Der Jugendbund
- Journal
- Der Jugendbund
- Volume
- 3 (1927)
- Issue
- 11 (1.11.1927)
- Date
- 1927-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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gehendem Studium treibt und uns die Ausdauer gibt, sie richtig zu 1 e r n c n. Es ist daher Aufgabe des Jugendbundes, nicht nur das Slrebcn zur Forschung in der Geschichtezu erwecken, sondern auch für die Ermöglichung des Lernens durch Anleitung von geeigneter Seite zu sorgen." -, Der Tagung folgte ein geselliges Beisammensein, das die Wormser Jugend durch Darbietungen künstlerischer Art zu verschonen wußte. Dem Wormser Verein gebührt besonderer Dank für die herzliche Gastfreundschaft, die er allen Freunden zuteil werden ließ. Die Tagung bracMc neue Anregungen, die sich hoffentlich für den Landes\erband zum Guten auswirken werden. Leber die aulicrordentljCtSfcDelegicrtentagung des Landesverbandes Grenzmark, die am 18. September in S;-hncidemühl stattfand, liegt nunmehr ein Bericht vor. Fast : Amtliche .lugendbünde der Grenzmark waren vertreten, dar- n(cr auch der kürzlich gegründete .lugendbund Pr.-Friedland. Herr Rabbiner Dr. -Rosenzweig. Schneidemühl, hielt einen Vorrag über „Jüdische Sitten und Gebräuche". Sodann sprach Friiz Schwarzschild über ..Aufgaben und Ziele des Jugendbundes ". Seine Ausführungen gipfelten in den Worten: „Wir fordern von der jüdischen Jugend und von allen Juden ihre ganze Persönlichkeit, volle Hingabe ah das Werk, das der Verband auibaut. Dies Werk ist die Erziehung zu einer gefestigten indischen Persönlichkeit, die fähig ist. sich als jüdische Persönlichkeit zu erhalten." — Nach Schluß der Tagung fanden sich die Delegierten zu einer Aussprache zusammen, mit dem Ergebnis, daß sämtliche vertretenen Vereine versprachen, soweit sie noch nicht dem Verbände angehören, ihren Anschluß baldigst zu vollziehen. — Am Abend veranstaltete der Verein Schneidemühl ein .gemütliches Beisammensein. i Die Delegiertentagung des Landesverbandes Bayern findet am 6. November in München statt. "Das Referat hält Fritz Schwarzschild über „Zur Methodik der Arbeit unserer Bünde". Abends spricht Rabbiner Dr. Rülf, Bamberg, über: „Der Talmud als Angriffsobjekt unserer Feinde" in einer öffentlichen Versammlung. Der Landesverband Baden hat am gleichen Tage einf Führertagung in Offenburg. 2. Vereine. Infolge Raummangels können wir über die Wcrbeveranstalhingen nur summarisch berichten. Iii Esch wege sprach Lehrer Bacher. Kassel, über: „Die jüdische Jugend in der Gemeinde." In Essen gestaltete sich der Werbeabend zu einem Fest, wie es im Jugendverein seit langem nicht dagewesen war. Es mögen wohl 500 Personen, darunter sehr viele Jugendliche, der Veranstaltung beigewohnt haben. Ein Erlebnis war für alle die Mitwirkung des Düsseldorfer Sprechchors. Rabbiner Dr. Klein, Düsseldorf, sprach über: „Die Lage des Verbandes", Aribert de Junge. Hamborn, über: .Miteinander, nicht gegeneinander". Dr. Krombach, Essen, über: „Die Stellung der Gemeinde und der lüdischen Organisationen zum Jugendverein". In glücklicher Weise wurde das Programm durch künstlerische Darbietungen des Synagogenchors, sowie deklamatorische Vorträge ergänzt. Der sichtbare Erfolg des Abends waren verschiedene gefüllte neue Mitgliederlisten und zahlreiche Anmeldungen zu einem neu zb bildenden Sprechclror. In Frankfurt a. M. fand vom 26. bis 29. Oktober eine Werbewoche statt, in deren Rahmen Prof. Dr. Julius Hülsen über „Ritualgcgen.stände der Sabbatfeier ü? künstlerischer Beleuchtung" sprach. Ein Heimabend behandelte das Thema „L nsere Stellung zum neutralen Verband", eine Freitagabendfeier unter Leitung von Herrn Rabb. Dr. Horowitz veranschaulichte die praktische Arbeit des Vereins, eine Simchas-Thora- Feier beschloß die Werbewoche. Der Jugendbund Görlitz hatte einen sehr wirkungsvollen NX erbeabend in den Räumen der Viktoria-Loge, bei dem der