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Der Jugendbund · 1929-12-15 · 12 (15.12.1929) · p. [Seite]

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Journal
Der Jugendbund
Volume
15 (1929)
Issue
12 (15.12.1929)
Date
1929-12-15
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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jj/oe ffliTTfenunGcn Des v€PBQnD65 D6P D€R BUND jüpiscHen ju66nov£B€in€ DeuTsemflnps 15. Jahrgang Düsseldorf, den 15. Dezember 1929 Nummer 12 An» Hom Inhalt■ Hauptvorstandssitzung des Verbandes. — Probien»- der Jewish Agencv. - Aus dem Leben des \ HUO Ubin iiiiiuii. bandes. — Die Junggruppe. — SteUeavermittluhjgsrfothflfe. — Mitteilungen der Verbandsleitung. Adressenänderungen und Neugrtiiidungen. — Anzeigen. Hauptvorstandssitzung des Verbandes am 24. Hovember 1929 In w.esbaden Anwesend: Verbandsleitung: Halin. Fclscnthal, Schwarzschild, Heineniann. — Vorstand: Capell, leinst ein, Friedberg, de Jonge, Karger, Lehmann, Reinhardt — Landesverbände: Baden (Themal), Groß-Bcrlin- Hrandenburg (Uoldsclunidt), Hessen (Tscliornicki), Norddeutschland (Löwenstein), Nordwestdeutschland (Israel), Pfalz-Saar (Eppstein), Rheinland-Westfalen (Herzfeld). Westdeutschland (Phillipp), Württemberg (Wißmann). — Beirat : Hagelberg, Lazarus, Löffler, Gustav Spier, Josef Spier. -Beirat: Hagelberg, Lazarus, Lüffler, Gustav Spier. Josef Spier. Dr. Josef Spier, Frankfurt a. M.-Höchst, wird in den Beirat und Fritz Reinhardt, Duisburg, an Stelle von Irvin Eppstein, Saarbrücken, " der gleichzeitig Vorsitzender des Landesverbandes Pfalz-Saar ist, einstimmig in den Hauptvorstand coptiert. Heinemann referiert über die finanzielle Situation des Verbandes an Hand eines Finanzexposes, das allen Vorstandsmitgliedern schriftlich vorliegt. Aus seinen' Darstellungen ergibt sich, daß die Finanzlage des Verbandes außerordentlich schwierig ist. Es werden verschiedene Maßnahmen vorgeschlagen, um eine Besserung der Finanzlage herbeizuführen (Wissmann: Sonderspende 0,50 Mark je Mitglied und Jahr; Ilagelberg: 1,— Mark Fördererbeitrai; je Mitglied und Jahr; de Jonge: jedes Vorstands- und Beiratsmitglied verpflichtet sich, 100 Mark pro Jahr aufzubringen). Das Finanzexpose wird einer genauen Prüfung von seilen verschiedener Vorstandsmitglieder unterzogen. Da es aber unmöglich ist, jeden einzelnen Posten während der Vor- Standssitzung nachzuprüfen, wi.-d folgender Antrag Hahns einstimmig angenommen: „Der Verbandsvorstand wählt als Mitglieder der Finanzkommission Herzfeld, Beinhardt und Samson, beauftragt sie mit der genauen Prüfung der Kasse und fordert, daß sie auf alle Anfragen der Vorstandsmitglieder Auskunft geben. Die Finanzkommission wird weiterhin beauftragt, das Ergebnis ihrer Prüfung in einem Kundschreiben den Vorstandsmitgliedern zugänglich zu machen. Sie soll über das Ergebnis ihrer Tätigkeit, namentlich hinsichtlich der getroffenen Sparmaßnahmen, dem Gesamtvorstand innerhalb von zwei Monaten Bericht vorlegen." Nach eingehender Diskussion über die Möglichkeiten zur Beseitigung des Defizits erklärt sich der Vorsitzende bereit, 1000 Mark aus seinem Bekanntenkreis aufzubringen. Wissinann verspricht 400 Mark für Württemberg, Hagelberg 200 Mark für Konstanz. Hierauf wird einstimmig folgender Antrag Löffler einstimmig angenommen: „Die anwesenden und nichtanwesenden Mitglieder des Vorstandes und Beirates verpflichten sich/sich mit äußersten Kräften bis Ende d. J. für die Sammlung eines Betrages einzusetzen, der in angemessenem Verhältnis zu dem Betrag von 5000 Mark steht." Julius Herzfeld, Essen, begründet dann folgende Anträge der Finanzkommission, die sämtlich einstimmig angenommen werden: 1. „Ausgaben über 30 Mark bedürfen der Genehmigung der Finanzkommission." . 