Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 10 (1919)
- Issue
- 6/8 (Oktober/Dezember 1919)
- Date
- 1919-10-01
- Page
- Seite 259 (sequence 99)
- Language
- German
- Belongs to
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259 einstimmig in der Form angenommen, daß diese beiden Resolutionen dem Verbändsvorstande als besonders intensiv zu bearbeitendes Material zu übergeben sind. Ich stelle nochmals einstimmige Annahme fest. Ein Telegramm aus Frankfurt am Main: „Möge die Tagung von der Erkenntnis begleitet sein/ dag alle Ziele erreichbar sind, wenn der Wille zum Schaffen aufgebaut ist auf Gottesfurcht, Versöhnung und Aufrichtigkeit." Leopold Kaufmann, Montefiore." (Bravo!) Dann: „Ist es dem Verbände inöglich, deit Verbandsvereinen Gelegenheit zu schaffen, Bücher für ihre Bibliothek zum ermäßigten Preise zu liefern?" Hermann Spangenthal - Spangenberg, Herniann Linz - Rotenburg (Fulda), Herbert Levistcin-Dacha. Wir von der Verbandsleitung haben an Büchern abgegeben, >vas wir nur irgendwie konnten. (Zuruf: Darf ich ums Wort bitten?) — Das geht doch nicht mehr. Es ist schon seht anständig von mir, daß ich die Sache verlese, denn sie steht an und für sich nicht auf der Tagesordnung. Damit es aber im Stenogramm steht, und damit Sie es auch zu Hause mitteilen können, daß Sie diese Interessen wahrgenommen haben, habe ich es vorgelesen. Nun noch ein Antrag von Pasch-Berlin zn den Satzungen. — Der ist erledigt. Rechtsanwalt Königsberger-Mülheim a. d. Ruhr: (zur Geschäftsordnung): Ich ziehe-meine Wortmeldung zurück. Ich will, keine Schärfe hineinbringen, muß aber auf das tiefste bedauern, daß ich durch das Verhalten unseres Herrn Vorsitzenden nicht zum Worte gekommen bin: Meines Erachtens hätte die Verlesung dieser Sachen hier ganz gut zurückgestellt werden können, bis ich das Wort, das ich heute nachmittag um 3 Uhr erbeten habe, endlich bekommen hätte. Diese Dinge hier sind meines Erachtens weniger wichtig als eine Aussprache über das Referat von I>r. Lange, von dem unser Herr Vorsitzender selbst behauptet hat, daß es das wesentlichste sei, das heute hätte positiv besprochen werden müssen. Ich muß sagen zu meinem größten Bedauern, ich habe zwei volle Tage ausgehalten mit größtem Interesse und habe manche interessante Anregung bekommen. Aber das muß ich sagen, Herr Dr. Apfel, die Behandlung, die hier einem Oppositionellen zuteil geworden ist, hinterläßt bei mir einen großen Stachel. Ich persönlich bin in den Tugendverband hineingegangen, um dort meine ganze Kraft zur Verfügung zu stellen. Aber die Behandlung, die mir hier zuteil geworden ist," nruß einem die Lust dazu nehmen, Trotzdem verspreche ich meinem Verein, weiter für ihn zu arbeiten. (Der Redner schickt sich an, demonstrativ den Saal zu verlassen).