Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 10 (1919)
- Issue
- 6/8 (Oktober/Dezember 1919)
- Date
- 1919-10-01
- Page
- Seite 230 (sequence 70)
- Language
- German
- Belongs to
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230 und heute hier gezeigt hat, beobachtet haben. Also ich glaube in Ihrer aller Sinn zu sprechen, 'wenn ich ^'age, daß wir überhaupt niemand kennen, der besser geeignet wäre, die Stellung des ersten Vorsitzenden des Verbandes der jüdischen Tugendvereine einzunehmen. (Lebhafter Beifall.) Stellvertretender Vorsitzender Rechtsanwalt Lichtenbrrg: Meine Damen und Herren, ergebt sich gegen die Akklamation Widerspruch? — Das ist nicht der Fall. (Zuruf: Königsbergcr!) — Es ist gegen die Akklamation Widerspruch erhoben. Wir müssen also über die Wahl des ersten Vorsitzenden abstimmen. Ich halte es ja wohl nicht für nötig, daß wir schriftlich darüber abstimmen. (Ruse: Rein!) Ich stelle also den Antrag der ziommission, den Herr Meyer eben begründet hat, hiermit zur Abstimmung. Wer ist für die Wahl des Herrn Kollegen Dr. Apfel zum Vorsitzenden des Verbandes? — Ich bitte um. die Gegenprobe. — Es hat sich keiner dagegen erhoben. Somit ist Herr Dr. Apfel einstimmig zum Verbandsvorsitzenden gewählt. (Stürmischer, langanhaltender allseitiger Beifall.) Ich übergebe nunmehr wiederum dem neu gewählten Vorsitzenden des Verbandes den Vorsitz und verbinde damit den Wunsch, daß es ihm fernerhin vergönnt sein möge, in gleicher Weise den Verband noch viele Jahr.zchnte zu leiten. (Lebhafter Beifall.) Vorsitzender Dr. Apfel: Ich nehme die Wahl mit dem Ausdruck allerhcrzlichsten Dankes an. Ich verdanke unserer Bewegung persönlich unendlich viel. Es würde zu sehr in den Rahmen eines perlönlichen intimen Bekenntnisses fallen, wenn ich Ihnen darlegen wollte, was für meine eigene Entwicklung die jüdische Jugendbewegung bedeutet hat. Ich habe in unserem Verband so viel Freundschaft und Liebe gefunden, daß es mir doppelt angenehm sein wird, »vciter mit Ihnen arbeiten zu können. Glückauf zu tveiterer gemeinsamer Arbeit! (Lebhafter Beifall.) Felix Meyer: Meine Damen und Herren, die Kommission zur Vorbereitung der Dorstandswahl hat nach eingehender Beratung, die sogar die Verzögerung der Nachmittagssitzung, wie Sie gemerkt haben werden, um eine halbe Stunde verursacht hat, Ihnen eine Vorschlagsliste zusammengestellt und war bemüht, allen Wünschen, soweit sie irgendwie in Rechnung gestellt werden konnten, Rechnung -n tragen. Wir haben uns bemüht, eine Liste von Vorstandskandidaten zusammenzustcllen, welche alle Gegenden des Reiches vertritt. Selbstverständlich muß ich dabei bemerken, daß nicht alle örtlichen Wünsche berücksichtigt, werden können. Ich brauche das ja mir im Hinblick darauf zu sagen, daß wir über 140 Derbandsvereine haben und 19 Sitze zu vergeben haben. Ich werde mir jetzt gestatten, Ihnen diese Liste vorzulesen, und schlage Ihnen namens der Kommission ebenfalls die Annahme Per Akklamation vor. Es werden Ihnen vorgeschlagen: Dr. Jsi Kahn-Berlin, Lichtenberg-Hannover, Di\ Löffle r-Frankfurt, Fritz Simon-Berlin. Riegcr-Braunschweig, I)r. Wolfherm-Erfurt, Arthur Horwitz - Nürnberg, Kaufmann - Mannheim, Richheimer-Stuttgart, Cohn-Görlitz, Heinrich Gutmann-Chemnitz, Fräulein Dr. Cora Berliner-Berlin, Fräulein Rosenberg-Korlsruhe,