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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1919-05-01 · 2 (5.1919) · p. Seite 230

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
10 (1919)
Issue
2 (5.1919)
Date
1919-05-01
Page
Seite 230 (sequence 206)
Language
German
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230 und heute hier gezeigt hat, beobachtet haben. Also ich glaube in Ihrer aller Sinn zu sprechen, wenn ich sage, daß wir überhaupt niemand kennen, der besser geeignet wäre, die Stellung des ersten Vorsitzenden des Verbandes der jüdischen Jugendvereine einzunehmen. (Lebhafter Beifall.) Stellvertretender Vorsitzender Rechtsanwalt Lichtenberg: Meine Damen und Herren, erhebt sich gegen die Akklamation Widerspruch? — Das ist nicht der Fall. (Zuruf: Königsberger!) — Eh ist gegen die Akklamation Widerspruch erhoben. Wir müssen also über die Wahl des ersten Vorsitzenden abstiinmen. Ich. halte es ja wohl nicht für nötig, daß wir schriftlich darüber abstimmen. (Ruse: Nein!) Ich stelle also den Antrag der Kommission, den Herr Meyer eben begründet hat, hierinit zur Abstimmung. Wer ist für die Wahl des Herrn Kollegen Dr. Apfel zum Vorsitzenden des Verbandes? — Ich bitte um die Gegenprobe. — Es hat sich keiner dagegen erhoben. Somit ist Herr Dr. Apfel einstimmig zum Verbandsvorsitzenden gewählt. (Stürmischer, langanhaltender allseitiger Beifall.) Ich übergebe nunmehr wiederum den: neu gewählten Vorsitzenden des Verbandes den Vorsitz und verbinde damit den Wunsch, daß es ihm fernerhin vergönnt sein möge, in gleicher Weise den Verband noch viele Jahrzehnte zu leiten. (Lebhafter Beifall.) Vorsitzender Dr. Apfel: Ich nehme die Wahl mit dem Ausdruck allerherzlichsten Dankes an. Ich verdanke unserer Bewegung persönlich unendlich viel. Es würde zu sehr in den Rahmen eines persönlichen intimen Bekenntnisses fallen, wenn ich Ihnen darlegen »vollte, was für meine eigene Entwicklung die jüdische Jugendbewegung bedeutet hat. Ich habe in unserem Verband so viel Freundschaft und Liebe gefunden, daß es inir doppelt angenehm sein wird, iveiter mit Ihnen arbeiten zu können. Glückauf zu weiterer gemeinsamer Arbeit! (Lebhafter Beifall.) Felix Meyer: Meine Damen und Herren, die Kommission zur Vorbereitung der Vorstandswahl hat nach eingehender Beratung, die sogar die Verzögerung der Nachmittagssitzung, wie Sie gemerkt haben werden, um eine halbe Stunde verursacht hat. Ihnen eine Vorschlagsliste zusammengestellt und war bemüht, allen Wünschen, soweit sie irgendwie in Rechnung gestellt werden konnten, Rechnung zu tragen. Wir haben uns bemüht, eine Liste von Vorstandskandidaten zusamnienzustellen, welche alle Gegenden des Reiches vertritt. Selbstverständlich muß ich dabei bemerken, daß nicht alle örtlichen Wünsche berücksichtigt werden können. Ich brauche das ja mir im Hinblick darauf zu sagen, daß wir über 140 Verbandsvereine haben und 19 Sitze zu vergeben haben. Ich werde mir jetzt gestatten. Ihnen diese Liste vorzulesen, und schlage Ihnen namens der Kommission ebenfalls die Annahme per Akklamation vor. Es werden Ihnen vorgeschlagen: Dr. Jsi Kahn-Berlin, Lichtenberg-Hannover, Dr. Löffler-Frankfurt, Fritz Simon-Berlin, Rieger-Braunschweig, Dr. Wolfheim-Erftirt, Arthur Horwitz - Nürnberg, Kaufmann - Mannheim, Richheimer-Stuttgart, Cohn-Görlitz, Heinrich Gutmann-Chemnitz, Fräulein Dr. Cora Berliner-Berlin, Fräulein Rosenberg-Karlsruhe.

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