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Der Jugendbund · 1928-07-01 · 7 (1.7.1928) · p. [Seite]

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Journal
Der Jugendbund
Volume
14 (1928)
Issue
7 (1.7.1928)
Date
1928-07-01
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German
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Ruf an die Jugendl Baumeister der Zukunft, Brüder und Schwestern, helft bauen! Allem Hohen und Edeln ist Euer Sinn zugewandt, allem jüdisch Reinen und Segensreichen. Ein Haus gilt es zu bauen — wie seinesgleichen in Deutschland noch nicht da ist — In dem Juden, schwache, gebrechliche, von zehrender Krankheit heimgesuchte Juden erstarken und gesunden, dem tätigen Leben wiedergegeben werden sollen. Eine deutsche Lungenheilstätte für jüdische Männer und Knaben. Rastet und rostet nicht, seid nicht zag und zurückhaltend! Gedenket der armen, hoffenden Gebrechlichen und werbt mit Eurer ganzen frischen, frohen, ungestümen Kraft, daB dieses Ziel erreicht werde! Wer wollte Eurem Drängen widerstehen, wenn Ihr mit dem starken Antrieb der Jugend bittet: Kauft Lose! Kauft sie um der großen, reinen Sache willen, kauft sie, wenn Euch das allein nicht genügend Ansporn ist, um der herrlichen Gewinne halber, im Gesamtwert von 90 000, Reichsmark, die Euch werden können. Zu bestellen bei der Arbeitsgemeinschaft zur Bekämpfung der Tuberkulose unter den Juden, e. V., Frankfurt a. M., Holzgraben 2. Bezirksgruppe .Unterweser. Am 1. Juli fand zum - ersten Male ein Treffen der der Bezirksgruppe Unterweser angeschlossenen Vereine statt. Leider macht sich bei uns die große räumliche Ausdehnung unserer Bezirksgruppe sehr unangenehm bemerkbar. Da auch die Bahnverbindung" nicht besonders günstig ist, mußte schon ein Verein (in diesem Fall Wesermünde-Brcmerhaven) eine ziemlich weite Reise machen. Etwa 60 Leute fanden sich um 9 Lhr in Rotenburg Hannover) ein. Die Harburger und Hamburger Freunde waren schon da. als die Bremer und die Wesermünder-Bremerhavener ankamen. Wir gingen ungefähr eine Stunde, bis wir außerhalb des Ortes in einem an Bickbeeren und Mücken reichen Wald einen geeigneten Lagerplatz landen. Kaum waren alle angekommen, da stand schon das Zelt der Bremer Janggruppe, die recht vollzählig mit Wimpel erschienen war, fix und fertig aufgebaut da. — Man spielte Völkerball oder setzte sich in kleinen Gruppen zusammen, um sich über Verbands- oder Vereinsangelegenheiten zu unterhalten '— oder sich über das Wiedertreffen mit alten Bekannten zu freuen. Währenddessen kochte die Bremer Junggruppe im benachbarten Försterhaus ihr feudales Mittagessen! Am Nachmittag gingen wir an die Mumme, in der manche noch ein erfrischendes Bad genommen haben. Je mehr sich der Tag seinem Ende neigte, um so mehr bedauerten «ir. daß wir uns nun wieder trennen mußten. Um 7 Uhr fuhren Bremer und Wesermünder-Bremerhavener ab! Gleich danach die anderen. Ich glaube, daß jeder einzelne von dieser Fahrt befriedigt war. J e t t a M a m 1 o k. I Worms. Eingeleitet wurde unsere Winterarbeit durch die Delegiertentagung des Hessischen Landesverbandes, die in der ganzen Gemeinde lebhaftes Interesse fand..