Der Jugendbund
- Journal
- Der Jugendbund
- Volume
- 3 (1927)
- Issue
- 3 (10.2.1927)
- Date
- 1927-02-10
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Oberrabbincr Dr. Adolf Altmann, .Trier: „Aehren und" Beeren", homilelischc Weckrufe. Die Lektüre von Predigten insbesondere der Jugend zu empfehlen, bedeutet ein Wagnis, hat doch die Tugend im allgemeinen eine gew sse Abneigung gegen homiletische Beeinflussung, weil sie das Empfinden hat, daß die Predigten von cir.er bestimmten Voraussetzung ausgehen und von vornherein ein ganz bestimmtes Ziel im Auge haben. Vor allem aber wird die Jugend von dem spezifischen Tone der Predigt abgestoßen, wie er sich vielfach entwickelt hat. Wenn wir diese homiletischen Betrachtungen trotzdem "besprechen und empfehlen, so geschieht es deswegen, weil sie sich von der üblichen*Art der Predigten, df*m sogenannten Pastoralen, fernhalten und in ihrer poetischen Kraft ihre Gedankenrichtung in der eigenartigen Behandlungswcise der Probleme den Leser zu eigener innerer Stellungnahme drangen. Der Verfasser ist zudem eine starke "idische Per«'.r.lichkeit und hat intuitiv die spezifisch jüdischen Werte klar herauszuarbeiten verstanden. Seine Art, die Gedanken der Feiertage und einzelner "1 horaabschnitte in origineller und doch auf das Alte eingehender Form herauszuarbeiten upd ihren neue Inhalte zu geben, wird dazu angetan sein, in vielen von uns den Wunsch nach weiterer Vertiefung unseres Judentums anzuregen. Oberrabbiner Dr. Adolf Altmann, Trier: „Jüdische Welt- und Lebensperspektiven", Abhandlungen über alte und neue Juden, tumslragen. Preßburg, K. Angermayer, A. Alkalay & Sohn,Nacht. Eine Reihe von grundlegenden und fesselnden Problemen ist von dem Verfasser mit glücklichem Griff herausgehoben worden. Die Fragen „Gut und Böse", „Traumwelt und Wirklichkeit", „Majorität und Minorität-*, „Niedergang und Aufstieg in der Geschichte"' sind vom philosophischen und vom jüdischen Standpunkt aus in tiefschürfender und trotzdem verständlicher Form behandelt Manche der behandelten Themen werden unseren Vereinen von den Vorträgen des Verfassers her in guter Erinnerung sein. Der Verfasser selbst betont, daß er sich durch strenge Wahrung seiner Unabhängigkeit von jedem horizontbeengenden Partei- und Cliquengeist die Freiheit seiner perspektivischen An-, Um- und Ausschau mit aller Kraft zu wahren gesucht habe. Trotzdem aber sind die Aufsätze fern von Farblosigkcit oder Verwaschenhcil. - Wir hätten nur, ohne gegen den Standpunkt des Verfassers etwas saftest zu wollen, gewünscht, daß er nicht alles, was jenseits von Orthodoxie oder Zionismus liegt, mit einer wegwerfenden Hardbewegung als „Reform" abgetan hätte. Die Aufsätze werden vielen Vereinen bei der Behandlung Von Wcltanschauungsfragen eine gute Grundlage geben können. VEREINSNACHRICHTEN Mitteilungen des Bezirhsverbandes ,üdischer jugendvereine Westdeutschlands Verein der jüdischen Jugend, Aachen Arsckriit: Else Lewy, Ludwfgsplatz 14. i ' i 2. Vortrag von Curt Frankcnhcrg über „Heinrich Heine". 22. 2. Vortrag von Paul Elsaß über „Technik und Jugend". Jüdischer Ju -endbund, Altenkirchen Anschrift: Walter Grünebaum. '2 2. Abends 8 Uhr, im Heim: Vortrag von Ernst Abraham. Jüdir-eher Juycndbund Bonn Anschrift: Theodor Goldrcicb, Beuel bei Bonn, Fricdrichstr. 