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Der Jugendbund · 1928-12-01 · 12 (1.12.1928) · p. [Seite]

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Journal
Der Jugendbund
Volume
14 (1928)
Issue
12 (1.12.1928)
Date
1928-12-01
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German
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Besonderen Ruf genießen unsre Teeabende. Das Programm wird ausschließlich von unsern Mitgliedern bestritten Unsre Wandergruppe ist trotz schlechtem Wetter jeden Sonntag auf Fahrt. Mit unsren im Verband neu aufgenommenen Freunden aus Köln-Ehrenfeld haben wir eine Bezirksgruppe gebildet und hoffen innerhalb dieser, Arbeit im Sinne des Verbandes zu leisten. Ende des Monats rufen wir eine Arbeitsgemeinschaft .über „Jüdische Geschichte" ins Leben. Unsre Freitagabendfeiern werden jeweils von einem jüdischen Lehrer geleilet. ' Vor einigen Wochen wurde von Studienrat Levy Wolff, dem Vorsitzenden des Jugendamts der Synagogengemeinde Köln, eine Arbeitsgemeinschaft gegründet, die die gesamten Jugendbünde Kölns vereinigt. Es finden regelmäßig Aussprachen tendenzverschiedener Bünde statt. W ir hoffen durch diese Aussprachen einen Boden für Gemeinschaftsarbeit zu finden. Der erste Abend, an dem die Führer des Kameraden-Bundes und des Gabriel Rießer über ..Entwicklung und Ziele" sprachen, hat zur Forderung der gemeinsamen Arbeit wesentlich beigetragen. Kenstanz. Am 17. Oktober fand ein Heimabend statt, iti ■ welchem Leo Haberer über den Artikel Dr. Gustav Löfflers ..Not der jüdischen Jugend" referierte. Am 24. Oktober sprach .Herr Rabbiner Dr. Dieneinann. Olfenbach, in wunderbarer Weise über .,lndi\iduum und Gemeinschaft". Am 26. Oktober war Freitagabendfeier im Gemeindehaus, am 31. Oktober diskutierten wir im Heimabend über den Vortrag des Herrn ■ Dr. Dienemann „Individuum und Gemeinschaft". Am 14. November sprachen wir über den Vortrag der zionistischen Ortsgruppe „10 Jahre Nachkriegszeit". Krojanke. Am 28. August d. J. veranstaltete unsre Stadt ein Stadt jugendfest, wozu unsre Sportgruppe auch eingeladen wurde. Sämtliche Mitglieder nahmen an den Wettkämplen teil, und unsre Gruppe errang bei der Stafette den 1. Preis und außerdem noch verschiedene Einzelsiege. I Lübeck. \\ ir bearbeiten drei Themen in Form eines Arbeitskreises: 1. Pressebericht, übernommen von Kurt Löwen- .stein. 2. Die Emanzipation der Juden als literarische Bewegung, übernommen "von Eli Rothschild. 3. Das jüdische Haus als Mittelpunkt jüdischen Lebens, übernommen von Hans Cantor und Gottfried Aschner. Da unser Kurt Löwenstein j Lübeck verlassen hat. übernimmt Siegbert Camnitzer den I'rcssbtricht. * Luxemburg. In der Socicte lsraclite de Lecture eröffnete die diesjährige Vortragsserie in glänzender Weise Jakob Jacobs, Frankfurt, mit einem hochinteressanten Vortrag über: ..Als Jude auf der Weltjugendkonferenz in Eerde". Die geist- I vollen und glänzend vorgetragenen Ausführungen fanden den ungeteilten Beifall des zahlreichen Publikums. Der Abend war einer der wertvollsten, die bisher in dieser Gesellschaft stattgefunden haben. Einige Tage darauf hielt der jetzige Rabbiner Herr Dr. Robert Serebrenik aus Wien vor überi fülltem Saal einen begeistert aufgenommenen Vortrag über: ..Die Entwicklung der messianischen Ideen durch den Prophej tismus". Ferner sprach Herr Prof. Dr. Theodor Lessing mit viel j Erfolg über: ..Theodor Marx und Karl Marx". M. Mülheim-Ruhr. Am 25. Oktober wählte die Generalversammlung als ersten Vorsitzenden Ernst Hirsch wieder. Wir werden unsan die vom Verband gegebenen Richtlinien in etwa halten, indem wir das Thema „Die Not der jüdischen Jugend" einehend behandeln. Am 25. Oktober wählte die Generalversammlung als ersten \ orsitzenden Ernst Hirsch wieder. W ir werden uns an die ) von Verband gegebenen Richtlinien in etwa halten, indem wir das Thema „Die Not der jüdischen Jugend" eingehend behandeln.! Am 2.. November fand ein Freitagabend statt, zu welchem der Vorstand, sowie die Repräsentanten unserer Gemeinde geladen und vollzählig erschienen waren; auch unsere Mitglieder •haben sich an der Feier sehr rege beteiligt. Freund Hammer- Schlag leitete mit einem Kiddusch ein und hielt einen religiösen Vortrag, in welchem er die Jugend ermahnte, der Lehre treu zu bleiben. Herr Rabbiner Dr. Neuhaus sprach uber den VV ochenabschnitt. Daran anschließend w urde über einige religiöse Fragen diskutiert. Herr Gustav Kaufmann, als V orstand der., Repräsentanten, gab seiner Freude über das Gedeihen des Vereins Ausdruck. In dem schönen Raum unsres