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Der Jugendbund · 1926-03-11 · 3 (11.3.1926) · p. [Seite]

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Journal
Der Jugendbund
Volume
2 (1926)
Issue
3 (11.3.1926)
Date
1926-03-11
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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( etwa 7 i jungen jüdischen Menschen auf dem platten Land sein Er reuliches. Einmal ist es ein Novum. Simchas-Thora und Pu im-'ßälle waren bis heute seit Generationen die einzige Triebfei er, sich zu versammeln. Im Unter-, vielleicht auch im Oberbe k'ußtsein werden bei vielen diese Kräfte auch heute noch s< Wummern. Die Stunde zwischen 5 und . 6 Uhr nachmittags hat das mal wieder' bewiesen. Auf Gustav Löfflers bemerk :nswerten Artikel über jüdische Not in -den Kleinge*meinyen geben diese Zusammenkünfte die vielfach wohl chende Antwort, daß der Wille und hoffentlich wohl lie Kraft bei der jüdischen Landjugend vorhanden ist, us'sich selbst heraus zu helfen, fenn warum sollte sich die große Schar der jüdischen Lam lugend in Altenkirchen eingefunden haben? Gewiß nicht, um sieh zu amüsieren. Sie fängt an zu begreifen, daß sie aus ihrem Massendasein heraus muß, daß es mit ihrem gedi nkenlosen Dahindämmern auch nicht weitergeht, daß es endl ch an der Zeit ist, ja höchste Zeit ist, sich auf sich selbst zu 1 esinnen, wieder seinen Stolz darein zu setzen, anders zu sein als seine Umgebung, eben ganzer jüdischer Mensch zu sein. i ^ber auch den Führern tut es wohl, wieder junge Menschen zu ehen, einfache, jüdische Menschen, die nichts zu geben, abei deso mehr zu empfangen haben. Und weil man ihre Existenz nur Aug' in Aug' erfassen kann, sind diese Zusammenkünfte von Zeit zu Zeit auch.Jjür die« Führer nötig. Sie steigern die Verarfrwdirtuftg, geben1 dtta' fcentralvereinler wie dem- Ziooisten 4ie Berub^uijg, «Uß sich die /Man^ipoJh |unj^^rt jüdischer"Menseben auf dem Lande nicht den Luxus verschiedener- Organisationen leisten kann, der neutrale 'Jugendbund mithin ein notwendiges Uebel ist. Auch der noch ^Absei tsstehende wird das erkennen müssen und am Ende Sogar einsehen, daß «r mehr ein*. Notwendigkeit als ein Hebel est. Auch wenn die Mehrzahl der Jagendlichen von dem gründlichen und lehrreichen Referat des Herrn Lehrers Nathan aus Hachenburg über „Parteien -und Organisationen des 'Judentums" nicht so einen sichtbaren, positiven Erfolg auf dem Wege zur Entfaltung ihrer jüdischen Persönlichkeit nach Hanse tragen konnten, dann darf zum Anfang der negative nicht geringer gewertet werden, der in der immer mehr und mehr wachsenden Erkenntnis ihrer eigenen jüdischen Unkenntnis beruht Der ganze Abgrund der jüdischen Existenz und' die Leere ihres- Sein» muß sich erst in diesen jugendlichen' Seelen auftun. Denn nur aus dieses klaren Erkenntnis kann Wille und Kraft für eine neue jüdische Zukunft strömen. ■ J;n Dieser ersten Altenkirchener Tagung wird zwischen Pessach und Schwuoth die zweite folgen. Kurt Hirsch. VEREINSNACHRICHTEN Mitteilungen des Bezirksverbandes jüdischer Jugendvereine Westdeutschlands 1. frau Prof. Goldschmidt, die schon des.öfteren in unseren 'ereinen gesprochen hat, ist bereit, im April zu einer ournee nach Rheinland und Westfalen zu kommen. Sie fürde heitere Abende veranstalten. Die Kosten sind mäßig, ieldung bis zum 20. d. M. an uns. )ie Einsendungen für den Jugendbund gelangen noch immer urchschnittlich zu spät in unsere Hände. Wir müssen daruf bestehen, daß der angegebene Redaktionsschluß hechtet wird. Wir bitten ferner, die Einsendungen möglichst eutlich und einseitig, sowie nach Materien getrennt, zu chreiben. 3. JCir erinnern noch einmal an die Vortragsreise von Dr. ernfer Bloch, Berlin (siehe vorige Nummer). 