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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1920-06-01 · 2 (6.1920) · p. Seite 48

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
11 (1920)
Issue
2 (6.1920)
Date
1920-06-01
Page
Seite 48 (sequence 22)
Language
German
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48 Trrsden. Ueber einen vor kurzem in unserem Verein gehaltenen Vortrag der Herrn Rabbiner Dr. Klein-Chemnitz über »Ausgestaltung der Jugendgruppen" geben wir nachstehende» Bericht den Bundesvereincn als Anregung: Herr Ti. Klein führte enoa aus: In Chemnitz wurde «ine Jugendgruppe gegründet, um dem Verein neue Kräfte zuzusühren. ES fehlte an jungen, lebendigen, frei schaffenden Menschen. Di« Mitglieder waren zu träge, um selbst ncch mit Freude miizuarbciteii. auch brachte jeder schon eine fertige politische und r^igiöse Meinung mit. Der Beruf hielt viele von regelmäßiger Teilnahme ab. Deshalb erscheint es notwendig. die jungen Leute schon im Alter beginnender geistiger Selbständigkeit (13—16 Jahre) zur Mitarbeit heranzuziehen. An Hand des letzten Chemnitzer Winterprogramms wurde gezeigt, wie etwa gearbeitet werden kann. Im Winter wurden wöchentliche Abende mit Vorträgen Veranstalter, die Themata aus deutscher und jüdischer Geschichte und Literatur behandelten. Dvztvistücn machten größere Abende auch die Eltern mir den Zielen der Grrrppe bekannt. Eine Turnabteilung sorgte für die körperliche Ausbildung der männlichen Jugend. Im Somnier wird abwechselnd Sport getrieben oder geirarrdert T-aS Wandern hauptsächlich stählt den Willen der Jugend. Eine Wandcrkapelle und Gesang ermuntern die wandernden jungen Leute. Ein Fonds unterstützt durch Gewährung der Fahrt- . kosten bedürftige Mitglieder. Ein Tpiolsonds bar Spielgeräte besorgt. Eine i Ruder-, eine Schwimmer- und eine Mädchen-Turnabteilung sorgen für weitere körperlich)« Ertüchtigung. Im Sommer will man nur alle vier Wochen zu ' geistiger Arbeit zusammcnkommen. Die Gründung einer Jugendzeitschrift ist geplant., Knaben und Mädchen sind mit wenigen Ausnahmen immer beisammen. Man har damit di« besten Erfahrungen gemacht. Die Jugend darf überhaupt nicht bevormundet werden, man muß mit ibr kameradschaftlich zusammcnarbeitcn. Das gleiche Hobe Ziel ist die körperliche und geistige Erziehung junwr jüdischer Menschen. Ein^pegies Geschleckt voll neuem Geist und irischem Leben soll aufwachsen. In der Diskussion werden die verschiedensten Anfragen üttd Wünsche vorgebrachr. Herr Rabbiner Dr. Klein erklärt antwortend: Di« Jugendgruppe inCbemnitz habe vor allem kein« testen Satzungen. Damit vermeide man am besten «in Erstarren dos VereinSlebcns. Die Gruppe regiert sich auch durchaus selbständig und bringt alle Fragen von sich aus vor. Endlich betont der Redner nochmal? die unbedingte Neutralität, die Gruppe steht über den Parteien und nimm, alle in ibre Reihen auf. Frankfurt a. M. lVcrcan Montefiore E. V.) Minen in der Arbeit am Aufbau und Ausbau unserer Jugendbewegung überblicken wir unsere bisherig« Tätigkeit mit großer Befriedigung. Gegenüber dem in den Vereinen sonst vielfach üblickien Sommerschlaf ,n geistiger Hinsicht, haben wir ein ausgedehntes Ar

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