Mannheim
Compact Memory

Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1919-05-01 · 2 (5.1919) · p. Seite 203

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
10 (1919)
Issue
2 (5.1919)
Date
1919-05-01
Page
Seite 203 (sequence 179)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/4926451-6352298-6352427--1725-4927814
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

203 liche Meinungen verwerfenden, neuen Wahrnehmung und, Feststellung! Eigenschaften, die wir uns im Leben erlverben, körperliche wie geistige und seelische, vererben sich auf unsere Nachkommen!. Das bedenkt bei Eurer Stellungnahme im Leben! Spencer sagt, das-Wich? tigste im Leben, >vas der Mensch wissen kann, ist, über sich selbst zu wachen und das Zweitwichtigste, über seine Nachkoni>nenfcl)aft zu wachen. Wir dürfen heute vom wissenschaftlichen Standpunkte aus sagen: Indem du über dich selbst wachst, wachst du zugleich über deine Nachkommenschaft und damit über das -Heiligste, hehre Glück, das dir im Leben beschieden sein kann. Diesen Gedanken, meine Freunde, möchte ich noch hinzufügen, iveil ich glaube und hoffe, daß sie manchen in seinen Auffassungen , und Anschauungen über das Leben und in seiner Lebensführung in günstigem Sinne beeinflussen dürften. (Lebhafter Beifall). Vorsitzender Di°. Apflck: Es ist folgender Antrag Dr. Stieger- Braunschweig eingegangen: , „Von den Leitsätzen I>r. Löfflers, zum Referat: „Wie för- 1 dern wir den religiösen Sinn unserer Jugend" ist nur Absätz i '''vom Verbandstage anzunehmen. Tie Absätze 2 und 3 sind >vegen ernster sachlicher Jrrtümer zu. streichen." Weiter Antrag Dr. Rosenberg-Tborn: „Zusatz zu Leitsatz 2: Religiöses Fühlen und Empfinden muß in der religiösen Lebensführung seinen Ausdruck finden/' Antrag Dr. Wiener-Thorn: „Ich beantrage zu den Leitsätzen: „Wie fördern wir den religiösen Sinn der jüdischen Jugend?" in 3a statt „heilige Schrift, insbesondere auf die Propheten" „jüdisches Schrifttum", statt „deren Originale" „jeine Originale" statt „ihnen" „ihm" zu setzen, folgenden Zusatz: l „Zur Hebung des religiösen Sinnes der jüdisckien Jugend ist die Gestaltung der Lebensführung im Geiste des Judentums erforderlich." Weiter Resolution Dr. Heilbronn-Nürnberg, Dr. Wiener-Stettin: „Die Herbandstagung der jüdischen Jugendvereine erklärt, daß die Erziehung unserer Jugend zur Religion die vornehmste Aufgabe des Elternhauses und der Schule ist. Es ist daher anzustreben, daß dem Schulunterricht in der Religion ein obligatorischer Charakter gewahrt bleibt." Sie sehen, daß M den Löfflerschen Thesen eine ganze Menge von Anträgen eingelctufen sind. Es ist unmöglich, darüber abzustimmen, ohne daß wir den Antragstellern Gelegenheit zur Begründung Mben und somit die Diskussion wieder eröffnen. Nun glaube ich — und ich nehme an, daß Löffler hiermit einverstanden ist —, daß es in der -Hauptsache darauf ankommt, daß seine Gedanken in die Tat umgesetzt werden. (Sehr richtig!) Ich kann mir nicht denken, daß jede einzelne These einmütige Zustimmung finden wird. Ich ersehe das schon aus den Diskussionsreden und aus den Anträgen. Ich bin daher der Ansicht, daß sich folgende Beschlußfassung empfiehlt: 4*

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.