Der Jugendbund
- Journal
- Der Jugendbund
- Volume
- 2 (1926)
- Issue
- 13 (29.7.1926)
- Date
- 1926-07-29
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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3. Gebt uns bitte Namen und genaue Adressen derer an, die nach Kuc'.saprache zur Vorbereitung der Arbeit be- J reit wären. 4. Gebt uns bis längstens 20. August d. J. Eure Nachricht. An einem Sonntag Anfang September werden Wir zu Euch Rommen, das notwendige Schnftcnmaterial mitbringen — diesem Brief liegt die neueste Nummer unseres a le 14 Tag« erscheinenden Verbandsblattes bei — und hoffen bestimmt, daß wir zu einem lebhaften Zusammenarbeiten Rommen." Wir wünschen der rührigen Bezirksgruppe einen .vollen Erfolg für ihre Arbeit und hoffen, daß die übrigein Bezirksgruppen in gleicher Weise ihre Pflicht tun. Der große Erfolg in der Jiu-Jitsu-Gruppe des RJF. in der deutschen Meisterschaft in Köln Dej 8. und 9. J;!i wird ein Ruhmesblatt in der Geschichte [des Spnrts innerhalb des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten bleiben. Zum ersten Male starteten Kameraden des RJF. in einer deutschen Meisterschaft. Im Rahmen der deutschen Kampfspiele, die in Köln vom 4. bis 11. Juli stattfanden und [vom Reithsausschuß für Leibesübungen als, deutsche Olympiade vorgesehen waren, sandte die Jiu-Jitsu-Gruppe des RJF., (Ortsgruppe Berl.n. fünf Kämpfer, von welchen die Kameraden Utarrv Romenthal, Al'red Mendclsohn. Fritz Jacobi und Erich Arzt starten, währenddem Kamerad Beck als Kampfrichter Ute. Den Jiu-Jitsu-Kämpfen um die . deutsche Meisterschaft girgen Aissche'dungskämpfe in ganz Deutschland vnratir, soi. daß in Köln die Auslese sämtlicher Jiu-Jitsu- K in •- «rhlarids im Ring standen. Wider Erwarten war es Büdlich, a ich de« Kameraden Beck starten zu lassen. Die Aiisschc-diing-.-:.rnr>,e fanden am 8. Juli statt und standen sich \in allen Gewichtsklassen ziemlich gleichwertige Gegner gegenüber, *o daß z-.i den am 9. Juli stattfindenden deutschen MefsterschaftiUaiopfen tatsächlich die Besten der Besten antreten konnten. Von den fünf-Kameraden, welche die Jiu- [Jilsu-Gr"pr»e zum Karr.pt stellte, gewannen die Kameraden Harr- R . n'hal irr. Fliegengewicht den Titel eines deutschen Mtt'-ters.; Kamerad Beck wurde im Federgewicht zweiter Preisträger, während Fritz Jacobi' im leichten Mittelgewicht den dritten Preis.holte. Der Gegner Rosenthals war diesem an Kraft s., überlegen, daß Rosenthal, trotz.seiner ausgezeichneten'Technik! erst nach 6.22 Minuten seinen Gegner zur Aufjibe zwingen . inte. Hervorzuheben ist der Kampf im Federfewicht, der durch die Schnelligkeit der Kampfführung, in der blitzschnell Grift auf Griff folgte, die Zuschauer aufs höchste interessierte. Da Kamerad Beck auf eipen Kampf in der deutschen Meisterschaft naturgemäß nicht vorbereitet war, ist es ein sehr gutes Ergebnis, daß es seinem,! ihm an Ausdauer und Technik überlegenen Gegner erst nach 6,14 Minuten gelang, den Sieg über Kameraden Beck zu erreichen. Im Leichtgewicht konnte leider Kamerad Mendclsohh, welcher seinen Gegnern gegenüber, unter denen sich zwei Berliner Meister befanden, gute Aussichten hatte, leider nicht gelingen, sich' durchzusetzen, da derselbe plötzlich erkrankte, und nach tapferer Gegenwehr seinem Gegner den Sieg überlassen mußte. Daß Fritz Jacobi sich unter teilweise überlegenen Gegnern den dritten Preis holen konnte, ist ebenfalls ein gutes Ergebnis. Dem besten und tapfersten aber unserer Kameraden, Erich Arzt, war es trotz aufopferungsvollster Kämpfe leider nicht möglich, sich durchzusetzen. Er hat geigen den