Der Jugendbund
- Journal
- Der Jugendbund
- Volume
- 2 (1926)
- Issue
- 19 (21.10.1926)
- Date
- 1926-10-21
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/6492456-6352473-6352497--0243-4928440- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
jt Schriftführer wurde &arl H e u m a n n. Wanderführer blieb Richard Katz, Bibliothekar Alfred A r o n. Alfred Kitt übernahm die deutsche, Prediger Horwitz die jüdische Literaturgruppe. Das Sorgenkind war die Juruggruppenführerfrage. Vorläufig übernimmt Fritz Cosmann, unter Assistenz von Willy Stern, das schwierige Amt. Prediger Horwitz dankte allen bisherigen Vorstandsmitgliedern, besonders VC illy Stern, für ihre treue Mitarbeit und bat die Mitglieder, f.ir die Folge alle tatkräftig mitzuarbeiten, nicht aber die Arbeit, wie bisher, nur immer dem Vorstand zu überlassen. Mit diesem Appell schloß er gegen 11 Uhr die Versammlung. Ich glaube wohl im Namen der Mehrzahl der Mitglieder des JJV. zu sprechen, wenn ich auch von dieser Stelle aus unserem langjährigen ersten Vorsitzenden, Willy Stern, nochmals unseren herzlichsten Dank ausspreche für seine verdienstvolle und unermüdliche Tätigkeit im Interesse der .fügend. Sein Name wird mit der Geschichte und Entwicklung des Jüdischen Jugendvereins Recklinghausen unauslöschlich verbunden sein. Besonderer Dank an dieser Stelle getührt auch Luise Cosmann. In selbstloser Weise hat sie manchen Nachmit- 'aÄ gerpfert, im die Kleinsten inneres Vereins zu guten jüdischen Menschen heranzuziehen. Möge die Arbeit, die Willy Stern und Luise Cosmann an der jüdischen Jugend geleistet haben, uns allen zum Vorbild sein, Z'.)m Resten des Judentums und der Menschheit, In diesem Sinne: Glück auf'! Carl H e ujm a n n. ' " l Stolöefg b. Aachen Hier wurde auf Anregung von Herrn Rabbiner Dr. Schönberger. Alchen, ein Jugendverein ins Leben gerufen, der sich dem Verharde anschließen will. Wir hoffen, b.i!d Näheres darüber berichten zu können. ' \Vcsterhi;r<i im Westerwald p Hier wurde auf Anregung des Verbandsvorsi'zendcn, der in den licrb^'.fcricn mit unserer Jugend sprach, ein Jugendverein ins Lehen -glrufen, dessen Vorsitz Flora Ulimann übernahm. Es ist «chon mit. einer Arbeitsgemeinschaft begonnen worden. A' s dem Wes erwald Die rührige Leitung des V/cstcrwäider Bezirkes, der insbesoiidere die Sorge tür unsere Landve-eir.e obliegt, versendet an ihre Vereine einen Rundbrief, der uns mustergültig erscheint und aus dem wir folgendes entnehmen: „Jeder Verein des Bezirkes soll verpflichtet sein, wenigstens zwei der in den Rundbriefen des Verbandes bearbeiteten Themen in Angriff zu nehmen. Die Redner sollen möglichst aus der Mitte des Vereins oder der Gemeinde entnommen werden. Die Themen sollen durch die Mitglieder richtig durchgearbeitet werden. Die Leitung bittet um schnelle Beantwortung folgender Fragen: 1. Wer hat sich aus Eurem Verein bzw. Eurer Gemeinde zur Uebernahme eines Themas bereit erklärt, und welches .Thema? 2. Sind die betreffenden Personen bereit, über ihr Thema auch in den vier anderen Vereinen unseres Bezirks im Winterhalbjahr zu sprechen und bestehen dieserhalb betreifend Tag, Woche oder Monat bestimmte Wünsche? 3. Sind die Redner bzw. Vereine bereit, sich zu ihren Themen selbst die Literatur zu beschaffen? Andernfalls erbitte ich die Angabe der Literatur, die noch gewünscht wird. Es wird dann versucht werden, sie leihweise zu beschaffen. Von jedem Verein wird Bescheid bis zum 20. Oktober erwartet. Es soll dann eine Besprechung der Vereinsleiter stattfinden." Es soll eine engere interlokale Arbeitsgemeinschaft im Bezirk gebildet werden, die jeden Monat an einem zentral gelegenen Ort tagen soll. Als Arbeitsprogramm für diese sollen Erziehungsfragen festgesetzt werden. Die Arbeitsgemeinschaft soll sich zusammensetzen aus Mitgliedern aller Vereine des Bezirks, die sich stark und jung genug fühlen, auch äußere Schwier gkeiten zu überwinden, wenn ihr Geist profitieren kann. Die