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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1919-07-01 · 3/5 (Juli/September 1919) · p. Seite 133

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
10 (1919)
Issue
3/5 (Juli/September 1919)
Date
1919-07-01
Page
Seite 133 (sequence 85)
Language
German
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133 Jetzt kommt die persönliche Bemerkung. Vorhin ist mir voy Dr. Apfel der Vorwurf gemacht worden, daß es mir zuzuschreiben sei, wenn der Verband gesprengt werde. Das hat mich wirklich überrascht. Ich bin nit dem ehrlichen und aufrichtigen Willen hierhergekommen, den ih auch jetzt noch habe, alles dazu beizutragen, daß der Verband erh« Iten bleibe. Ter Verband wird und muß erhalten bleiben. (Sehr richtig!) Ich kann diesen Vorwurf glatt umdrehen. Er beruht auf ei rer vollständigen Verkennung der Tatsachen. (Sehr richtig!) Wenn Herr Dr. Apfel diesen Antrag nicht eingebracht hätte, dann wärt der Verband überhaupt nicht in die Gefahr gekommen, gesprengt zu werden. (Sehr richtig! und Beifall.) Ich möchte mir ganz energisch verbitten, daß unter glatter Verdrehung der tatsächlichen Verhältnisse ein derartig schwerwiegender Vorwurf, der nur mich persönlich treffen kann, gegen mich erhoben wird, und ich spreche hier ols Vertreter der süddeutschen Bezirksdereine, deren 21 in Mannhein zusammen kamen, ohne vorher auch nur das geringste miteinander zu tun gehabt zu haben und wo die Vertreter dieser 24 Bezirks,ereine einer Ueberzeugung waren, nämlich der, die ich jetzt hier vert reten werde. Vorsitzender vr. Apfel: Herr Kaufmann, ich bitte Sie, die Erklärung abzugeben, ob ich öffentlich irgendetwas derartiges gesagt habe oder ob S e die Nuance eines Privatgesprächs hier wiedergegeben haben. Kaufmann, Mannheim (fortfahrend): Ja, Sie haben hier in der Art, daß Tei nehmer es hören konnten, gesagt: Ihr Verdienst ist es, wenn der V:rband gesprengt wird. Ich wiederhole nochmals, daß ich schärfster s gegen diese Unterstellung nochmals protestieren muß. Ich bin hierhergekommen, um meine Meinung zu äußern. Dieses Recht hat jeder von uns, und wenn dann der Gegner dieser Anschauung die Ablehnung seines Standpunktes mit der Sprengung des Verbandes verwechselt, dann ist das nicht meine Sache. Jedenfalls nehme ich für mich das Recht in Anspruch, hier meine Anschauung zu vertreten, und betone: daß alles, was ich sprach und was ich sprechen werde, aus den lautersten Beweggründen geschieht, an denen zu zweifeln niemand die geringste Veranlassung hat, und daß das geschieht, um das Beste für die Erhaltung und die gedeihliche Weiterarbeit des Verbandes aus dieser Tagung herauszuholen. Meine Danun und Herren! Ter Hauptpunkt, der zur Debatte steht, ist die Aew erung der Statuten in bezug auf die Neutralität^ frage. Die Debatte, die vorausging, hat schon zum großen Teil eine hinreichende Erklärung dieser Gesichtspunkte gebracht. Ich kann mich in erster Linie auf die Aeußerung des Herrn Kommerzienrats Stein beziehen, auf die Aeußerung des Vertreters des Württembergischen. Vereins und des Leipziger Vereins, auf die Aeußerung des Herrn llr. Jsi Kahn, die sich alle mit dem von uns Süddeutschen und auch Südwestdeutschen sämtlich eingenommenen Standpunkte im wesentlichen decken, ohn; daß wir vorher auch nur im geringsten — was ich besonders betone — irgendwie darüber «ine gemeinschaftliche Ausspräche schon höben stattfinden lassen. Dieser Umstand allein muß

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