Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 10 (1919)
- Issue
- 6/8 (Oktober/Dezember 1919)
- Date
- 1919-10-01
- Page
- Seite 253 (sequence 93)
- Language
- German
- Belongs to
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Vorsitzender Dr. Apfel: Ick darf das feststellen? (Zuftimnmng.> Rechtsanwalt Kaufmann-Mannheim: Wir kommen nun zu de» im Druck vorliegenden Anträgen. ft<f> bitte, die Drucksache zur Hand zu nehme". Die beiden ersten Anträge, betreffend Kongreß und Wiederaufbau Deutschlands sind bereits erledigt. Zum Kapitel „Wanderorganisation" liegt ein Antrag vor. der sich mit einem von Berlin gestellten Anträge im wesentlichen deckt wonach der Verbandstag beschließen fall, eine Kommission von 8 Mitgliedern mit der Aufgabe zu bettauen, ständiger Sportausschuß zu sein und die Gründung-dieser Organisation sofort in die Hand zu nehmen, resp. den Ausbau von Turn- und Wandergruppen der Verbandsvereine zu veranlassen. Die Verbandsleitung wird unver züglich an die Lösung dieser Frage herangeben. Sie wird im Einvernehinen und unter Heranziehung eines technischen Sachverstän digen die Sache möglichst bald einloiten und sich dann mit den ein. zelnen Vereinen in Verbindung setzen. Diejenigen Vereine, die brauchbare technische Leiter einer derartigen Organisation in ihrer» Leihen haben' oder kenne», wollen sich bitte mit Herrn Joachimsthal- Berlin jetzt schon in Verbindung setzen, damit die Vorarbeitei: für diese Gründung, die mit möglichster Beschleunigung durchgeführt werden sollen, ihrerseits keine Stockung erfahren. (Zuruf: Adresse Berlm, Stromstrabe 641) Wir koinmen nun zu den Leitsätzen zur Ausgestaltung. der Ver einsarbeit. Dazu möchte ich nur bemerken, daß die Antragskoinmission darauf Hinweisen will, daß das keine dogmatisch festgelegten Punkte, sind, sondern daß es nur allgeineine Richtlinien sind, die den einzelnen Vereinsleitern gegeben iverden sollen. Für kleinere Vereine enthalten sie sehr beachtliche Wünsche: und es ist sehr zu be, grüßen, daß derartige Leitsätze in unserem Antragsbnck enthalten sind. Es geht nun lueiter: Tie Satzungen sind bereits genehmigt, wir konm»etr zu den weiteren Anträgen, die hinter dem Satzungsentwur^ abgedruckt sind. Der Antrag des Verbandsvorsitzenden zu 8 1 der Verbands satzungen ist erledigt. Es liegt nun noch ein Antrag der Vereine Mannheim, Karlsruhe usw. vor, wonach der Centralverein ersucht werden soll, die Gründung von Jugendgruppen zu unterlassen und wonach unsere Delegierten, falls er es nicht unterläßt, ersucht werden sollen, aus, der Leitung des Centralvereins auszutreten. Meine Damen und- Herren, in Anbetracht der heutigen.Entwickelung der Centralver einsfrage ziehe, ich diesen Antrag, der ja von uns eigentlich ausgeht das Einverständnis der Vertreter von Südwest-Deutschland, soweir sie noch anwesend sind, voraussetzend, hiermit zurück (Bravol). inöchte aber doch persönlich Herrn Dr. Apfel nahe legen, ohne diese Resolution Fühlung mit dem Centralvereinsvorstand zu nehmen und in energischer Weise den Standpunkt, den unsere Resolution vertreten lvollte, seinerseits zur Geltung zu bringen und auch jetzt schon darauf hinzuarbeiten, daß derartige Gründungen unterbleiben. Sie