Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 10 (1919)
- Issue
- 6/8 (Oktober/Dezember 1919)
- Date
- 1919-10-01
- Page
- Seite 257 (sequence 97)
- Language
- German
- Belongs to
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267 Lehrer Stein-Berlin: Meine Damen und Herren, ich glaube iii erster Linie kommen für die Bearbeitung der kleinen Vereine die Bezirksverbände in Betracht. Wir haben heute einen wichtigen Schritt in unseren Verbandsangelegenheiten darin weiter getan, daß wir für jbie nächste Zeit schon für Bayern sämtliche kleinen Dörfer, die kleinsten jüdischen Gemeinden zusammenholen wollen alle die, .die sich für unsere Bewegung interessieren, um nicht nur , jüdische Gemeinden zu erfassen, sondern auch einzelne Familien, die zerstreut auf dem Lande wohnen und keinen Zusammenhang mit dem Judentum mehr haben, um alle zu Jugeydgruppen zu vereinigen und dann im gegenseitigen Austausch die Lehrer, die dort beschäftigten Kaufleute, alle, die irgendwie Redegewandtheit besitzen, zu intensiver Arbeit zusammenzufassen. Wenn das weiter ge schieht und unterstützt wird, würden wir bald erreichen, daß'an den kleinsten Plätzen Arbeit für unsere große heilige, jüdische Jugendtelvegung überall geleistet wird. (Bravo!) Rechtsanwalt Kaufmann: Im Anschluß daran mutz ich ganz kurz bemerken, daß wir in Baden vom Landesverband ausgehen, worauf ich besonders aufmerksam machen möchte. Die Bildung von Landesverbänden ist sehr zlveckmäßig und ist gerade für die Organisation dieser Frage äilßerst fruchtbringend, daß vom Landesverband aus die größeren Vereine des Landes angeregt werden, die kleineren ümliegenden Gemeinden intensiv zu bearbeiten. Da nun, wo das geschieht, haben Nur gerade in neuerer Zeit an kleineren Plätzen zahlreiche Neugründlingen vorgenommen, und wir werden dafür sorgen, daß richtige, gute und angemessene Redner kleinere Ortschaften periodisch bereisen. Ich empfehle aber diese Art der Tätigkeit, wie gesagt, den Landesverbänden. Da, wo sie noch nicht bestellen, müssen sie unbedingt gegründet Werden, denn das ist Klciimrbeit, Detailarbeit, die vom Landesverband auch besser über sehen und ansgeführt tverden kann als von der Zentrale Don Berlin aus. Dr. Laser - Königsberg: Wenn Herr Spangenberg in seinem! Anträge um möglichste Unterstützung vom Verbände bittet und! seinem Anträge begeistert zugejubelt wird, so verstehe ich nicht, wie man den Antrag Ostpreußen, in dem dasselbe gefordert wird, ab-! lehnend oder mit Lächeln beantworten kann. Vorsitzender Dr. Apfel: Ich stelle fest, daß, wenn die Verbandsversannnlung gefächelt hat, sie jedenfalls nicht darüber gekachelt hat. Die Derbandsversammlung hat sich lediglich gegen die Begründung j. des Antrages von Ihrer Seite gewandt. Es ist nur gesagt worden, daß wir glauben, daß ein Verein wie Königsberg sich allein stützen» müsse» Damit uns nicht das Wort im Munde herumgedreht wird, muß ich besonders betonen, daß wir den ostpreußischen Gemeinden doch genau dieselbe Sympathie entgegenbringen und auch praktisch betätigen werden wie den anderen. Dr. Laser-Königsberg: Dann möchte ich bloß konstatieren, Herr Dr. Apfel, daß ich gesagt habe, Königsberg braucht die Unterstützung,