15.;!:im: Lu:!w:g-P*;:lippsohn-Lt>ge, Bonn, Koblenzer Straße 32. Jeden Montag abend 8.15' Uhr, im Saale der Buchhandlung Cohen: Rhythmische'Gymnastik. Leitung: Frl. Hüde Sander, Gymnasliklchrcrin. , 'eilen Mittwoch abend 7.33 Uhr: Arbeitsgemeinschaft RaSbincr Dr. Levi. Thema: „Jüdisches aus Vcrgangen- — - heit und Gegenwart-'". leden ersten Freitag im Monat: Freitagabend in. Verbindung eines Heimabends mit Bewirtung.' S.o n n t a g s : Wanderungen nach vorheriger Uebercinkunft. jüdischer' jugendverein, Dierdorf (Westerwald) Anschrift: Richard Herz. 12. 2. (Norbert, Daniel.) 12. Heimabend: Der Zionismus. Tageslrarjen. 20. 2. (Jugendheim. 4 Uhr.) Konzert zum Besten des Synagogenbaues. Synagogale Gesänge und klassische Musik, vorgetragen durch Kantor Fleischmann, Köln. Rezitationen durch Herrn Alexander, Köln, Mitglied des Keiner Schauspielhauses. Programm siehe „Aus den Bünden" 26. 2 (!{.•■-. Selbmann ) 13. Heimabend. Jüdische Dich- I taugen, 5.3. | .a.thot Sahm, 8.30 Uhr.) Vortrag von Herrn Ad. Stern, Hachenburg: „Moses Mendelssohn". Prog-am.raänderur.gcn vorbehaltcnl Jüdischer Jugendverein, Düsseldorf Anschr'ii: Leopold Vogel, Graf-Adolf-Straße 75. Heim: Oststraße 50. 11. 2. Frcilagabendfeier mit Bewirtung. Beginn 9 Uhr. Leitung Herr La'inger. . 13. 2. Morgenwandernng, Treffpunkt 9 Uhr Haltestelle Unlandstrafe. Führer Herbert Fclsenlh^l (nur bei trockenem Welter). 15. 2. Abends 8)5 Uhr: Vortrag von Lehrer J. Steinhardt über „Die jüdische Schule". Gäste sind herzlich-willkommen. 22. 2. Heimabend über „Erziehungsfragen". Referenten: Margot Heineberg und Irma Hohenstein. Leitung Mine Meyer. 25. 2. Freitagabendfeier mit Bewirtung. Beginn 9 Uhr. Leitung Rabbiner Dr. Eschelbacher. - Lesegeme -schaft: Nächste Abende: 16. Februar (Mittwoch) und 3. März. Künstlerische Arbeitsgemeinschaft: — - 24. 2. und 10. 3.: Chorsprechen. 14. 2. und 21. 2.: Einzelsprechen. Jüdischer Jugendbund, Grevenbroich u. Umgegend Anschrift: Ludwig Löwenstein, 19. 2. bei Löwenstein: Heimabend. Vortrag über Zionismus. Ii 3. Abends M Uhr. bei Halboth: Purimfeier. Besondere Einladungen ergehen noch. Jüdischer Jugendverein, Hachenburg 12. 2. Vereinsabend. Vortrag von Kurt Hirsch: „Theodor Herzl". 18. 2. Heimabend. Besprechung. 20. 2. Besuch des Künstlcrkonzcrts Dierdorf. 26. 2. Vereinsabend. Vortrag Adolf Stern: „Maimonidcs". Jüdischer Jugendvercin, Jülich Anschrift: Berta Sommer, Düsseldorfer Straße 31. 20. 2. Dr. Schönberger, Aachen: „Vorlesung aus eigenen Dichtungen". Jüdischer Jugendbund, Trier Anschrift: Alfred Aach, MaarstraSe 46. 17. 2. Heimabend mit Bewirtung. Leitung Dr. Salomon. 18. 2. Freitagabendteier. Leitung: OSerrabbiner Dr. Altmann. 25. 2. Frcilagabendfeier mit Bewirtung. Leitung Oberrabbincr Dr. Altmann. Der am 29. Januar ausgefallene Vortrag von Dr. G..1.1 .tein finde! am Donnerstag, den 3. März, statt. Es' ergehen hierzu noch besondere Einladungen. Jüdischer Jugendbund, Wittlich Anschriit: Lehrer Hartmann. 14. 2. Vortrag „Rahe! Varnhagcn" durch Frau Scheuer-Insel, Trier. Beginn: abends &'/• Uhr im Schullokal. 24. 2. Heimabend: „Arnos und Hosea, ihr Leben und Wirken". Herr Leo ,Leib. 10. 3. Heimabend: „Rabbi Akiba". Herr Blüm. Bücher-Austausch jeden Samstag abend vor der Chorprobe. Mitteilungen des Rheinisch-Westfälischen Bezirhsverbandes Unsere nächste Bezirkstagung findet am Sonntag, den 2 7. Februar, nachmittags 3 Uhr, im Gemeindehaus in Essen, Steeler Straße 291, statt. Die Tagesordnung wird noch bekanntgegeben. Bei der Wichtigkeit der zu behandelnden Themen bitten wir heute schon, den Tag sich für diese Sitzung freihalten zu wollen. Dr. Hahn. Jüdischer Jugendbund, Duisburg-Ruhrort Anschrift: Lehrer und Prediger Fritz Kaiser, Duis'ourg-Ruhrort« Landwehrstraße 21. 15. 2, Referat von Herrn Rabbiner Dr, Hahn, Essen, über* „Die Pharisäer", im Reichshof,