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Der Jugendbund · 1927-08-04 · 15 (4.8.1927) · p. [Seite]

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Journal
Der Jugendbund
Volume
3 (1927)
Issue
15 (4.8.1927)
Date
1927-08-04
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Jüdische Blatter Mitteilungen des Verbandes der jüdischen Jugendvereine Deutschlands 14. JAHRGANG / Nr. 8 der jüdischen Blätter Düsseldorf, den 4. August 1927 3. JAHRGANG / Nr. IS de» Jugendbundes +> flllC riptll Inhalt* ^as 'unße Deutschland, von Dr. Arnold. — Einweihung des Jugendheims Seesen. — Antisemitismus HuO UCHI HlllQll. und — wirt von N. N. — Abwehr, von Kurt Bachfach, Kreuznach. —■ Vom neuen Singen, von Arthur Reichenberger, — Zur'Delegiertentagung des Bezirksverbandes Saar—Pfalz am 26. Juli in Neunkirchen, von Irvln Eppstein. — Januskopf eines gespaltenen Zeitalters, von Max Gellborn, Stuttgart. — Ueber alt-jüdisches Recht, von Dr. R. Salomen, Trier. — Der Jude Shylock im „Kaufmann von Venedig", von Ludwig Börne. — Unser Weg. — Ich und Du, von Margot Falk, Beckum. — Berichtigung zu „Der erste Eindruck". — Junggruppen. — Bücherschau. — Aus dem Leben des Verbandes. — Mitteilungen der Verbandsleitung. — Zum Adressenverzeichnis des Verbandes. — Vereinsnachrichten. — Das junge Deutschland Von Dr. Arnold. Die Ausstellung „Das junge Deutschland" (12. August bis 25. September 1927, Schloß Bcllevuc, Berlin) tritt mit dem herausfordernden Anspruch vor die Oeffentlichkeit, „Ausstellung der deutschen Jugend" zu sein. Gewöhnt an anmaßende und überhebliche Titel, die eine Zeit der' Massendemonstrationen und Massenreklame in Masse erzeugt, wird die so angerufene, aber nun schon geduldig und stumpf gewordene Oeffentlichkeit vielleicht auch an dieser Ueberschrift vorübergehen, ohne zu bemerken, welch eine gewaltige Wendung die Tatsache einer „A usstellung der deutschen Jugend" bedeuten kann. Darüber sich zu verbreiten, wird anläßlich ihrer Eröffnung noch genug und bessere Gelegenheit sein. An dieser Stelle soll die Besinnung auf die große Verpflichtung und Verantwortung, die von Seiten der Veranstalter mit dem gewählten Titel übernommen wurde, nur zu dem Hinweis darauf dienen, daß jede, auch die geringste Veröffentlichung, jede Reklame, ja jede Zeile von Seiten der Ausstellung mit dem kritischen Maßstab gemessen werden wird, den sie selbst mit dem Anspruch, das junge Deutschland auszustellen, herausgefordert hat. Denn im Ton, Stil und Haltung aller solcher Veröffentlichungen muß nicht nur der Wille zum Neuen, sondern auch die Möglichkeit und das Können zu neuer Gestaltung zü spüren sein. Von der vor uns liegenden Werbeschrift der Ausstellung darf nun erfreulicherweise von diesem Gesichtspunkte aus gesagt werden, daß sie auf ihre Weise den Geist der vorbereiteten Ausstellung zum Ausdruck bringt: ohne unsachlichen Ueberschwang wird in übersichtlichem Aufbau der Plan der Ausstellung entwickelt, nachdem eine kurze Einleitung die Grundgedanken werbend und fördernd dargestellt hat. Ueber die Unterteilung der drei Hauptgebiete: 1. die bevölkerungspolitische, soziale und gesundheitliche Lage der Jugend, '2. die Freizeit der Jugend, 3. die Kulturbewegung der deutschen Jugend, orientiert eine kurze Uebersicht, und eine Aufzählung der tragenden Körperschaften schließt sich an. Das Ganze ist mit einigen sehr sorgfältig reproduzierten Graphiken geschmückt, die als frische Unterbrechung der bloßen Äuizählung und als Begleitung des Werbetextes dem Auge willkommen sind, obgleich die gute Druckanordnung einer solchen Hilfe gar nicht bedürfte. Man darf also sagen, daß dies klein«, ohne allzu kostbare Ausstattung in der Reichsdruckerei gedruckte Heft die richtige Werbung für die Ausstellung dar» stellt, nicht nur für die „Außenstehenden", sondern besonder* *E*U<HT OIE AU55TELLUN« »Efc t>EUT*<HEN V;jUOENt> 12.ÄUO.- zsmvt. mj u »A$ »EUTKHLAN* BERLIN KHLO** BELLEVUE gegenüber den von innen her kommenden Belangen. Die hübsche Werbeschrift sollte daher, zumal sie kostenlos von der Werbesielle der Ausstellung „Das junge Deutschland" (Berlin NW 40, Schloß Bellevue) bezogen werden kann, in die Hände aller Jugendverhände und deren Freunde und vorf dort aus in weiteste Kreise der Oeffentlichkeit wandern.

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