— Unter den Vorträgen sind folgende hervorzuheben: Erich de Jonge über ...lugend und Judentum", Isidor Kiefer. Worms, über „Wormser Begebenheiten aus einer allen Chronik , Rabbiner Dr. Dienemann, Offenbach, über ..Christentum und Judentum in ihren Unterscheidungsmerkmalen", Dr. Löffler, Frankfurt a. M», über „Was kann uns das Judentum bedeuten?" — Wir legten großen Wert auf unsere Heimabende. Verschiedene Themen wurden hierbei behandelt, so u. a. wurde über das Buch von Fritz Kahn „Die Juden als Rasse und Kulturvolk" gesprochen. Der Vortrag von Dr. Löffler „Was kann uns das Judentum bedeuten?" gab Stoff zu zwei Heimabenden. — Den Abschluß unserer Vereinstätigkeit in diesem Vereinsjahr bildete ' die Generalversammlung am 25. Juni 1928. An der Spitze des neugewählten Vorstandes steht jetzt Rechtsanwalt Paul Gul-hmann. Hoffentlich ist die Generalversammlung der Anfang zu einem Veiteren Blühen des Jugendvereins. Mansbacher. Mitteilungen der Verbandsleitung Anschrift des Vorsitzenden: Rabbiner Dr. Hugo Hahn, Essen, Emilienstraße 59. Anschrift der Verbandsleitung, des Bureaus und der Schriftleitung des „Jugendbund": Düsseldorf, Haroldstr. 41. 1. Verbandsvorstand: Die 2. Sitzung des Verbandsvorstandes findet Sonntag, den 12. August 1928, in Düsseldorf statt. Es sind Referate von Dr. Hahn, Dr. Wiener und Fritz Schwarzschild vorgesehen. 2. Treffahtten: Wir machen nochmals auf die großen Treffen aufmerksam und bitten auch alle Jugendbündler, die ihren Ferienaufenthalt in der Näh* eines dieser Treffen verbringen, an diesen Treffen teilzunehmen: a) am 5. August Treffen des Mitteldeutschen Bezirksverbandes und Bezirksverband Groß-Berlin in Bernburg (Anhalt). Referent: Ernst Holzer, Frankfurt a. M. Anfragen an Eugen Roth, Cöthen (Anhalt), Dessauer Str. 29. b) am 19. August findet in Stuttgart das süddeutsche Treffen statt. Referent: Herbert Felsenthal, Düsseldorf. Anfragen an Max Gellhorn, Stuttgart, Königstraße 17. c) am 26. August ist das nordostdeutsche Treffen in Stettin. Referent: Dr. Rosenzweig, Schneidemühl. Wir verweisen auf die untenstehende Ankündigung. d) das westdeutsche Treffen ist für den 9. September in der Gegend von Elberfeld in Aussicht genommen. Anfragen an Manfred Voehl, Düsseldorf, Freytagslraße 8. 3. Neugründungen. Neu aufgenommen wurden: 135. Jüdischer Jugendbund Fischach. Anschrift: Hugo Deller, Fischach bei Augsburg. 136. Jüdischer Jugendbund Berlin-Lichtenberg. Anschrift: folgt. 137. Jüdischer Jugendbund Elmshorn. Anschrift: Fritz Werner Oppenheim, Elmshorn bei Hamburg, Markt 16. Bernh. Königstein, Berl.-Lichtenberg, Normannenstr. 1. I Bezirks-Verbände bzw. -Gruppen Groß-Berlin. Lausitz. Grenzmark, meckienburg- Holstein. Pommern Unser Treffen findet statt am 25. und 26. August 1928 in der Obermühle bei Stettin Das Hauptreferat, „Die Arbeit in den Bünden", hat Rabbiner Professor Dr. Rosenzweig, Schneidemühl, übernommen. Näheres, auch über die zu veranstaltenden sportlichen Wettkämpfe, ergeben die in den nächsten Tagen erscheinenden Rundschreiben. Die Vorbereitungen liegen in den Händen des Jugendbundes Stettin. Anfragen sind pünktlich an Referendar Erwin Seegall, Barnimstraße 9, zu beantworten. Verbandsfreunde aus dem Reich sind herzlichst eingeladen und willkommen! ,

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