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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1919-05-01 · 2 (5.1919) · p. Seite 235

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
10 (1919)
Issue
2 (5.1919)
Date
1919-05-01
Page
Seite 235 (sequence 211)
Language
German
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235 Vorsitzender Dr. Apfel: Darf ich Sie unterbrechen? Es ist dabei gestern bemerkt worden, daß dann natürlich § 14 wegfällt. Rechtsanwalt Pasch-Berlin: Ich habe das nicht bemerkt. ' Ich wollte das bloß ausdrücklich festgestellt wissen. Vorsitzender Dr Apfel: Ich danke sehr für die Anregung. Hat sonst jemand das Bedürfnis, noch zur-Satzung zu sprechen? - » Jsracl-Elberfeld: Ter Elberfelder Verein hatte zum 8 12 einen Antrag schriftlich eingereicht. Vorsitzender Dr. Apfel: Tie Anträge sind der Satzungskommission norgelegt ivorden. (Zuruf: Dieser noch nicht!) Dr. Alexander: Von Elberfeld habe ich keinen gehabt. Vorsitzender Dr. Apfel: Herr Israel, wollen Sie vielleicht sagen, uin was es sich handelt. Israel-Elberfeld: Es handelt sich um 8 12, um den Ausschluß «uS dem Verbände. Dazu hatten wir den Antrag eingebracht; daß cs nicht dem Vorstande überlassen wird, aus dem Verband auszüschlicßen, sondern daß da auch eine Kommission aus den verschiedenen Vereinen mitberaten soll. Außerdem findet sich in der Satzung nirgends eine Bestimmung darüber, wann ein Verein aus dem Verbände ausgeschlossen werden kann. Auch das war in dem Anträge enthalten. Dr. Alexander: Wir haben uns heute morgen bereits bei Gelegenheit eines anderen Antrages mit dieser Frage des Ausschlusses zu beschäftigen gehabt, und wir hielten es nicht für richtig, hier von dem vorgeschlagenen Entwurf abzugehen. Es ist das ein so äußerst seltener Fall, daß wir wirklich deswegen die Statuten nicht noch einmal abzuändcrn brauchen. Vorsitzender Dr. Apfel: Herr Israel, können Sie nicht im Interesse der Abkürzung den Antrag zurückziehen? — Herr Israel widerspricht meiner Anregung nicht, ich darf annehmen, daß sie bei ihm auf fruchtbaren Boden gefallen ist. Weitere Anträge zur Satzungsänderung liegen nicht vor. Wortmeldungen liegen auch nicht mehr vor. Tie Debatte ist geschlossen. Wir kommen zur Abstimmung. Es wird Akklamation zur Annahme der neuen Satzungen beantragt. — (Lehmann- Hannover: Ich bin gegen die Akklamation!) — Dann müssen wir also abstimmen. Wer für die Gesamtannahme der Satzung ist, bitte ich, die Hand zu erheben. — Ich bitte um die Gegenprobe. 4 Stimmen (zu Herrn Lehmann). Ich habe ja kein Recht, Ihre Abstimmung zu kritisieren, es würde mich aber nachher sehr interessieren, privat zu erfahren, lvas gegen die Satzungen einzuwendew ist. Lehmann - Hannover: Eine persönliche Erklärung I Es ist mir nicht möglich, einen Paragraphen jetzt anzunehmen, den-ich vorder abgelehnt habe. Vorsitzender Dr. Apfel: Halt, Herr Lehmann, so war es nicht gemeint! (Lehmann: Das steht ja in den Statuten!) — Aber mit dem anderen sind Sie einverstanden? (Lehmann - Hannover: Selbstverständlich!)

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