aus -Schülern und Schülerinnen gebildete Sprechchor den von Kabbiner Dr. Katten für diesen Zweck bearbeiteten P.salm 118 unter allgemeinem Beifall 'vortrug. Herr Rabbiner Dr. Katten *hielt die Ansprache, die Ton deklamatorischen und musikali- 14 sehen Vorträgen umrahmt wurde. Den Beschluß bildete ein gut gespielter Einakter. Am 9. Oktober sprach Prediger Rülf. Detmold, in Göttinnen vor etwa 60 Personen über „Jugend und Gemeinde". Der Abend war-ein großer Erfolg für den dortigen Jugendverein. Bei dem Werbcabend des Jüdischen Jugendbundes Pforzh e i m . der mit einer Simchas-Thora-Feier verbunden wurde, sprach der ehemalige Landesverbandsvorsitzende von Baden, Dr. Robert Weill. Erfreulicherweise ist zu berichten, daß verschiedene Vereine in diesem Jahre Heimabende in selbst gebauten Sukkoths abhalten konnten. Der Jüdische Jugendbund Bad Oeynhausen, in dessen ' Gemeinde sonst kein Gottesdienst stattfindet, hat in diesem Jahre zum ersten Mal die Veranstaltung eines Feiertagsgottesdienstes durchsetzen können.* Mitteilungen der Verbandsleitung 1. Die Delcgiertentagung des Verbandes findet nunmehr bestimmt zu Pfingsten 1928'in Dresden statt. Es liegt im Interesse der Vereine, heute bereits in finanzieller Beziehung die Vorbereitungen zu treffen, um eine möglichst große Anzahl ihrer Mitglieder zu dieser außerordentlich wichtigen Tagung zu schicken. Wir empfehlen daher den Vereinen, heute bereits eine Reise kasse für Dresden 1928 anzulegen. Wenn wöchentlich ein auch nur kleiner Betrag für diesen Zweck bestimmt wird, dürfte es ohne große Schwierigkeiten möglich sein, die notwendigen Gelder für die Reise der Delegierten aufzubringen. Wir legen den größten Wert darauf, daß an dieser Tagung, die eine starke Demonstration für unsere Idee werden soll, alle Bünde in ihrem eigenen Interesse teilnehmen und empfehlen, für diese Reisekasse die Erträgnisse der Spendenheftc, soweit sie den Vereinsanteil betreffen, zu verwenden. Diese Spendenhefte werden in allen Fällen eine sehr angenehme und leichte Möglichkeit bieten, für außerordentliche Ausgaben Mittel zu beschaffen. Darum: Gründet Reisekassen für Dresden 1 9 2 8! 2. Der erste Spendenausweis erfolgt in der Dezember-Nummer des „Jugcndbund". Bis zum 15. November ist von den Vereinen eine namentliche Liste derjenigen Personen einzusenden, die eine Quittung aus den Spendenheften bezahlt haben. Die Aufstellung soll nach Spenden von 3,—, 2,— und 1. Mark geordnet sein. Die Abschnitte in den Quittungs-' heften sollen die Vereine behalten und dazu benutzen, zu gegebener Zeit an die notierten Persönlichkeiten wieder heranzutreten. Die Ueberweisung der Beträge für den Verband muß ebenfalls bis 15. November auf Postscheckkonto Berlin 13 500 erfolgt sein. Bei allen diesen Ueberweisungen ist ausdrücklich zu vermerken „aus Spendenheften", damit in der hierüber geführten gesonderten Buchhaltung eine entsprechende Buchung vorgenommen werden kann. 3. Auf Wunsch des Junggruppen-Dezernats veröffentlichen wir folgende Berichtigung zu der in der vorigen Nummer unter ..Mitteilungen der Verbandsleitung" Nr. 2 gebrachten Notiz: ,\ erbandsleitung und Junggruppen-Dezernat haben beschlossen: Um die Junggruppenarbeit zu einem Teil intensiver Verbandsarbeit werden zu lassen soll in jeden Bezirks-, bzw. Landesverband ein Angehöriger der Junggruppenführerschaft als .vollständig gleichberechtigtes und stimmberechtigtes Mitglied eintreten. Dieses Mitglied ist für die Junggruppenarbeit, für den Ausbau und Aufbau der Junggruppen innerhalb des betreffenden Bezirks- resp. Landesverbandes verantwortlich. . Aus den Junggruppenmitgliedern der Bezirks-(Landes-)Verbands-Vorstände setzt sich das Junggruppen-Dezernat zusammen. Dadurch wird — mehr als bisher — ein tatsächliches Arbeilen der einzelnen Dezernatsmitglieder, aber auch der Bezirks-(Landes-)Verbands-Vorstände im Interesse der Junggruppen gewährleistet."