4. ] )er Jüdische Jugendverein Recklinghausen hat eine Spielruppe, die bereit ist, in anderen Gemeinden Jaakobs Traum, on Richard Beer-Hofmann.. aufzuführen. Ein etwaiger Eros soll dem Fonds zur Schaffung eines Jugendheims zugeührt werden. Wir hoffen, daß die Vereine es ermöglichen werden, in ihren Gemeinden diese vorzügliche Darietung aufführen zu lassen. Anfragen sind zu richten an Jerichtsassessor Dr. Willi Stern, Recklinghausen, Markt 16. Redaktionsschluß für Nr. 4 ist am 21. 3. (Verbandsausgabe). Mit Verbandsgruß Dr. Klein. Verein der jüdischen Jugend, Aachen Abschrift: Paul Kaufmann, Aachen, Eilfschornsteinstraße 27. 3. Vortrag von Mine Meyer, Düsseid., 8Va, Nuellens Hotel. Heimabend; Leiter Paul Kaufmann, 8'A. Nuellens Hotel. Jüdischer Ju,'endbund, Altenkirchen Anschrift: Walter Grünebaum. Abends 8'A Uhr: Heimabend bei Leo Abraham; 1. Vorlesungen; 2. Besprechungen betreffs Osterwanderung. Jüdischer Jugendverein, Düren Anschrift: Trude Fürth, Schenkelstraße 24. 3. Heimabend; Diskussion über den Vortrag vom 9. März. 3. Heimabend; Aussprache über das Pesachfest. Die Heimabende finden pünktlich 8% Uhr im Sitzungszimmer der Gemeinde statt. Jüdischer Jugendverein, Düsseldorf Anschrift: Leopold Vogel, Grai-Adolf-Straße 75. Heim: Oststraße 50. 3. Freitagabendfeier mit Bewirtung. 3. Die Arbeitsgemeinschaft fällt aus. Statt dessen: Heimabend über den Vortrag „Konfessionelle Wohlfahrtspflege". Referat und Leitung: Herbert Felsenthal. Beginn 8'A Uhr. 3. Vortrag im Zyklus „Einführung in den Ideenkreis der Gesolei". Rabbiner Dr. Eschelbacher spricht über „Arme Leute, Einzelfragen der Wohlfahrtspflege". Beginn 8'A Uhr. 2]}. 3. Letzter Vortrag im Zyklus „Einführung in den Ideenkreis der Gesolei". Dr. Ernst Simon, Frankfurt, spricht über „Soziale Ethik im Judentum". Beginn 8'A Uhr. 16. 23. Ii 16 23. 3. 26. 3. Freitagabendfeier mit Bewirtung. 29. 3. Seder-Abend des Jugendvereins bei Herrn Kantor Vogel. Anmeldung spätestens bis zum 15. März. Bund jüdischer Schüler and Schülerinnen Düsseldorfs. 13. 3. Probe für das Purimfest. Aeltere Gruppe 5H Uhr: Besichtigung der Buchausstellung. 14. 3. 9 Uhr vormittags: Generalprobe. 3'A Uhr: Purimfeier der jüdischen Schüler Düsseldorfs im großen Saale des Paulushauses, Luisenstraße 33. 20. 3. Heimnachmittag. Aeltere Gruppe 55-4 Uhr: Wanderlieder. Jüdischer Jugendverein, Elberfeld-Barmen Anschrift: Referendar Karl Salomon, Elberfeld, Brillerstraße 8. 16. 3. 13. 3. 15. 3. 20. 3. 22. 3. 27. 3. 29. 3. 14. 3. 18. 3. 28. 3. 13. 3. 22. 3. Abends 8% Uhr, in der Bergischen Loge: Vortrag des Herrn Hans Fischel, Elberfeld, über: „Gespräche mit anderen über Juden und Judentum". Jüdischer Jugendverein, Jülich Anschrift: Hugo Von. Abends 8A Uhr: Vortrag. Rhythmische Gymnastik, 8Yt Uhr. Literatur-Kursus (Hugo Voß): 3. Aufzug von Ibsens Stützen der Gesellschaft. Rhythmische Gymnastik (Berta Sommer). Geschichtskursus (Walter Horn). Rhythmische Gymnastik (Berta Sommer). Jüdischer Jugendverein Moses Mendelssohn, Bad Kreuznach Anschrift: Richard Rauner, Rüdesheimer Straße. Nachmittags 4 Uhr, im Terrassenrestaurant des Kurhauses, zusammen mit dem RJF.: „Stinnes-Rathenau". Redner: Erich Holzer, Frankfurt a. M. Abends 8'A Uhr, im Saale der Synagogengemeinde: Heimabend. Nachmittags 4 Uhr, im Terrassenrestaurant des Kurhauses: Vortrag von Herrn Landesrabbiner Dr. Lewin, Hoppstetten, über: Oswald Spengler und sein Buch: Der Untergang des Abendlandes. Jüdischer Jugendbund, Trier Anschrift: Alfred Aach, Maarstraße 46. Abends 8'A Uhr. in der Moselloge: Vortrag des Herrn Dr. Julius Bab, Berlin, über: „Juden in der deutschen Literatur der Gegenwart". Herr Rabbiner Dr. Paul Lazarus, Wiesbaden, spricht in der Moselloge über das Thema: „Die deutschen Juden nach dem Weltkriege". Voranzeige: Am Donnerstag, den 8. April, findet in der Moselloge unsere ordentliche Generalversammlung statt. Wir bitten, zu allen Veranstaltungen zahlreich zu erscheinen. An die Mitglieder gehen noch besondere Einladungen. - 6 -

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