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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1919-07-01 · 3/5 (Juli/September 1919) · p. Seite 63

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
10 (1919)
Issue
3/5 (Juli/September 1919)
Date
1919-07-01
Page
Seite 63 (sequence 17)
Language
German
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63 ist mir ungeheuer schwer geworden, meinen! Antrag fallen zu lassen. Als Gegenleistung erbitte ich mir von Ihnen nur eins: seien Sie hier und daheim immer eingedenk, daß uns die heilige Aufgabe anvertraut ist, eine Heranwachsende Generation zu betreuen. Dieser Aufgabe kann nur gerecht werden, wer sich bemüht, von hoher Warte zu den Problemen Stellung zu nehmen, und wer seine ganze Persönlichkeit für sie einsetzt. Wer dies tut, hat aber den schönen Lohn, durch das Einfühlen in die Sorgen der Jugend sich selbst jung und frisch und empfänglich für das Werdende zu halten. (Lebhafter, sich wiederholender Beifall und Händeklatschen.) Stellvertretender Vorsitzender Lichtenberg: Bor Eintritt in die Tagesordnung erteile ich das Wort Herrn vr. Krombach-Essen. r>r. Krombach - Essen: Meine Damen und Herren) Wir haben mit lebendiger Teilnahme und mit herzlichem Danke den sehr bedeutsamen Bericht gehört, den unser Verbandsvorsitzender Herr vr. Apfel erstattet hat. Gestatten!. Sie mir, bevor wir überhaupt in die Debatte eintreten, daß ich einen einzelnen Punkt herausnehme, über den es meines Erachtens eine Meinungsverschiedenheit zwischen uns nicht gibt und nicht geben kann und — ich habe mich vergewissert — auch zwischen den einzelnen Delegierten, soweit auch ihre Verschiedenheit hinsichtlich einzelner Fragen gehen mag, tatsächlich nicht gibt. Es handelt sich um den Antrag, der zum Kapitel „Der- Wiederaufbau Deutschlands und die jüdische Jugend" eingebracht ist. Meine Tomen und Herren! Ich spreche im Aufträge des Vorstandes und der Delegierten der einzelnen Bezirksverbände, sowie im Aufträge zahlreicher Delegierter, wenn ich Sie bitte, über diesen Antrag in eine Debatte nicht einzutreten, sondern ihn ohne weiteres zur Abstimmung zu bringen. (Sehr richtig! und Bravo!) Ich bin der Ansicht, daß dieser Antrag mit Einstimmigkeit angenommen wird, und es ist meine Ucberzeugung, daß dieser Antrag den Gefühlen, den tiefernsten Gefühlen, die uns in dieser Stunde tiefster.Not unseres Vaterlandes betoegen, entspricht und wir diesem Gefühl in bester Weise dadurch Ausdruck verleihen können, wenn wir ihn sofort ohne Debatte annehmen und auf diese Weise der Sache und unserer Verbandstagung die richtige Weihe zuteil werden lassen. Deshalb stelle ich hiermit den ausdrücklichen Antrag, in eine Debatte zu diesem Pgnkte nicht einzutreten, sondern diese Entschließung ohne Debatte zur Abstimmung zu stellen. (Lebhafter Beifall.) Vorsitzender vr. Apfel: Ich höre keinen Widerspruch dagegen, daß die Entschließung, die, wie wir genau wissen, dem einmütigen Empfinden aller in Deutschland lebenden Juden entspricht, von Ihnen einstimmig vor Beginn unserer Beratungen und ohne Debatte angenommen werden soll. Ich stelle dies mit tiefer Befriedigung fest. (Lebhafter Beifall.) Jetzt haben wir zunächst die Aufgabe, uns über die weiteren geschäft-, lichen Anordnungen zu einigen. Es herrschte bisher kein! Zweifel darüber, daß wir unsere Debatte zunächst auf die drei Probleme „Neutralität, Kongreß. Palästinafrage" beschränken. Ich glauhe, daß

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