Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 10 (1919)
- Issue
- 6/8 (Oktober/Dezember 1919)
- Date
- 1919-10-01
- Page
- Seite 192 (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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folgung praktisch aus! Erstens die Pause ist unmöglich. Zweitens: ' Der Wettlaufl Dann können nur ja direkt ein Stafettenlaufen nach dem Präsidententisch veranstalten. Außerdem liegen die Dinge gar nicht mehr so schlimm, weil sich zu diesem Referat nur ein paar Redner gemeldet haben und weil bei den nächsten Punkten der Tagesordnung meines Erachtens die Zustände von gestern sich nicht wiederholen werden. Rechtsanwalt Kaufmann-Mannheim (zur Geschäftsordnung): Ich möchte den Antrag nur insofern unterstützen, als er betont, daß Meldungen zur Debatte erst nach Schluß der Vorträge entgegengenoiumen werden. Ich habe mich gestern früh gemeldet und bin abends um 7 Uhr zu Worte gekommen. Ich habe heute unmittelbar nach Beginn des Vortrags mich gemeldet und komme erst wieder später zum Wort. Ich wiu nicht von mir auf andere schließen. Aber es gibt eine ganze Anzahl von Rednern, die auch gern sprechen würden; die kommen auf diese Weise überhaupt nicht zum Wort. Es muß das ■ «ungehalten werden, daß erst nach Beginn der betreffenden Vorträge die Rednerliste eröffnet wird. Es ist nicht angängig, daß sich vorher schon so und so viele Redner melden und dadurch einfach Leute, die hier unbedingt ctivas zu sa :en haben, garnicht zu Worte kommen können. Vorsitzender I>r. Apfrl: Ich möchte bemerken, Herr Kaufmann, Sie kommen als fünfter Redner heran; das ist nicht so gefährlich. (Rechtsanlvalt Kaufmann: Ich habe nicht für mich gesprochen, sondern für die anderen.) . Hrilbronnrr-Halle: Meine Damen und Herren, ich hatte gestern den Anttag ebenfalls eingcbracht und begründet und auf Wunsch unseres verehrten Herrn Vorsitzenden zurückgestellt. Herr Dr. Apfel sagte gestern, er ist gut gemeint, stellen Sie ihn zurück, es kommen alle Redner zum Wort. Ich hatte da nicht für mich gesprachen. Aber Freunde von mir, die sich 5 Minuten nach Beginn des Referats gestern zum Worte gemeldet haben, sind nicht mehr zum Worte gekommen. Meine Damen und Herren, so schön es ist," daß wir all die großen Kanonen hören, wie sich Herr Oe. Apfel gestern ausgedrückt bat, es nxire auch ganz interessant, einmal ab und zu eine kleine Kanone zu bören. (Sehr richtig!) Das ist unmöglich, wenn wuitlicbe Juristen, denen ich gewiß nichts Bises nachsagen will, zur Tribüne eilen und sich vorder melden. Wir mit unserem beschränkten llntertanenvcrstandc wollen erst hören, nxii gesagt wird, und dann erst wollen wir erwidern. Wir wissen nicht vorher, was gesagt wird. Deslxilb möchte ich auch den Antrag für zukünftige Tagungen empfehlen. ' Vorsitzenden: l)r. Apfel: Ich möchte erwidern, es sind gestern nicht nur Kanonen zu Worte gekommen, sondern es ist auch erheblich mit Revolvern tlcschossc» worden. (.Heiterkeit.) Ich glaube, wir werden schon so durchfommcn. Dann lidgt ein Antrag Guttmann-Ehemnitz vor. der aber zu dieser Sackv unmittelbar nicht gehört, der, soviel ich ihn im Moment überblicken kann, ein Eintreten für die bessere Besoldung der jüdischen Ledrersckxift (ordert