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Der Jugendbund · 1927-12-01 · 12 (1.12.1927) · p. [Seite]

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Journal
Der Jugendbund
Volume
3 (1927)
Issue
12 (1.12.1927)
Date
1927-12-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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DCP .lUCClMlPBUNP jüDiscHen juGenDve߀in€ oeufSCHLflnps 13. Jahrgang Düsseldorf, den 1. Dezember 1927 Nummer 12 flllC rfpltl Inhält* Vorbericht aus der Hauptvorstandssitzung des Verbandes in Erfurt. — Chanukka. — Verteidigung HUo II CHI lllllull. des Pathos. Von Ernst Holzer. — Was zieht mich zum Gottesdienst. — Antisemitismus und wir. — Zu welchem Zweck arbeiten wir im Jugendverein? — Rundbriefe des Westd. Bezirksverbandes. — Randbemerkungen. — Die Kunst des Zuhörens. — Junggruppen. — Psalm 118. — Jugend erwache. — Bücherschau. — Aus dem Leben des Verbandes. Vorbericht Ober die Hauptvorstandssitzung des Verbandes der jüdischen Jugendvereine Deutschlands am 27. November 1927 in Erfurt In vierzchnstündiger intensiver Arbeit wurden die schwebenden Verbandsfragen eingebend besprochen und zur Klärung gebracht. Der Arbeitsbericht, die Uebersicht über die Finanzen des Verbandes zeigten bei aller, durch die Schwierigkeit der Aufbauarbeit bedingten Vorsicht eine fortschreitende Gesundung der Organisation. Aus dieser Erkenntnis heraus gab die Versammlung dem Vorentwurf des Etats für das Geschäftsjahr 1928 29, der mit erheblich höheren Posten aufgestellt-war, ihre Zustimmung. — Fritz Schwarzschild wurde für die Dauer von 2 Jahren als hauptamtlicher Geschäftsführer angestellt und wird in dieser Eigenschaft am 1. Januar 1928 nach Düsseldorf übersiedeln. Die Erfahrungen der letzten Jahre werden den Hauptvorstand veranlassen, der nächsten Delegiertentagung einen neuen Statutenentwurf vorzulegen, der unter Einbeziehung des Organisationsstatuts insbesondere das Verhältnis der Landesverbände zum Reichsverband neu regeln soll. Bei aller Achtung der regionalen Selbständigkeit der Landesverbände soll der Gedanke des Reichsverbandes hierin stärker als bisher zum Ausdruck kommen. — Eine Abänderung der Tendenzparagraphen wurde abgelehnt. Die Delegiertentagung 1928 wird vom Vorsitzenden nach Dresden! einberufen werden. Die Durchführung der Tagung hat der Jüdische Jugendverein Dresden übernommen. Nach den. Ausführungen von Elsa Hirschel, Dresden, wird die Tagung einen ihrer besonderen Bedeutung entsprechenden glanzvollen Rahmen erhalten. Das Programm der Tagung soll demnächst veröffentlicht werden. Die Versammlung war von 21 Mitgliedern des Verbandsvorstandes und Beirates besucht. Chanukka Aus „Aehren u. Beeren" von Oberrabbiner Dr. Altmann. Trier Wie das kleine Dienerlichtlein ist, das ihr im Angesichte der Menorah in die Hand nehmet, die anderen Lichter zu entzünden, so sollt ihr Juden sein: Diener des Lichts, das die Schatten verscheucht und die Schreckgespenster bannt aus der Welt. Acht Tugendsonnen deuten die Chanukkalichter an; sie leuchteten alle in den Herzen der Makkabäerhelden: Glaube, Liebe, Treue, Erbarmen, Freiheit, Gerechtigkeit, Sittlichkeit und Friedenssehnsucht. Eure Führer, Juden, müssen euch vorangehen und tun, was das Dienerlichtlein tut in eurer Hand: anzünden, entfachen, hell auflodern lassen die Tugendsonnen der Makkabäer. Dazu sind sie von Gott bestellt und von euch berufen. Aber das Licht in der Führer Hand hat nur Ziel und Zweck, wenn ihr selber Lichter werden wollt. Wollt ihr Makkabäer werden, so kann euch Führer ein Juda seinl Acht Lichter brennen am Höhepunkte des makkabäischen Gedenkfestes an der Menorah. Am Beginn der festlichen Zeit waren ihrer nicht so viele. Eines war es nur zuerst, womit Chanukka begann, und erst in stetig aufsteigender Reihe nahm ihre Zahl und mit ihrer Zahl ihre Leuchtkraft zu. Ebenso wie der Makkabäer treue Seelen zuerst gar wenige nur um Juda waren und spärlich vorerst ihre Taten. Aber sie wuchsen aus ihrer Begeisterung heraus immer mehr und mehr und steigerten schließlich ihre Kraftentfaltung bis zur höchsten Leistung ihres menschlichen, ja übermenschlichen Könnens. So soll es bei Führern und Geführten in Israel auch jetzt noch sein. In aufsteigender Linie soll sich das Verhältnis der gegenseitigen Lichtspendung bewegen, niemals nach abwärts. Es soll nicht ein Strohfeuer nur sein, ein Lichtschein des Augenblicks, sondern eine Flamme, die stärker wird mit Jahr und Tag und immer mächtiger und größer. Wie einst jenes Krüglein mit dem wenigen Oel nicht versagte, nicht aufhörte, Kraft und Licht zu spenden, so müßten heutzutage Führer und Geführte ihr Können stets stärken und ihr Wollen stets vermehren, um das beständige Licht im Leuchter des Judentums, besonders die lodernde Flamme im Herzen der Jugend wach und lebendig zu erhalten. Mit solchen Gedanken, Juden, Kinder des Lichts, laßt uns am Feste entzünden das Licht und preisen den Schöpfer und den Herrn des Lichtsl

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