Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 10 (1919)
- Issue
- 6/8 (Oktober/Dezember 1919)
- Date
- 1919-10-01
- Page
- Seite 260 (sequence 100)
- Language
- German
- Belongs to
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260 Vorsitzender Di-. Apfel: Ich glaube doch, daß Sie diese Dinge nicht von einer höheren Warte ans betrachten, Herr I>r. Königsberger, sondern von: persönlichen Standpunkte aus. Was liegt denn vor? Sie haben sich zum Antrag Di'. Lange zum Wort gemeldet wie noch 15 oder 18 andere. Keiner von den Damen und Herren, die sich dazu zuni Worte gemeldet haben, sind bisher zu dieser Sache zum Worte gekommen. Gut, wenn Sie sich dadurch beschwert fühlen, kann' ich das verstehen. Aber daraus Schlüsse auf unsere Bewegung zu ziehen, halte ich nicht für richtig. Sehen Sie einrnal, Herr Dr. Königsberger, Sie nehmen jetzt die Mappe in die Hand und gehen nach Hause. Ich Än aber Verbandsvorsitzender, der unbedingt nach 6 Jahren eine Reibe von Geschäften erledigt haben muß. Das ist nicht zu ändern. Königsbergen: Ich habe nicht gedroht, wie das üblich gewesen ist; ich iverde auch nicht schwören, werde nichts tun. Ich will nur das von Herrn vr. Apfel einem Oppositionellen gegenüber angewandte Verfahren feststcllen, der hier zlvei volle Tage gesessen hat, sich wiederholt zum Worte gemeldet hat und nur mit Ach pnd Krach einmal schließlich zur persönlichen Beincrknng das Wort bekommen hat. Vorsitzender Dr. Apfel: Ich stelle fest, daß Sie meiner Erinnerung nach wohl ein Dutzend mal auf der Tagung gesprochen haben. (Widerspruch bei Rechtsanwalt Dr. Königsberger) ~ Warten Sie einmal das Stenogramm abl (Rechtsanivalt Dr, Königsberger: Das können Sie deixeln, wenn Sie wollen! — Große Entrüstung und lebhafte Pfni-Rufel) — Herr Dr. Königsberger, ich rufe Sie zur Ordnung und lehne jede weitere Diskussion mit Ihnen ab. (Lebhafter allseitiger Beifall.) '(Dr. Königsberger verläßt den 'Saal.) Ein weiterer Antrag von Dr. Meper-Liegnitz: „Die Delegiertenversainmlung wolle beschließen, daß mög liehst bald ein vom Vorstande festgesetztes Normalstatut in allen Lerbandsvereinen eingeführt wird." Ich beantrage, die Sache dem Verbandsvorstande zu überweisen. (Zustimmung). Weiter ein Antrag Cassel, ein langer Antrag über die Zeitschrift. Er ist dadurch erledigt, daß die Konnnission diese Zeitschriftenanträge dem Vorstände überwiesen hat. Wir wollen das auch dem Vorstande überweisen. (Zustimmung). Weiter eine Resolution von Blank-Witten: „Der Verband der jüdischen Jugendvereine fordert von seinen Mitgliedern im Streite der wirtschaftlichen Gruppen Ablehnung jeglicher Verhandlungen mit dem D. H. V." — ich nehme an, daß Sie den deutsch-nationalen Handlungsgehilfenverband meinen? (Jal) —