einleitenden und abschließenden Vorträge werden durch auswärtige Redner gehalten und sind öffentlich, damit auch die Gemeinden angeregt werden. Die zwischenzeitlichen Zusammenkünfte müssen jeweils zwei bis drei im Rundbrief vorgesehene Heimabende umfassen und sollen möglichst auch mit Unterstützung auswärtiger Verbandsmitglieder abgehalten werden. Ein Austausch der grundlegenden Bücher und brieflicher Gedankenaustausch wird nebenher gehen. Die Leitung wünscht dafür Angabe der Mitglieder, die sich dieser Arbeitsgemeinschaft anschließen, und besonderer Wünsche und Vorschläge betreffend Ausgestaltung der Arbeitsgemeinschaften. Die Leitung schlägt schließlich eine gemeinsame Chanukkafeier des Bezirkes vor. VEREINSNACHRICHTEN Mitteilungen des Bezirksverbandes jüdischer |ugendvereine Westdeutschlands 1. Wir vermissen von vielen Vereinen die Vercinsanzeigen sowie Beiträge für die Rubrik»,.Aus den Gemeinden" und „Aus den Bünden". Wir wissen genau, daß auch in den \ cremen, die uns ihre Anzeigen nicht einsenden, gearbeitet wird, und appellieren an das Gemeinschaftsgefühl aller Verein steiler, damit unsere Zeitung ein getreues Spiegelbild unserer Arbeit werde. Auch die Mitarbeit am redaktioneilen Teil unseres Blattes läßt in letzter Zeit zu wünschen übrig. 2. Wir machen wiederholt darauf aufmerksam, daß alle Geldsendungen für die Verbandsausgabe auf das Postscheckkonto: Berlin 13 500, Verband der Jüdischen Jugendvercirte Deutschlands, Chemnitz, Markgrafenstraße 3; diejenigen für die Bezirk^verbandsausgabe dagegen auf das Postscheckkonto: Kuln 72 827, Dr. S. Klein, Düsseldorf, zu überweisen sind. i_ 3. Wir bitten alle Vereine, uns über Zugang und Abgang der Abonnenten genauestens auf dem laufenden zu halten, damit die Zustellung der Zeitung ohne Schwierigkeiten von statten geht. 4. Der Bezirksverbandsleitung liegt daran, über den Fortgang der Arbeitsgemeinschaften und über Erfahrungen auf diesem Gebiete Bericht .zu erhalten. Wir bitten, diese Berichte an Levi Wolff, Köln, Ricrrard-Wagner-Straße 37, zu senden. 5. Von Kreuznach und Hamm a. <L Sieg au« ist die auf der Düsseldorfer Tagung als dringend notwendig erkannte Landarbeit in mustergültiger Weise in Angriff genommen worden. Es wird von dort aus in nächster Zeit ein Fragebogen an alle Landgemeinden in der dortigen Gegend gerichtet und vom Verband mit einem entsprechenden Begleitschreiben versehen werden. Wir erwarten, daß dieses Vorgehen in allen Gegenden des Bezirksverbandes nachgeahmt wird, damit wir, soweit es an uns liegt, dazu beitragen, das Judentum auf dem Lande vor dem Untergang zu bewahren. Insbesondere ergeht an die Bezirksleitungen und an die größeren Vereine die dringende Aufforderung, sich ihrer Pflicht über ihre Vereine hinaus bewußt zu werden und der kleinen Gemeinden zu gedenken. Vielleicht ist der vorgeschlagene Weg, daß die großen Vereine Patenschaften für Landvereine übernehmen, sie mit Rednern, Büchern und sonstigem Material versehen, geeignet, der geistigen Not des Judentums auf dem Lande abzuheben. Wir sind bereit, den Vereinen und Führern, die gewillt sind, uns bei diesem Werke zu helfen, den Fragebogen, der von Kurt Hirsch, Hamm a. d. Sieg, und Kurt Bachrach, Oberstein a. d. Nahe, entworfen ist, zugänglich zu machen. Wir erwarten in Bälde recht zahlreiche Aeußerungen zu dieser Angelegenheit. 6. Redaktionsschluß für die nächste Nummer (ausnahmsweise wieder Bezirksverbandsnummer) mm 31. Oktober. Jüdischer Jugendverein, Dierdorf (Westerwald) Anschrift: Richard Herz. Jeden Mittwoch abend: Kursus in jüdisch-deutscher Schritt. Jeden Samstag: Heimabend. Jüdischer Jugendverein, Düsseldorf Anschrift: Leopold Vogel, Grai-Adolf-Straße 75. Heim: Oststr. 541 21. 10. Abends 9 Uhr: Sprechchor. 22. 10. Abends 8% Uhr: Freitagabendfeier mit Bewirtung, Leitung: Kantor Vogel. Herbert Felsenthal rezitiert aus der Buber-Bibel. 26. 10. Abends S'A Uhr: Heimabend über „Erziehung in des* Bibel". Leitung: Mine Meyer. — fl —