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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1920-08-01 · 3 (8.1920) · p. Seite 63

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
11 (1920)
Issue
3 (8.1920)
Date
1920-08-01
Page
Seite 63 (sequence 9)
Language
German
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K3 densvertrage mit der Türkei einverleibt am 24. April des Jahres 1920. So ist nach 2000 Jahren der Knechtschaft und des Leidens die Möglichkeit der Wiedererrichtung einer nationalen Heimstätte für jüdische Menschen gegeben. - Kein Debattieren wird diese Tatsache aus der Welt schaffen, und ebensowenig die Bedeutung der Tatsache, nicht für den Zionisten und den Nationaljuden, sondern für das ganze Judentum überhaupt. So muß denn jeder zu dieser Tatsache Stellung nehmen, umsomehr, als ihre Verwirklichung keine Utopie mehr ist. sondern durch die Ernennung eines Juden zum Oberkommissar in Palästina und durch den Willen der englischen Regierung,. den vom Völkerbund empfangenen Auftrag, die Heinistätte der Juden zu schaffen, in die Wirklichkeit nnizusetzen, und schließlich durch den nahen Beginn der Ein- Wanderung ins heilige Land, Realität geworden ist. Kann nun vom z i o n i st i s che n Standpunkte aus die Stellung, nähme des Artikelschreibers genügen? Und von welchem Gesichtspunkte aus sollte diese Stellungnahme positiv ausfallen? Jung und jüdisch, so klingt es aus allen Kundgebungen, aus allen Reden unseres Verbandes heraus. Und jung und^jiidisch muß daher auch die Stellungnahme zum Palästinaproblem sein. Den Jungen in unserer Bewegung sage ich: Wenn dein Jungsein der Bau einer neuen Gemeinschaft sein soll — und das. soll es sein —, wenn du abwerfen chillst Materialismus und Mainmonismus, Gesellschaftslüge und Augenblicfswertung, wenn du dafür cintanschen willst — und das willst du ja — freies Menschentum, ideale Lebensauffassung, Gemeinschaft, der mehr als alles Vergängliche die Ewigkeitswerte des Geistes sind, dann mußt du zu deinem Teil Mitarbeiten am Aufbau Erez-Jsraels. Hier, wo .die Widerstände geringer, wo der wirtschaftliche, politische und geistige Boden des Landes noch unbeackert und ausbaufähig ist, wo schließlich die Menschen, die dort hinkommen, l^en Willen zur Gemeinschaft mitbringen, hier wird es leichter seih, das Neue, das Jugendliche zu schaffen, das dir innerstes Erlebnis ist, als in irgendeinem Lande Europas, das seit Jahrhunderte»^ ausgebaut ist auf Kapitalismus und Materialismus usw. - Dem Juden aber rufe ich zu: Wenn du dir klar darüber bist, daß dl» ein Glied bist in einer Kette, die Jahrtausende vor dir begann und Jahrtausende noch dir endigt, wenn du toeifet, daß diese Kette einmal von Erez-Jsrael ausging, dann mutzt du Mitarbeiten

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