Der Gabriel,-Riesser, Köln, hielt einen wohlgelungenen 1. Vortragsabend über dies Thema am 5. d. M. ab. Die Ausführungen Dr. Rob. Salomons vor zahlreichen Jugendlichen waren sehr eindrucksvoll. Von Arbeitsgemeinschaften und Heimabenden sind zu erwähnen: „Jüdische Geschichte der Neuzeit" in Hannover; „Jüdische Organisationen", „Jüdische Jugend und der Friede", „Geschichte der Emanzipationszeit" in Harburg; „Ist die heutige jüdische Jugend religiös,", „Grundlagen des modernen Zionismus", „Judentum und Pazifismus", Deutschtum und Judentum" in Köln; eine religionsphilosophische und literarische, eine rechtliche Arbeitsgemeinschaft in Nürnberg; „Zukunftsgestaltung des jüdischen Angestellten" in Hamborn; „Wirtschaftskampf und Lebensgestaltung des jungen Juden"; „Randjuden", „Moderne, Zeitprobleme im Lichte der Literatur" in Düsseldorf; „Justiz und Gerechtigkeit", „Gewalt und Gewaltlosigkeit" in Duisburg; ..Bibelkurs", „Das Judentum und seine Umwelt" in München; Fragen jüdischer Ethik" in Ulm; „Jüdische Organisationen", ..Urchristentum" in Plauen; „Jüdische Jugend für den Frieden" in Konstanz; „Autorität", „Wirtschaft und Politik", „Unser Weg zum Frieden" im JJV. Harz; „Probleme des Wirtschaftslebens", ..Pazifismus und Judentum" in Detmold; Aus Stephan Zweigs „Die Augen des ewigen Bruders"; „Ueber das Leben Sir Bazil Sakaroffs"; „Inhalt und Umfang der jüdischen Geschichte" in Aachen; „Grundfragen des Verfassungsrechts", „Aktuelle jüdische Fragen" in Chemnitz; „Bibel", Aktuelle Tagesfragen", „Die Juden in Mitteleuropa jm .13. Jahrhundert" in Berlin-Norden; „Der israelitische Prophetismus", „Ehrenamtliche Mitarbeit beim Wohlfahrtsamt der jüdischen Gemeinde und der Stadt" in Berlin-Osten; „Das wahre Gesicht des modernen Krieges", „Tagesfragen", „Die Juden zur Zeit Spinozas", /OQputsche jüdische Dichter im Ausschnitt betrachtet" in Berlin-SclJöiißberg; „Paulus unter den Juden", „Wirtschaftskampf Ind LeberVsgestaltung des jungen Juden", „Chansons", „TagesfrageYi" in Berlin-Wittenbergplatz; „Probleme des Aufbaus in Palästina", „Rasse und Kultur". „Politik und Wirtschaft", „ErziehujigsfrÄfen der jüdischen Jugend" in Berlin-Zoo; „Jüdische Z£üeneignisse"./7,Judentum und Christentum" in Karlsruhe; „Beru^TlrifJ-Lefeen" in Ingolstadt; „Wirtschaftsverhältnisse Palästinas", „Zionismus und Orthodoxie", „Journalismus", „Das Bankwesen" in Mainz; „Re-

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