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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1919-07-01 · 3/5 (Juli/September 1919) · p. Seite 154

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
10 (1919)
Issue
3/5 (Juli/September 1919)
Date
1919-07-01
Page
Seite 154 (sequence 106)
Language
German
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154 Ausführungen in einem Punkte, nämlich in bezug auf meine Stellungnahme zum Anträge Apfel 2, klarzustellen, weil — Vorsitzender Dr. Apfel: Einen Augenblick I Da muß ich die Versammlung fragen, ob sie es gestattet. (Rufe: Ja! — Nein!) Wir stimmen dann, über den Antrag ab. Wer ist dafür, daß es gestattet wird? Ich bitte um die Gegenprobe. — Die Mehrheit ist dafür. Kommerzienrat Stein: Meine Damen und Herren! Ich danke Ihnen sehr für Ihre Freundlichkeit und fahre nun in diesem Zitat fort, weil ich daran anzuknüpfen habe, daß, wenn damals die Großloge erklärt hat. Sie in keiner Weise beeinflussen zu wollen, und wir während 10 Jahren aus dieser Reserve wenig herausgetreten sind seit der Schaffung des Verbandes, ich Sie bitte, mir einige jvenige Worte der Klarstellung zu gestatten in einem Moment, wo es sich um die Erhaltung des Verbandes zu handeln scheint. Vorsitzender Dr. Apfel: Es gibt nur ein Entweder — Oder: entweder iahen wir noch ein bißchen weiter, oder wir machen Schluß. Aber dieses Unterhalten gibt es nicht. (Lebhafte Rufe: Schluß! — Lebhafte Gegenrufe: Nein!) Ich stimme zunächst darüber ab, ob wir noch etwa eine halbe Stunde — mehr kommt ja nicht in Frage weiter tagen wollen oder nicht. (Rufe: Nein! Es kann kein Mensch mehr!) — Wir wollen einfach darüber abstimmen. Wer ist für den Schluß der heutigen Tagung, den bitte ich die Hand zu erheben. — Ich bitte um die Gegenprobe. — Der Antrag ist abgelehnt. Kommerzienrat Stein: Meine Herrschaften, ich habe heute früh mir gestattet, darauf hinzuweisen, daß eigentlich nur eine formale Differenz vorliegt und keine materielle. Und der ganze Verlauf der Diskussion hat mich in dieser meiner Auffassung nur bestärkt und sie! mir bestätigt. Tenn, meine Damen und Herren, ich komme von der Ueberzeugung und dem Eindruck nicht los, daß über die patriotische oder vaterländische Gesinnung, wie wir sie hier zum Ausdruck gebracht haben, doch gar kein Zweifel vorherrscht. Es haben die schärfsten Gegner des Antrages Apfel 2 durchaus die vaterländisch« Gesinnung betont. Und ich habe deshalb heute früh ja bereits auszuführen mir erlaubt, daß hierüber ja gar keine Differenz aufkommen kann, schon weil wir diese Gesinnung bei der Gründung des Verbandes sestgelcgt haben. Ich habe mich lediglich darin unterschieden, daß ich es für meine Person für ausreichend hielt, diese neuerliche Bekundung der vaterländischen Gesinnung vielleicht in einer Resolution niederzulcgen, anstatt daß man sie in das Verbandsstatut aufmimmt. Nach den, Verlauf der Tagung und der Diskussion aber habe ich für meine Person als Vertreter der Großloge durchaus nichts dagegen, daß Sie das, was Sie in einer Resolution bereits gesagt haben, oder was Sie in einer weiteren Resolution noch zum Ausdruck bringen können, letzten Endes auch im Statut festlegen, wenn es in einer Formel geschehen kann — und darauf bitte ich zu achten —, die allen Anforderungen und allen Wünschen in diesem Saale entgegenkommt. Das halte ich aber nach den Ausführungen des Herrn Verbandsvorsitzenden durchaus für möglich. Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wenn mir von Herrn Dr. Kaufmann

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