Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 10 (1919)
- Issue
- 6/8 (Oktober/Dezember 1919)
- Date
- 1919-10-01
- Page
- Seite 233 (sequence 73)
- Language
- German
- Belongs to
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233 < - eine Einigung herbeizuführen. Dazu gehört zunächst, daß gesagt wird, der und der patzt mir nicht, oder daß neue Namen genannt werden. ' ' vr„ Meyer-Liegnitz: Ich möchte' eine Dame Vorschlägen, die bet uns sehr viel geleistet hat, Fräulein Silbermann-Liegnitz. Lehrer Steinhardt-Magdeburg: Ich finde in der ersten Vorschlagsliste sehr, sehr viel Juristen, vielleicht mehr, als der guten Sache förderlich ist. Ich möchte darum bitten, mindestens einen Vertreter des Lehrerstandes hineinzunehmen. (Zurufe: Ist ja darin! Nutzbaum-Vacha! Hirschfeld-Graudenz sind ja drin!) Ich möchte Vorschlägen, eine so bewährte Kraft, die soviel für den Jugendverband gearbeitet hat, wie den Kollegen Levisohn-Essen, mit hineinzuwählen. - Vorsitzender Dr. Apfel: Also ein weiterer Vorschlag: Levisohn- Essen! - Rechtsanwalt Pasch-Berlin: Meine Damen und Herren, ich möchte Sie im Interesse der Abkürzung und im Interesse der allgemeinen Debatte doch bitten, nehmen Sie die Vorschlagsliste en bloc an. Ob ein Jurist mehr oder lveniger darin ist, das macht so viel nicht aus. Vielleicht stößt es Sie ab, datz Sie oft den Namen „Berlin" gehört haben. 'Ich darf bemerken, daß es lediglich der Aufenthaltsort oder der Wohnsitz der,einzelnen ist. Aber in engeren Beziehungen zum Verein Berlin stehen lediglich wenige Namen, unser erster Vorsitzender, Herr Siegbert Cohn und unser früherer Vorsitzender, Herr Rechtsanwalt Simon. Was die Bitte anlangt, speziell eine »vanderkundige Dame, -Fräulein Silbermann-Liegnitz, hineinzuwählen, um eine Vertreterin der Wanderbewegung darin zu haben, so teile ich schon jetzt mit, daß.der Verein Berlin einen Antrag stellt, die Wander-Organisaiion dahin auszubauen, daß eine mehrgliedrige Kommission für Wandern, Turnen und Sport gebildet wird. Es würde sich tvohl empfehlen, datz Fräulein Silbermann dann in diese» Spezialkommission einen Posten erhält. Vorsitzender vr. Apfel: Es ist der Vorschlag genracht worden, iveil' wir noch den zwanzigsten Sitz frei haben, eine unserer besten Mitarbeiterinnen zu wählen, nämlich Fräulein Dina Mener- Düsseldorf. (Lebhafter Beifall.) Nun hätten wir noch eine Schwierigkeit zu überwinden: die Hinzuziehung des Herrn Lehrer Levisohn. Diese wäre eventuell dadurch zu ernröglichen, daß ihn der Bezirksverband, dem er angehört, delegiert. Bezüglich der Lehrerschaft möchte ich bemerken, damit keine Mißdeutung aufkommt: zunächst ist der Lehrerverband als solcher bei uns vertreten durch Herrn Lehrer Steinhardt und dann durch Herrn Nußbaum-Dacha (Zuruf: Ist kein Lehrer!) — dann durch Herrn Hirschfeld-Graudenz. Wenn wir uns auf diese Liste nun so einigen können, wären wir fertig. Es war dann noch besonders der Wunsch geäußert, einen Sitz für Königsberg zu schaffen. Und da ist beschlossen worden, daß wir Königsberg um eine Nomination bitten sollen.