Gemeindehauses fühlen wir uns alle an dem von Fräulein; Kahn festlich gedeckten Tisch recht wohl. 14 München. Dem Mitteilungsblatt des Jüdischen Jugendvereins München vom November ist zu entnehmen, daß es mit dem Verein mächtig aufwärts geht. Die Besucherzahl der Donnerstagabende wächst ständig und es finden so angeregte Diskussionen über alle möglichen jüdische und jugendliche Angelegenheiten statt, wie seit Jahren nicht mehr. Der Vorstand ist bemüht, die Verinsfreuhde noch mehr als bisher zu aktivieren. Am 11. Oktober begann ein Zyklus von drei Diskussionsabenden über „Die Not der jüdischen Jugend". Die einleitenden Referate von Dr. Siegfried Keßler riefen eine sehr lebhafte Aussprache über einzelne soziale Fragen (Mischehe-Problem und religiöse Glaubenssätze) hervor. Im November sprach Studienrat Schaalmann über „Jüdische Berufsnot und Siedlung". Außerdem fand ein Rezitations- und ein musikalischer Abend statt. Die Dienstagabende vereinigen einen geschlossenen Kreis mit zwanglosen Besprechungen lüdischer Literaturwerke und jüdischer Weltanschauungsfragen. Die Freitgabende finden jetzt in den gemütlichen Räumen Herzog-Max-Straße 3 statt. Neheim. Das eigentliche Gründungsjahr unseres „Jüdischen .lugendbundes Sauerland" ist 1919. Durch die Inflationsjahre iiel der Verein in einen Dornröschenschlaf, aus dem wir ihn Stolz können wir heute berichten, daß wir fast die gesamte hiesige Jugend in unsern Reihen haben. erst vor etwa sechs Monaten wieder aufwecken konnten. Mit Osnabrück. Jüdischer Jugendverein. Ab 9. November findet in jeder Woche eine kleine Freitagabendfeier im Kreise der Mitglieder statt. Zu den Freitagabenden jeder Neumondwoche werden alle Gemeindemitglieder eingeladen. Am 9. November fand der erste Freitagabend mit Vortrag statt. Herr Rabbiner Dr. Krakauer erwähnte in seinem Vortrag ..Zeitgedanken" den schon zehn Jahre zurückliegenden 9. November der Revolution. Am 15, November brachte ein V ortrag „Die politische und geistige Entwicklung im Judentum von der französischen Revolution bis zum Weltkrieg" sehr viel lür uns Wissenswertes. Lnsre Turngruppe hat jetzt eine Damenriege eingerichtet. Pforzheim, Bei Beginn unsrer Winterarbeit gab unser V orsitzender Lutz Themal einen Rückblick über die Tätigkeit unsres Vereins. Es wurde beschlossen, außer den bisherigen Vertrags- und Heimabenden wiederum einen Arbeitszyklus, sowie als Neuerung jeden Monat eine Freitagabendfeier abzuhalten. Unser diesjähriger V ortragszyklus „Die Religion der Erde" begann mit einem Einführungsvortrag von Herrn Dr. Robert W eill über „Die primitive und prähistorische Religion". Paul Steeg. Karlsruhe, sprach über „Soziale Fragen im Judentum", während Rolf Maschler das Thema „Die heutige Jugend und ihre Probleme" behandelte. In einem Heimabend sprach Berti Landau über Schule und Elternhaus unter Berücksichtigung der Landerziehungsheime. ' Rastatt. Obwohl der jüngste aller badischen Vereine hat sich der J.IB. Rastatt dank der unermüdlichen Tätigkeit seiner 1. Vorsitzenden hrna Kuppenheimer und dem Entgegenkommen der Gemeinde und des Vereins Eintracht zusehends weiterentwickelt. Ein besonders erfreuliches Zeichen ist die rege Mitarbeit immer weiterer Kreise jugendlicher Mitglieder. So sprachen außer einigen auswärtigen Verbandsfreunden wie Ernst Holzer. Frankfurt a. M„ Paul Steeg, Karlsruhe, und Jakob Jakobs, Frankfurt, von Mitgliedern: Julius Wertheimer über . Das deutsche Judentum in wirtscaftlicher und politischer Hinsicht". Kurt Markewilz über „Moses Mendelssohn" und Erna Kuppeniiein er über „Heinrich Heine als Mensch und seine innere Stellung zum Judentum". Regensburg. Unser Winterprogramm bringt einen Vortragszyklus „Charakterbilder jüdischer Dichter und Denker im Mittelalter". Referent ist Bezirksrabbiner Dr. Levy. Am 26. November spricht Dr. Rülf, Bamberg, über „Das Element der Jugendlichkeit im Judentum". In unseren Leseabenden dient als Lektüre Chalom Aschs „Der Bund der Schwachen" und das biblische Drama „Debora". Dr. Leo Meyer leitet einen Kursus über das hebräische Gebet. Gesellige Veranstaltungen. Treffahrten und sportliche Uebungen ergänzen unser Programm. Scbivelbein. Der Jüdische Jugendbund Schivelbein beschloß auf V eranlassung des Herrn Prediger Jankelowitz am 5. November 1928 in einer stark besuchten öffentlichen Versammlung die Neugründung des Bundes. An jedem Dienstagabend leitet Herr Jankelowitz eine Arbeitsgemeinschaft über jüdische Geschichte. An jedem Montagabend leitet ebenfalls Herr Jankelowitz eine Arbeits-

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