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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1919-05-01 · 2 (5.1919) · p. Seite 221

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
10 (1919)
Issue
2 (5.1919)
Date
1919-05-01
Page
Seite 221 (sequence 197)
Language
German
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221 Wahl gestellt: CentralVerein oder Jugendverband? Und die Entscheidung gegenüber dieser Frage ist keineswegs so klar zu Künsten des Jugendverbandes, daß der Jugendverband sie riskieren solltet (Lebhafte Zustimmung!) Es bedeutet das weiter, daß in diesem Augenblick gewissen extremen Kreisen im Centralverein die Handhabe gegeben wird, fortan eine eigene Jugendbewegung in.einseitigparteipolitischer Entwickelung zu fordern, eine Bewegung, die auf der Grundlage des jetzt beantragten Beschlusses vermutlich besonders radikal ausfallen wird, und mit der es dem Centralderein wohl nicht schwer fallen wird, unseren Verband empfindlich zu schwächen, wenn nicht überhaupt lebensunfähig zu machen. (Zuruf: Tut er ja schon!) — Zwischenrufe. — Lassen Sie mich doch ausreden! Wenn Sie es besser wissen »vollen, darf ich Ihnen sagen, daß der Centralverein - in den letzten Monaten in der Frage einer eigenen Jugendbewegung jede Entscheidung und jede Betätigung zurückgestellt hat, bis die Entschließung des heutigen Tages vorliegt. (Sehr richtig!) Ter Centralverein wird, das ist meine Ueberzeugung, wenn die Beschlüsse unserer Tagung so ausfallen, daß seine weitere Mitarbeit möglich bleibt, weiter in der alten bewährten Art mit uns wirken, und vermutlich fein Bestreben darauf richten, die Kameradenbewegung Irgendwie unserer Organisation einzugliedern. Wenn Sie freilich den vorgeschlagenen Beschluß fassen wollen, dann machen Sie von vornherein diese Bestrebungen unmöglich und setzen sie zugleich die Einheitlichkeit und überhaupt den Bestand unserer Jugendbewegung leichtfertig aufs Spiel. Zum Schluß noch eine ganz andere Erwägung. Meinen Sie denn, daß ich Persönlich oder meine Gesinnungsfreunde aus dem Centralverein irgend etwas dagegen hätten, wenn die Zionistische Bereinigung, falls sie wirklich Interesse an unserem Verband hat, eben-, falls ihren Vertreter zu uns entsendet und in gleicher Weise mit uns arbeitet? (Sehr richtig!) Es wird nur die Frage sein, ob das Interesse an unserer Jugendbewegung dort wirklich vorhanden ist. Wenn die Herren kommen, wir wollen an Euerm Werke mitbauen und wünschen einen Platz zur Mitarbeit, dann bin ich der Letzte, def ihnen diesen Platz verweigern wird. (Lebhafter Beifall!) Vorsitzender Dr. Apfel: Meine Herren, ich stelle folgenden Antrag: „Der Delegiertentag gehe über den Antrag Pasch-Berlin, gegen den ich übrigens als Mitglied des Berliner Jugendbundes den schärfsten Widerspruch hiermit erhebe, zur Tagesordnung mit folgender Maßgabe über: „Der Delegiertentag ermächtigt den Vorstand des Verbandes/ an die zionistische Vereinigung Deutschlands heranzutreten mit der Mitteilung, daß der Verband bereit ist, falls die zionistische Vereinigung Interesse an der Mitarbeit hat, ihr gleichfalls einen Sitz mit beratender Stimme im Vorstand einzuräumen." (Lebhafter Beisall.) x Ich habe selbst diesen Antrag gestellt, möchte ihn begründen und bitte Herrn Lichtenberg es hat ein.Redner gegen und ein Redner

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