2. „Von der 3. Kate des Landarbeitsfonds des Preußischen Landesverbandes kommen je 75 Mark zur Auszahlung an die Landesverbände West, Hhein-West, Nordwest, Pommern, Mittel, Nord und G0 Mark Sachsen. Diese Summen sind als Aequivulent gedacht für die Zuschüsse, die die süddeutschen Landesverbändevon ihren. Genieindeverbänden erhalten." 3. „Ks wird bis auf weiteres eine erneute Reisesperre von Verbands wegen eingeführt. In Ausnahmefällen entscheidet die Finanzkonimission. Reisen der Bezirksverb.inde und Vereine werden hierdurch hiebt berührt." 4. „Die Zeitung erscheint bis auf weiteres ab 1. Dezember 1929nur noch aehtseitig." 5. „Eine Tagungstribüne für München wird im „Jugcudbund" im Kähmen einer sachlichen und dem l'mfange der Zeitung angemessenen Form eingerichtet." Folgende Zusatz an träge werden weiterhin einstimmig angenommen. Wi ss mann: „Die Verbandsleitung wird beauftragt, alle Maßnahmen zu ergreifen, um den Beitrag des Preußischen Landesverbandes an den Verband zu erhöhen, unter Zugrundelegung der Beiträge, die die süddeutschen Landesverbände von ihren Kultusbchörden erhalten." Einstein: „Die Finanzkomniission hat die Aufgabe, vierteljährlich den Stand der Finanzen den Vorstands- und Beiratsmitgliedern bekanntzugeben." , _ ' Folgender Antrag Raphael wird einstimmig abgelehnt: „Verbandsvereine und Junggriippen. die am 1. April 1930 noch mit irgendwelchen Pflichtbeiträgen im Kückstand sind, haben auf der Ilauptdelegiertentagung in München kein Stimmrecht. Die Namen dieser Vereine und, Gruppen sind im Maiheft 1930 des „Jugcndbuud" ausdrücklichst zu veröffentlichen." Referat Schwarzsrhild. B e z i r k s v e r b ä n d e. Der Verband jtar 1936 durchaus zentralistisch organisiert und hat sich zunächst auch in dieser Form bewährt. Wir haben in den letzten Jahren eine ziemlich erhebliche zahlenmäßige Ausbreitung des Verbandes erlebt, nicht so sehr in bezug auf den Mitgiiederstand als auf die Anzahl der Vereine. Heutiger Stand 15 Landesverbände mit 146 Vereinen. Für das Leben der Vereine spielen heute die Landes- und Bezirksverbiindc eine weitaus größere Rolle als früher. Es liegt natürlich unter diesen I'mständen auch die Gefahr nahe, daß die Bezirksverbände nur ihre eigenen Aufgaben sehen und darüber die Gesamtinteressen des Verbandes zunicktreten lassen. Aufgabe de* Zukunft muß es sein, die Teilglieder des Verbandes zu einer gemeinsamen Arbeit für das Verbandsganze mehr als bisher heranzuziehen. Führerkursc. Die Fuhrerfrage, die in allen Verbänden akut ist, wirkt sich bei uns in besonders starkem Maße aus. Es ist natürlich eine sehr schwerwiegende Aufgabe, aus den Massenmenscheii, die vor allen Dingen den Hauptvorstand unserer Vensjnc ausmachen, die geeigneten Führer heranzubilden. Trotzdem muß unser Hauptaugenmerk darauf gerichtet werden, sobald als möglich eine Verjüngung unserer Führerschaft durchzuführen. Wir müssen deshalb Vi

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