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Der Jugendbund · 1928-01-01 · 1 (1.1.1928) · p. [Seite]

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Journal
Der Jugendbund
Volume
14 (1928)
Issue
1 (1.1.1928)
Date
1928-01-01
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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esse für das Handwerk unter den Juden zu wecken suchen. Wir halten diesen neuen Zweig der Arbeit für sehr begrüßenswert und würden uns freuen, wenn er Nachahmung finden sollte. 3. Neugründungen. Die Bünde Crailsheim in Württemberg, Harburg an der Elbe, Ingolstadt i. B. und Lüdenscheid i. W. haben sich dem Verband angeschlossen. Zum Schluß eine Nachricht, die für unsere Vereine einen wichtigen Fingerzeig bedeutet: In Trier fand bei Gelegenheit eines Besuches von Vertretern des Ministeriums für die besetzten Gebiete und des Kultusministeriums eine Aussprache über allgemeine kulturelle Fragen statt. Oberrabbiner Dr. Altmann stellte im Verlauf der Besprechung den Antrag, aus Staatsmitteln eine Summe zur Schaffung einer jüdischen Jugendbibliothek zu bewilligen. Daraufhin wurde dem Vorstand der Synagogengemeinde durch den Regierungspräsidenten 1000 Mark zur Verfügung gestellt. Dieser Betrag wurde dem Jüdischen Jugendverein Trier zur Verwendung übergeben. Mitteilungen der Uerbandsleitung 1. Auf Beschluß der Vorstandssitzung in Erfurt dürfen vom 1. Januar 1928 an keine Vereinsprogramme mehr in der Zeitung aufgenommen werden. Wir bitten die westdeutschen und rheinisch-westfälischen Vereine. hiervon Vormerkung zu nehmen. Selbstverständlich erwarten wir von allen Vereinen weiterhin Berichte, aus denen die Verbandsleitung allgemein Interessierendes im Bericht „Aus dem Leben des Verbandes" verwenden wird. 2. Bedauerlicherweise sind die Spendeneingänge sehr spärlich. Es muß bei einigem guten Willen doch leicht sein, diese geringen Beträge hereinzubekommen. Wir bitten nochmals, uns bis zum 15. eines jeden Monats eine namentliche Liste derjenigen Personen einzusenden, die eine Quittung aus den Spendenheften bezahlt haben. Die Aufstellung soll nach Spenden von 3, 2 und 1 Mark geordnet sein. Die Abschnitte in den Quittungsheften sollen die Vereine behalten und dazu benutzen, zu gegebener Zeit an die notierten Persönlichkeiten wieder heranzutreten. Die Ueberweisung der Beträge für den Verband erfolgt auf das Postscheckkonto Berlin 13 500, ebenfalls bis zum 15. eines jeden Monats. Bei allen diesen Ueberweisungen ist ausdrücklich zu vermerken „aus Spendenheften", damit in der hierüber geführten gesonderten Buchhaltung eine entsprechende Buchung vorgenommen werden kann. 3. Wir haben für die Verbandszeitschrift, beginnend am 1. Dezember 1927,Postversand eingeführt. Um eine reibungslose Durchführung des Zeitungsversandes gewährleisten zu können, ist es notwendig, daß uns An- und Abmeldungen von Abonnenten stets bis zum 15. eines jeden Monats gemeldet werden, damit wir sie dann noch für die darauffolgende Nummer berücksichtigen können. 4. Wir bitten, in Zukunft den immer angegebenen Redaktionsschluß genau zu beachten, da wir uns in Zukunft nicht mehr verpflichten können, später eingehende Manuskripte noch zu bringen. 5. Am IS. Dezember fand in Berlin eine Sitzung des Reichsausschusses der deutschen Jugendverbände statt, bei der der Verband durch Manfred Vöhl, Berlin, vertreten war. Sie wurde eingeleitet durch eine Kundgebung „Zur Freizeitbewegung der Jugend" und einen Appell an die Fraktionen des Reichstags. Der Redner des Abencjs. der preußische Minister für Volkswohlfahrt, stellte sich ganz auf den Standpunkt des Reichsausschusses. Von den Vertretern der Parteien sprachen sich in klarer Weise nur die Abgeordneten der demokratischen und sozialdemokratischen Parteien für eine unbedingte Unterstützung aus. In der Sitzung wurde über das Verhältnis zum Jugendherbergsverband gesprochen und die große Tagung des Reichsausschusses für den 13. bis 17. März 1928 in Homburg v. d. Höhe beschlossen. — Die Ausstellung „Das junge Deutschland" soll nunmehr vom 7. Januar ab in Leipzig und dann in Westdeutschland wieder gezeigt werden. Die Ausstellung wird in Leipzig bis zum 5. Februar im Ringmeßhaus gezeigt und durch eine „lebendige Ausstellung" der besten sächsischen Spielscharen ergänzt werden. Sonderzüge werden an den Sonntagen die Besucher aus ganz Mitteldeutschland heranführen. Die Ausstellungsleitung ist darüber hinaus bestrebt gewesen, die Reichsausstellung durch sächsisches Material zu vervollständigen und zu erweitern. Zeltlagergemeinschaft europäischer Jugend. In Anlehnung an den Verband für europäische Verständigung, dem Männer aller Parteien und führende Persönlichkeiten wie Außenminister Dr. Stresemann, Reichskanzler Marx, Retchswehrminister Dr. Geßler, die Reichsminister a. D. Wissell. Sollmann, Giesberts, Reinhold, Gerhart Hauptmann u. a. m. angehören, hat sich in Berlin NW 7, Dorotheenstraße 53) eine „Vereinigung Weltjugendlager Bruderhand" gebildet, die für das Jahr 1928 eine Reihe von Zeltlagern für die Jugend in Deutschland und andern europäischen Ländern errichtet. Ohne Minderung der Liebe zu Vaterland und Heimat soll hier die Jugend Europas ein Gemeinschaftsleben pflegen, dessen von der Jugend selbst gewählte Formen körperliche Ertüchtigung und geistige Weiterbildung mit charakterlicher Erziehung zu gegenseitiger Hilfe und zum Dienst an der Menschheit vereinigen. Jede politische und konfessionelle Propaganda wird hierbei ausgeschlossen sein. Die Zeltlager, die auch der Freizeit-Gestaltung am Wochenende dienen, sollen besonders den Mitgliedern der Jugend-Sport- und Tum-Verbähde (beiderlei Geschlechtes) offengehalten werden. Satzungen und Zeitschrift „Bruderhand" kostenlos von der Geschäftsstelle der „Vereinigung Weltjugendlager Bruderhand", Berlin NW 7, Dorotheenstraße 53. Wir veröffentlichen unter dieser Rubrik fortlaufend alle eingehenden Spenden: Dr. Herbert Simons, Düsseldorf, 10 Mark, Dr. E. Simons, Düsseldorf, 3 Mark, Karl Meister, Düsseldorf, 1 Mark, E. Berngau, Düsseldorf, 1 Mark, Max Schneider, Düsseldorf, 1 Mark, Zusammen 16 Mark. . . Redaktionsschluß am 20. Januar 1928 Denkt an die Für dererl istedesteftandes! Die Verlobung ih rer Tochter Grete mit Herrn Alfred Fricdheim aus Hameln a. d. Weser, rcigen ergebenst an Julius Rosenwald ü. Frau Julie, geb. Archcnhold Bünde i. W., im Dezember 1927 Grete Rosenw^U Alfred Friedrtctm Verlobte Bünde (Westf.) Ham«!n d. d. Weser Benutzt fleißig unsere Spendenhefte?

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