Der Jugendbund
- Journal
- Der Jugendbund
- Volume
- 14 (1928)
- Issue
- 11 (1.11.1928)
- Date
- 1928-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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oe» .luoeiyftBUTNP miTTtnunGen Des vecßflnoes Dep jüDiscHen JU6enov6B€m€ oeuTSCHLflnps 14. Jahrgang Düsseldorf, den 1. November 1928 Nummer 11 ZllIC doill Inhfllf* fu£en<I der Well in Eerde, von Jakob Jacobs, Frankfurt a. M. — Aufgaben der Jujtendprc.se beim HU« UClH IHllUll. Friedenswerk, von Werner Jantschge, Frankfurt a. M. — Weltfriede durch Weltbodenreform, von Dr. Robert Serebrenik, Wien. — Rathenaus Wege zum Frieden: Theorie und Tat, von Ernst Holzer, Frankfurt a. M. — Zum religiösen Problem, eine Erwiderung, von Manfred Vöhl. — Die soziale Arbeit. — Internationaler Briefwechsel. — Feuilleton. — Bücherschau. — Junggruppen. — Aus dem Leben des Verbandes. — Mitteilungen der Verbandsleitung. — Spendenliste. — Anzeigen, Zu dieser Nummer — Der gröbere Teil dieser Nummer steht unter einem einheitlichen Thema: Dem Vom unmittelbaren Erlebnis des Weltjugendkongresses in Eerde spricht der erste Artikel; die übrigen Beitrage gruppieren sich um die Probleme, die dieser Generation gegeben, ökonomisch und pädagogisch, um diese Lebensfaktoren in die Reihe der Diener des Friedens einzuordnen, so, wie sie in Verkennung ihres Sinns Vorbereiler und Wegbereiter des Krieges gewesen sind, vielleicht sein mufsten; denn durch alles schimmert die „rechtslose Rechtslehre" (Nelson) dieser Gesellschaft, die legitimiert, was nach Weltgesetzen ungesetzlich, was über den geschriebenen und ungeschriebenen Gesetzen steht. Dem Werk des Friedens und der Mitarbeit der jüdischen Jugend soll dieses Heft dienen; vielleicht kann es aber auch darüber hinaus zu seinem bescheidenen Teil dazu beitragen, Menschen neuer Politik zu erziehen, denen Krieg nicht Fackelzug der Politik mit anderen Mitteln ist; die soviel von sich verlangen und deren Verantwortungsbewußtsein gegenüber dem Leben so grofc ist, dafe sie die Aufgabe des Diplomaten darin erblicken, zu verhandeln, wo alle Brücken abgebrochen scheinen. J. j. Oii""lffi|iiÄi<,C|ii!r.i|,i,|>B' <^8iCW'SW><W^Oi|S^'88Nft^ lugend der Welt in Eerde Von Jakob Jacobs. Frankfurt a. hl. i. Das Ommen in Holland benachbarte, in einem ruhigen Winkel dieses ruhigen Landes gelegene Schloß Eerde hat plötzlich Berühmtheit errungen. — Seit es dem Führer des Stern des Ostens, Krishnamurthi, zum Geschenk gegeben, findet dort jährlich das Sommerlager dieser internationalen theosophischen Gesellschaft statt. Nachdem dieses Jahr die Theosophen ihre Reise in die heimatlichen Länder wieder angetreten hatten, wurde das Lager nicht abgebrochen: es erwartete neue Bewohnerl — (endführer aus 29 Ländern der Welt, Menschen aller Hautben und Rassen kamen nach Eerde, nicht zu irgendeiner iebigen Aussprache oder Unterhaltung, sie kamen zu nicht ringerem als zur Gründung des Weltbundes der Jugend, es Weltbundes, der noch ein Ziel in sich tragen sollte: es Weltbundes der Jugend für den Frieden. — II. Der Weltbund der Jugend für den Frieden ist nicht zustande ommen; ein internationales Sekretariat ist vorläufig die miete Stelle, ■ die die angefangenen Fäden weiterspinnen soll. — Ist dieses NichtZustandekommen des Weltbundes ein Versagen des Jugend willens, eine Tatsache, die diesen Kongreß sinnlos macht, oder ist es ein Gegebenes, Notwendiges, ja Positives'dieses Treffens?— Alle an der Gedankenwelt des Bundes der Jugend für den Frieden beteiligten Bünde und Menschen werden sich die Frage vorlegen müssen, wieso und warum es auf diesem Kongreß so kommen mußte, warum es gut ist, daß es so kam, und auch in diesen Blättern wird die Diskussion darüber mittelbar oder unmittelbar eine Zeitlang dauern. — Neben dem Ablauf der Geschehnisse und unmittelbaren Erlebnisse, sei in diesem Aufsatz im Rahmen der Friedensnummer von unserer Aufgabe, der Aufgabe der jüdischen Jugend im Weltbund der Jugend für den Frieden gesprochen . . . ].,'• ' - III. Der Kongreß war eine Station, eine Station, die schon erstaunlich nahe am Ziele liegt, auf der Reise: Meißner— Bierville—Freusburg—Eerde . . . keiner, der am Jugendwerk mittut oder es auch nur verständnisvoll beobachtet, kann die Zusammenhänge dieser Linie leugnen. — Dabei ist von Interesse, daß der alte Begriff der Jugendbewegung nicht mehr das ausdrückt, was heute in der Jugend Bewegung schafft. — Nahmen die deutschen Delegierten zum Teil efhe Ausnahme-