technisch glänzenden Meister unentschieden kämpfen können, jedoch war die Konkurrenz in seiner Gewichtsklasse so groß, daß leider seine tapfersten Anstrengungen, einen Preis vergeblich waren. Als Anerkennung für stiftete der Landesverband Westdeutschland Arzt einen Ehrenbecher. b lis Alles in allem ist es ein gUnzcndel Erge Jiu-Jitsu-Gruppe gelang, gegen die besten samten Deutschland sich 3 Preise zu halen. das erstemal einen Deutschen Meister im Rcjichsbund Frontsoldaten. Vivant sequentes! für uns zu holen, seine Leistungen im RJF. Kamerad daß es unserer Kämpfer des gc- Wir haben damit jüdischer Mitteilungen des Bezirhsverbandes jüdischer Jugendvereine Westdeutschlands 1. Sämtliche Korrespondenz für den Bezirksverband geht nunmehr an Herrn Levi Wolf, Kiiln, Richard Wasserstraße 37. Alle Einsendungen für die Zeitung sind, wie bisher, an die Adresse von Rabbiner Dr. Klein, Düsseldorf, Haroldstraße 41. zu richten. Die Abonnementsbeträge für die Bezirksausgabe des ..Jugend'jund" sowie alte übrigen Zahlungen für den Eezirj-^verhand werden ebenfalls, wie bisher, auf Poslsch^eckko; o Dr. Klein. Düsseldorf, Köln 728 27, überwiesen. •*•" 2. Im Mit!-elp:i-.k'. der V e r e-i n s a r b e i t soll die Behandlung von zwei Themengruppen stehen, die durch einleitende Vorträge und eine Anzahl zusammenhängender Heimabende nach a'.ien Seiten hin behandelt werden. Es werden folgende Themengruppen vorgeschlagen: 1. Der Prcphetismus. : 2. Erziehungsfragen der Gegenwart. 3. Talmud. - 4. .Indische Charakterköpfe. Alles Nähere über die Winterarbeit ist aus dem Bericht über die Führertagung in Bonn im redaktionellen Teil ersichtlich. 3. Die Bonner Führertagung hat zur. Bearbeitung von Rundbriefen für die Vereinsarbeit folgende Kommissionen gewählt: 1. für Bearbeitung der Tagesfragen: Paul Kaufmann, Aachen: Herbert Felsenthal, Düsseldorf; X für die Vorbereitung der ^religiösen Fragen: Dr. Schönberger, Aachen; Levi Woli, Köln; Anlaß der Großen eine Anzahl neu- 3. für die Vorbereitung der Landarbeit: Kurt Hirsch, Hamm a. d. Sieg; Kurt Bacharach, Kreuznach. 4. Die Deutsche Reichspost übersendet uns nachfolgendes Schreiben mit der Bitte um Kenntnisgabe an unsere Vereine: ,,Die Deutsche Reichspost hat aus Ausstellung Düsseldorf 1926 (Gesolei) zeitlich eingerichteter geschlossener und offener Kraftomnibusse in Dienst gestellt, mit denen Gesellschaftsfahrten in die nähere und weitere Umgebung ausgeführt werden. Außer Fahrten nach einem festgelegten Wochenplan können bei genügender Beteiligung Ausflüge nach jedem gewünschten Ziel« unternommen werden. :Für Reisen nach Holland steht ein für den internationalen \ erkehr besonders zugelassener Wagen zur Verfügung. Die Gesellschaftsfahrten mit den außerordentlich bequem ' eingerichteten Postomnibussen erfreuen sich steigender Beliebtheit, insbesondere bei Vereinen und Gesellschaften. Bei diesen Fahrten bietet! sich den Vereinsmitgliedern Gelegenheit, die schönsten;Punkte des Niederrheins, des Bergischen Landes, des Mittel- und. Oberrheins, der Ahr, der Mosel usw. kennen zu lernen. 'Dabei sind die Gesellschaften nicht "n die Zeit gebunden; ihren Wünschen kann in jeder Beziehung Rechnung getragen werden. Geschlossenen Gesellschaften und Vereinen können Preisermäßigungen bewilligt werden. Die näheren Bedingungen sind bei der Bezirkswerkstatt für Postkraftwagen Düsseldorf, Gerresheimtr Straße 99 (Fernsprecher 171 30 und 171 08), zu erfragen, wo auch jede sonst gewünschte Auskunft gern erteilt wird!" 5. Redaktionsschluß für Nr. lt (Verbandsausgabe): 8. August. Mit herzlichem Verbandsgruß! Leri Wolf, Köln. — s -