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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1919-10-01 · 6/8 (Oktober/Dezember 1919) · p. Seite 217

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
10 (1919)
Issue
6/8 (Oktober/Dezember 1919)
Date
1919-10-01
Page
Seite 217 (sequence 57)
Language
German
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217 Vereine in den Derbandsvorstand, die uns jeweils delegieren können, wen sie wollen. Denn unser Verband besteht ja nur aus Vereinen. Sir wollen aber in Zukunft eine andere Zusammensetzung des Vorstandes haben. Es gab nämlich Vereine, die zu der einen Vorstvndssitzung jemand anders entsandten, als zur nächsten. Das war ihr gutes Recht. Oft erschienen Gestalten in der Tür, bei denen Wir erst überlegen mußten, woher kommen die eigentlich? So kann man natürlich in einem Vorstande nicht arbeiten, da die Einheitlichkeit der . Zusammensetzung fehlte, so daß schließlich die Arbeit in ganz wenige Hände konzentriert war, »veil »vir überhaupt keinen tvirklichen Vorstand hatten. Nun müssen wir, »veil der Verband so groß geworden ist, einen Hauptteil der Arbeit in die Bezirksverbände legen. Wir haben einige — allerdings noch nicht genügend viele — mustergültig arbeitende Bezirksverbände. Diese Bezirksverbände müssen in» Vervandsvorstand vertreten sein. Ich lväre der erste, der sich freuen würde, wenn es uns möglich wäre, in die Satzung hineinzuschreiben, daß die Vertreter der Bezirksverbände beschließende Stimme haben. Aber dann fügen »vir ja gerade das System »vieder ein, das wir bekämpfen wollen. Dann schickt uns der bayerische Bezirksverband oder sonst ein Bezirksverband zu einer Tagung Herrn Rabbiner soundso, zu einer anderen Tagung Herrn Gustav Müller und zu einer anderen Tagung Herrn Rechtsan»valt soundso. Es beschließen dann Leute mit, die nicht regelmäßig kommen. Aus diesem Grunde haben »vir gesagt: „die Bezirksverbände,mit beratender Stimme". Praktisch ist die Sache zienrlich bedeutungslos, denn die führenden Köpfe der Bezirksverbände werden ztveifellos nachher von der Delegiertenversammlung obnehin als beschließende Mitglieder in den Vorstand ge»vählt »verden. Illso, ich resüntiere n»ich dahin: abstimmen kaim in» Vorstande nur der, der imnver da ist, der reguläres Vorstandsinitglied ist. Ten» aber, der als Zufallsmensch kommt, können »vir wohl beratende Stimlne geben, aber nicht beschließende Stiinme. Das sind die Motive, die mich veranlaßt haben, diese Satzungsbestimmuirg in dieser Forn» in Vorschlag zu bringen. Wenn Sie es aber anders haben »vollen, bin ich gern bereit, meinen Widerspruch zurückzuziehen. Wollen Sie es lieber so haben, wie es Herr Dr. Alexander Ihnen gesagt hat? (Rrrfe: Ja!) Wollen Sie es lieber haben, wie ich es Ihnen gesagt habe? (Rufe: Nein!) Also. Herr Dr. Alexander, Sie haben gesiegt, meinen herzlichen Glück»vunsch! (Zuruf: Alexander der Große! Heiterkeit^ Nun lesen Sie einmal vor, »nie das lauten soll. Dr. Alexander-Berlin: Ziffer 3 lautet: Aus je einem Abgesandten der vom Derbandsvorstandc anerkannten Bezirksverbände des Verbarrdes der jüdischen Jugendvereiue Deritschlands. Dann kommt 4:. Aus je einen» Vertreter der Großloge für Deutschland us»v., welche jedoch nur beratende Stimme haben. Also es käme eine Ziffer 4 mit den beratenden Leuten hinzu. Vorsitzender Dr. Apfel: Ich glaube, dann können »vir uns den Vorschlägen des großen Alexander anschließen.

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