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Der Jugendbund · 1927-06-02 · 11 (2.6.1927) · p. [Seite]

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Journal
Der Jugendbund
Volume
3 (1927)
Issue
11 (2.6.1927)
Date
1927-06-02
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Jüdische Blatter Mitteilungen des Verbandes der jüdischen Joieirivereiie Deutschlands 14. JAHRGANG / Nr. 6 der Jüdischen Blätter Düsseldorf, den 2. Juni 1927 3. JAHRGANG / Nr. 11 de» Ju<endbubdr i Ans dem Inhalt: An unsere Freunde. — Walter Rathenau. — Grundgedanken des Judentums. Von Siegfried Bacharach. Vom neuen Singen, von Dr. Arthur Reichenberger, Ibbenhausen. — Lebensberuf und Berufsleben. — Landarbeit. — Wandern und Sport. — Denkrede auf Jean Paul, von Ludwig Börne.— Kob Nidre, Skizze von-Eriedl Teicher. Spanisches, von J. Jacobs, Frankfurt. — Für unsere Jüngsten- — Zum Schownaus, von Oberrabbiner Dr. Altmann, Trier. — Bücherbesprechung. — Aus dem Leben des Verbandes. — Zum Adressenverzeichnis des Verbandes. — Vereinsnachrichten. An unsere Freunde! Auf Veranlassung des Reichsvorstandes ist der Schriftleitung dieser Blätter eine sogenannte Pressekommission zur Unterstützung und Beratung zur Seite getreten. Die Mitglieder dieser Kommission wollen und können keine andere Aufgabe haben als die, der Zeitung Anregungen zu geben und neue Kräfte zur Mitarbeit heranzuziehen. Die Verantwortlichkeit der Schriftleitung ist durch die Einsetzung der Pressekommission nicht geändert, und die Schriftleitung hat sich nach wie vor die letzte Entscheidung über die Gestaltung der Zeitung vorbehalten. Lieber Inhalt und Form der Zeitung sind, zuletzt wieder auf der Delegiertentagung des Westdeutschen Bezirksverbandes Klagen laut geworden, deren Berechtigung in mancher Beziehung - -ht zu leugnen ist. Ein Mißstand, die breite Behandlung der Arbeitsmethoden der. Bünde, die das Gros der Mitglieder nicht interssieren kann, soll dadurch abgestellt werden, daß diese Dinge besonderen Führerschriften vorbehalten werden sollen. Aber damit, daß gewisse Themen künftig aus dem „Jugendbund" ausscheiden, ist es nicht getan. Es muß festgestellt werden, daß die Schuld an den berechmm tigten Vorwürfen gegen unsere Zeitung nicht die Schriftleitung, sondern die Mitgliedschaft der Jugendbünde trifft. IEs geht natürlich nicht an, daß sich die Zeitung fast ausschließlich aus Artikeln weniger Führer und einiger Spezialisten für gewisse Gebiete zusammensetzt, wie es bisher im wesentlichen der Fall war. Das zu ändern liegt aber nicht in der Macht der Scbriftleitung, wenn nicht die gesamte Mitgliedschaft des Verbandes es als Pflicht und Ehre betrachtet, an unserer Zeitung mitzuarbeiten. Dazu ist es nicht notwendig, daß alle schriftstellerisch begabt sind. Nicht ästhetische Vollkommenheit, sondern Lebendigkeit der Zeitung ist zu erstreben. Und Lebendigkeit ergibt sich nur, wenn jeder Jugendbündler aus seinem Leben, aus seinem Interessenkreise, aus seinem Gesichtsfeld mitteilt, was ihm am Herzen liegt. Wenn es ihm wirklich am Herzen liegt, inter» essiert es auch alle Leser der Zeitung und wird sie anregen, sich ebenfalls auszusprechen. Wir wollen nicht mehr, daß die Zeitung Lesestoff und vielleicht Belehrungsmittel ist, sondern sie soll die Plattform für Euch alle sein. Sie soll nicht die Zeitung für Jugendbundsmitglieder, sondern die Zeitung der Jugendbundsmitglieder sein. Habt keine falsche Scham, schreibt uns, was Ihr denkt und sendet es uns ein! Gedruckt wird es Früchte tragen für Euch selbst und für Eure Kameraden. Euch gehört die Zeitung. — Gestaltet siel t Die Pressekommission: Dr. Heinz Kahn. Dr. Schönberger. Herbert Felsenthal. Ernst Holzer. Aribert d« Jonge. Die Schriftleimngr: Dr. Klein.

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